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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seelenpflegling bis seelenrausch (Bd. 16, Sp. 26)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seelenpflegling, m.: diesen qualvollen zustand seines seelenpfleglings (des zum tode verurtheilten delinquenten) liesz der eifrige ordensmann ... sich zu herzen gehen. 28.
 
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seelenpflicht, f. periculum animae. Stieler 1447.
 
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seelenpforte, f., von einer wunde, wodurch die seele entweichen kann (vgl. DWB seele II, 19, d):

geritzt nur! weitre seelenpforten öffn' ich gleich.
Göthe 40, 394.


 
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seelenphänomen, n.:

die regel durch das leben sey:
vertraulichkeit, und selten nur vertrauen,
und links und rechts, von furcht und hoffnung frei,
auf seelenphänomene schauen.
Seume ged. (1826) 39.


 
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seelenplage, f., vgl. DWB seelenfolter: herzens- sive seelenplage, afflictio animae, cordis tristitia, it. palpitatio cordis. Stieler 1458.
 
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seelenpöbel, m.:

der wahre menschenfreund ...
wird selten lächeln, scheint vielleicht sogar
dem seelenpöbel oft ein menschenfeind.
Stolberg 3, 74.


 
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seelenpunkt, m.: der charakter wird nicht von einer eigenschaft, .. sondern von deren grad und ihrem misch-verhältnisz zu einander bestimmt, aber diesem allem ist der geheime organische seelen-punkt vorausgesetzt, um welchen sich alles erzeugt und der seiner gemäsz anzieht und abscheidet. J. Paul vorsch. der ästh. 2, 57.
 
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seelenquacksalber, m.: dasz man ... solche krankheiten (der seele) nur durch moralische mittel heilen könne, ist ein vorurtheil, welches unsere alten seelenquacksalber von einem ähnlichen der gemeinen quacksalber und marktschreier hergenommen haben. Lichtenberg 3, 110.
 
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seelenqual, f. compunctio animae. Stieler 1487, vergl. seelenpein; in activem sinne:

ein romantischer wüthrich dieser art,
ein solcher tausendkünstler in neuen seelenqualen.
Wieland 4, 252 (Amadis 11, 7);

ha! lehrte dich dein sohn die kunst der seelenqual (menschen seelisch zu quälen)?
Gotter 2, 470.

gewöhnlich passivisch, qualvoller zustand einer seele: und so lag ich und brütete in der peinlichsten seelenqual. Heyse nov. 10, 251;

ein himmlisch licht in dunkler seelenqual.
Lenau 2, 470 Koch (Albig. nr. 29).

dafür der substantivierte infinitiv seelenquälen, n. (? oder unregelmäsziger plural?):

lasz Jesum und die gnade ein,
so kanst du überwinden
seelenquälen, sündenkräfte.
J. K. L. Allendorf.

vgl. mnd. selequalen, schwaches verb, seelenqual erleiden, vom todeskampfe. Schiller-Lübben 4, 182a.
 
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seelenraub, m. rapimento dell' anima. Kramer dict. 2, 732a; furtum animae Stieler 1527:

ihr auf seelenraub in der brauen
hinterhalt euch legenden augen.
Rückert (1882) 1, 395 (liebesfr. 1, 55).

dazu seelenräuber, m., etwa vom teufel, vgl. DWB seelenjäger, -kaper. s. auch seelraubend.
 
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seelenrausch, m. seelischer rausch, verzückung, s. Campe:

Anakreon sang nicht mit höherm feuer
vom seelenrausch in lieb' und wein.
Seume ged. (1826) 180.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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