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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seifen bis seifenbecken (Bd. 16, Sp. 191)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seifen, verb. bergmännisches kunstwort, im seifen (s. d. 2 und 3) arbeiten, metall aus geröll auswaschen, ebenfalls mit der nebenform seifnen: seifen, auch seifnen, die in seifen vorkommenden nutzbaren mineralien unter hülfe von flieszendem wasser gewinnen. Veith 440; seifen in bergwerken oder seifnen, gold oder zien in der obern erde eines gebirges suchen oder waschen, terram metallicam in superiore terrae sive montis parte quaerere, eamque lavando purgare. Frisch 2, 259b; seifen, seufen, eine bergmännische arbeit über tage, da in der obern rinde der erdkugel unter der dammerde des gesteins, bey darauf geleiteten wassern, zinnstein oder auch gold und allerhand edelgesteine gesucht und bisweilen gefunden werden. Jacobsson 4, 129a; abgang nehmen, wenn man bei den seifen schicht macht, d. i. wenn ein bergmann unter der dammerde allerley minern, oder edelsteine sucht, und davon wieder abgehet. 5, 7a;

etlich musten hütten weltzen,
die andern fegen und schmeltzen,
am haspel ziehen und seiffen,
etlich musten koln zuschleiffen.
A. Schubarth Sieman oder hausteufel D 7a.


 
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seifenaloe, f. aloe saponaria, die grosze seifenaloe. Nemnich 1, 197.
 
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seifenapfel, m. die frucht des seifenbaumes.
 
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seifenarbeit, f. arbeit des bergmännischen seifens.
 
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seifenarbeiter, m. arbeiter der das bergmännische seifen verrichtet. Campe.
 
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seifenartig, adj. nach art der seife: seifenartige salbe, seifenartige substanzen. Jacobsson 7, 330a.
 
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seifenasche, f. cineres saponarii. Frisch 2, 259a. asche deren sich die seifensieder zur bereitung der seife bedienen, auch seifensiederasche. Adelung.
 
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seifenbach, m. bach an welchem sich eine erzader befindet. Adelung. Frisch 2, 259b.
 
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seifenbalsam, m. eine auflösung der seife in ameisenspiritus, die mit kampfer oder ätherischen ölen versetzt ist. Jacobsson 7, 330a.
 
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seifenbaum, m. arbor quae fructum saponarium fert, der baum so den seifen-apfel trägt. Frisch 2, 259a.
 
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seifenbecken, n. becken, in welchem der barbier den seifenschaum für das rasieren schlägt:

sie dulden alles und begnügen sich
mit einem pfuscher von barbier, der nicht
einmal ein seifenbecken unterhält.
Platen 213b;

unermüdlich liesz er (Bunsen) seine politischen seifenblasen in die geduldige luft steigen, Peel und Aberdeen standen freundlich lächelnd dabei, hielten ihm das seifenbeckeu und schlugen den schaum. Treitschke d. gesch. 5, 489.