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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seeversicherung bis seewall (Bd. 16, Sp. 76 bis 77)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seeversicherung, f.: sogar die anfänge einer seeversicherung finden sich bei den Römern. staats-lex.3 13, 301; die seeversicherung ist eine anwendung der versicherung überhaupt auf seeunternehmungen und hat daher mit dieser den allgemeinen zweck gemein, der darin besteht, für die verluste, welche den an einer seeunternehmung pecuniär betheiligten durch die natürlichen gefahren einer seefahrt droht, sich ganz oder theilweise ersatz zu schaffen. 308. zusammensetzungen: das handelsgesetzbuch beruht in der lehre von der seeversicherung wesentlich auf dem Hamburger seeversicherungsrecht. ebenda; aus dem consulat und dem guidon de la mer, einer gegen das ende des 16. jahrhunderts entstandenen sammlung auf das seeversicherungswesen bezüglicher rechtssätze, schöpfte die ordonnance de la marine Ludwig's xiv. von 1681. s. 304.
 
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seevertiefung, f.: nun ging der weg über einen rücken, der das thal der Etsch von der seevertiefung scheidet. Göthe 27, 52.
 
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seevielfusz, m. eine art seetausendbein an der norwegischen küste, nereis mollis. Campe.
 
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seevogel, m. vogel, der auf oder an der see lebt Adelung, so schon ags. sǽfugel (als heroenname s. Grimm mythol.4 304. nachtr. 384), mnd. sevogel (bildlich von einem flottenführer, s. u.); nhd. meerent, seevogel, anas fera marina. Maaler 286a; zahllose schaaren echter seevögel bevölkern den strand. Allmers marschenb. 296. übertragen (vgl. ags.): Pawel Berneke de was en hart sevogel. quelle bei Schiller-Lübben 4, 202a; kaperschiffe der Deutschen und fremder völker, deren bemannung aus harten seevögeln bestand. Freytag 18, 247. auf einem landsee lebender vogel: sodann mästeten sie vieh, das kostbarste, welches sie auftreiben konnten, und futterten land- und seevögel (ἔτρεφόν τε ὄρνιθας χερσαίους καὶ λιμναίους), in ställen und teichen zur bewirthung des heers. Lange Herodot 7, 119.

[Bd. 16, Sp. 77]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seevogt, m. praeses aquarius, admiral Maaler 369d; praefectus provinciae aquariae Dentzler (1697) 2, 261a; vgl. nl. seevoght vel ammirael, praeses aquarius, praefectus maris. Kilian. von einem landsee: der über die fischerey in einem see gesetzt ist, piscationi praefectus. Frisch 2, 253c; es ist beredt, dasz die von Sursee in dem seew zu Sempach fischen mögend .. und sollend auch die von Sursee einem see-vogt, den die von Lucern darsetzend, tun und gehorsam sin. Tschudi 1, 558a. — dazu seevogtei, f. das ampt desz seevogts, seevogtey, aquaria provincia. Maaler 369b. Dentzler 2, 261a; nl. seevoghdije vel ammirael-schap. Kilian.
 
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seevolk, n.
1) an der see lebendes volk: seevolk, homines maritimi. Stieler 2388, vgl. Campe.
2) volk, das auf der see lebt, bemannung eines schiffes oder einer flotte, schiffsvolk. ebenda:

ein frischer landwind weht, der anker wird gelichtet,
das seevolk jauchzt.
Wieland 22, 254 (Oberon 6, 12).

die bemannung eines schiffes im gegensatz zu den passagieren:

alle
bis auf das seevolk, sprangen in die schäum'ge flut. Shakespeare sturm 1, 2;

(eile) unsichtbar, wie du bist, zum schiff des königs,
wo du das seevolk schlafend finden wirst
im raum des schiffs. 5, 1;

die marine im ganzen:

denn die armee ist popular zu tage
und mit dem seevolk nicht im einverständnisz;
der prinz ist für den landdienst, und indessen
sind Duncan, Nelson, Howe, sie sind vergessen.
Göthe 3, 206.


3) übertragen auf die thierischen bewohner des meeres: auch der wal .. warf häufig seine wasserstrahlen, und reihenweise lagen die runden leiber der robben am strande. den heiden war eine menschenfreundliche göttin beschützerin des stummen seevolks gewesen. Freytag 18, 243;

schon hat in blanker schuppentracht
das seevolk sich herbei gemacht.
Keller 10, 107.


 
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seevorrathshaus, n., bei Campe als verdeutschung von seemagazin.
 
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seewaffe, f., im plural seewaffen, armes servant à la marine. Eggers 2, 880.
 
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seewald, m., so schon ahd. als ortsname Sêwalden (8. jh.), Seaewald (silva, niederrheinische urk. von 793). Förstemann namenb. 22, 1327 (natürlich zu trennen von dem personennamen Sêwald 1, 1084). von einem walde am Bodensee: der neueste sturm hat im städtischen (Friedrichshafenschen) seewald allein zwo stämme niedergelegt. Augsb. allgem. zeit. 1872, s. 3389a.
 
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seewall, m.: in seiner grundfläche 160 fusz breit und nahe an 30 fusz in seiner höhe haltend, steht der Wurster deich wohl als der stärkste seewall der provinz Hannover da. Allmers marschenb. 296.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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