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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seewasser bis seeweiser (Bd. 16, Sp. 78 bis 79)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seewasser, n.
1) meerwasser. Adelung, vgl. Jacobsson 7, 319a. Karmarsch-Heeren3 10, 419. Bobrik 728a; acqua marina ò di mare. Kramer dict. 2, 730b; meer- sive seewasser, aqua salsa marina Stieler 2444; aqua maris salsa. Frisch 2, 253c, vergl. nl. see-waeter, aqua marina. Kilian; nach martini ist dem meer nicht mehr zu trauen, müssen sich auch befahren, dasz sie in der have, da frisch wasser mit unter das seewasser kompt, verfrieren. denn das süsse wasser wird umb diese zeit eisz, das seewasser aber in der offenbahren see gefrieret nicht. Coler hausb. (1680) 1, 58b;

seewasser soll dein trank seyn, deine nahrung
bach-muscheln. Shakespeare sturm 1, 2;

schwarzbeinigte vögel,
mit weiszen flügeln meer-überflatternde,
mit krummen schnäbeln seewasser-saufende.
H. Heine 1, 185 Elster (Nordsee 1, 5).

sprichwörtlich: er hat seewasser getrunken, von einem, der immer durstiger von etwas wird; das seewasser musz freilich scharf (gesalzen) sein, wenn so viel heringe darin schwimmen. Wander 4, 497; bildlich: das seewasser seines lebens .. süszet er sich durch das schönheitwasser ab, worin er sich stündlich badet. J. Paul Titan 1, 121.
2) seltner von dem süszen wasser der landseen. Adelung: das allerschädlichst wasser ist das murecht, see und pfitzenwasser. Sebiz feldb. 15.
3) westfälisch sêwâter (und libbersê) auch von dem gemeinen nostock, tremella meteorica, einer dem froschlaich ähnlichen masse. Woeste 160a.
 
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seewedel, m. eine art hornkorallen, gorgonia ventulina. Nemnich, gorgonia ventilabrum, savalia. Oken 5, 110.
 
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seeweg, m. weg zur see: Vasco de Gama entdeckte den seeweg nach Ostindien u. ähnl.; weg in der see: im 13. jahrhundert verlegte der fisch (hering) seine seewege und strich längs der flachen küste von Schonen und dem norwegischen ufer. Freytag 18, 244.
 
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seewegerich, m. eine art des wegerichs, die an der see wächst und als viehfutter benutzt wird, plantago maritima. Nemnich.
 
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seewehr, f. vertheidigung der see, bez. der küste; dazu seewehrmannschaft, f.; seewehrpflichtig, adj.: heute trafen von Harburg 59 seewehrpflichtige Hannoveraner hier ein. zeitungsnotiz (aus Kiel).
 
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seeweib, n., vgl. meerweib (theil 6, 1862) und meerfrau (1849 f.), von einer art fabelwesen im meere, sirene: wir segelten zwantzig tage ohne einige denckwürdige begebenheit, ausser dasz ich bey dem gold-reichen eylande Catacaumene ein unserm schiffe sich näherndes see-weib, welches beynahe die grösse eines kamels, einen ochsen-kopff, einen fischschwantz, vollkommene brüste und armen, an statt der finger aber rechte endten füsse hatte, mit etlichen pfeilen zu grossem wehklagen meiner gefärthen erlegte; welche vielleicht solche miszgeburt für eine wohnstatt einer grossen seele hielten. Lohenstein Arm. 1, 673b. für die art der seesäugethiere, welche gewöhnlich sirenen heiszt, in scherzhafter übertragung: ungeheuer und ganz unjungferlich unbescheiden ist ihre gefräszigkeit, sie treibt die seeweiber an, saftige gräser, welche auszerhalb des wassers am uferrande der flüsse stehen, abzuweiden. Brehm illustr. thierl. 2, 818. eine grosze rolle spielen seeweiber im deutschen volksglauben, doch gewöhnlich unter anderm namen (nixe, see-, wasser-jungfer, mhd. merminne, -meit, -wîp, -wunder, altn. haffrú, sǽkona u. s. w.), s. Golther myth. 146, seeweibel Mogk in Pauls grundr. 1, 1038; nl. seewijf, maer-minne, syren, q. d. mulier marina. Kilian, nd. sêwîweken Schambach 191a, seewîfken E. H. Meyer myth. 130.
 
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seeweide, f. 1) weidenbaum an einem see. Campe. 2) viehweide an der see oder an einem see. ebenda. 3) eine art hornkoralle, gorgonia anceps. Nemnich.
 
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seeweiher, m. für einen groszen weiher. Kehrein nachträge 50.
 
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seewein, m. wein vom Bodensee, s. Wander 4, 497: trinken sie indesz ein glas wein! es ist ächter alter seewein. Siegwart

[Bd. 16, Sp. 79]


1, 287; in deutschen landen gepulverte krebsaugen verordnet, gemischt mit etlichem staub von des heiligen Marcus grab und einen trunk seewein drauf. Scheffel Ekkeh. 155; nicht einen tropfen seeweins sollen die teufel in Moengals pfarrhaus zu schlucken bekommen! 200. in der Schweiz wein vom Bielersee, im gegensatz zum 'weltschen wein' vom ufer des Genfersees, s. Rütte wörterb. zu Gotthelf s. 96: weil der andere mit einigen tropfen seewein die landkarte von Europa gar deutlich aufgemalt hatte auf den tisch. Gotthelf 1, 390 Vetter.als name einer pflanze: nimb ein langes kraut, wächst in den wassern heist seewein, das hacke klein. Seuter roszarznei s. 401.
 
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seeweinrebe, f. eine sorte weinreben mit weiszgrünen, saftreichen beeren, die aus Ungarn vom Neusiedler see stammt. Nemnich.
 
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seeweiser, m.?: die priester nahmen des Jupiters bild, welches wie ein seeweiser aus weissem marmel, oben mit einem widder-kopfe gemacht, auf der seite mit smaragden und andern edelgesteinen gezieret war. Lohenstein Armin. 1, 262a.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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