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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seigerwein bis seihbären (Bd. 16, Sp. 204)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seigerwein, m. vinum pendulum, umgeschlagener wein, s. oben seiger, adj. 1. ein fuder saiger-wein. Hohberg ad. landleben 3, 1, 291b.
 
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seigerwerk, n. uhrwerk, s. DWB seiger, m. 3: gelick alse ein seyerwerk yümmer upsehent unde stedes waringe .. benödiget ys. Schiller-Lübben 4, 174b.
 
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seigerzeug, n. 'der von den saigerdörnern ausgebrachte kupferkönig' (probe). Jacobsson 3, 487a.
 
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seigesack, -stein, -stroh,-topf,-tuch u. s. w., s. DWB seihsack, -stein u. s. w.
 
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seigicht, s. seihicht.
 
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seigung, f.
1) seigung, visierung, aichung: item man spricht z dem rechte, daʒ die von Saszwalhen unz z der toten rge iren omen und ir seygung söllent holen z Cappel. Grimm weisth. 1, 415; s. oben seigen 3 und seige, f.
2) s. seihung.
 
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seigwein, m. (s. oben sackwein th. 8, sp. 1628): sucatum vinum, sacwîn, saicwîn Steinmeyer-Sievers glossen 3, 155, 60, vergl. Lexer mhd. handwb. 2, 854; vinum fecatum, sackwein Dasypodius; vappa, sackwyn, -wein Dief. 606c; vinum saccatum, sackwin, -wein 506a; saccatum, sucatum, sacwin nov. gl. 323a; vappa, sackwein 376b.
 
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seih, n. pflugeisen (Jacobsson 3, 487a saih), s. oben sech theil 9, sp. 2772.
 
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seih, m., seihe,f. rückstand, der nach abgeseihter flüssigkeit zurückbleibt, vor allem beim branntweinbrennen und -brauen. siliqua, seye, sey, seig, zeyg Dief. gl. 534a, nov. gloss. 338b; de syck menget manket den sey den fretet gerne de swyne. Schiller-Lübben 4, 172b, vergl. nd. korrespondenzbl. 5, 58; von dünnem, schlechten bier: dat smekt as water, dat dōr den sei lopen is. brem. wb. 4, 741; sei, seij, treber Dähnert 421a; sei, bransei Schütze 4, 94; seih, bier- oder branntweintreber Mi 78b; sei, m. 1) malz, woraus schon bier gebraut ist: up den sei brūen, noch einmal daraus brauen. 2) kaffeesatz Schambach 189a; seie Stürenburg 243a. ten Doornkaat Koolman 3, 169b; seih, treber, das durch auskochen in der braupfanne oder in der branntweinblase aufgeschwellte und ausgesogene malz. Jacobsson 4, 133b; seihe, f., seu Frisch 2, 260b, die seihe Adelung; die seige, die seihe, der seih Campe. seihe, die, die würze(?) bei dem brauen Hupel 216. es liegt nahe, das wort zu mhd. sîgen, sinken zu stellen; dann hätte umdeutung nach seihen hin stattgefunden. vergl. noch sāker, treberkuchen Kramer Bistritzer dialect 113.
 
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seihader, f.: sygäderle, die den harn oder bruntz ausz den nieren in die blateren sygend. Maaler 397a; vgl.seyhe, niere unter seihe, f. 2.
 
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seihbären, m.: quallus, ein seihkorb (s. dieses) in der trotten, eyn geflochten korb, spillenkorb, seihbären. Dasypodius; bären, reuse, geflochtener korb ist als m. verzeichnet bei Maaler 49b, vgl. oben bäre theil 1, sp. 1127. mhd. bêre Lexer mhd. handwb. 1, 187.