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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sehnen bis sehnenschmiere (Bd. 16, Sp. 154 bis 155)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sehnen, sennen, verb. zu sehne, f. gebildet, mhd. senewen, senwen, senen mhd. wb. 2, 2, 252a. Lexer mhd. handwb. 2, 880: ein hülzen instrument mit zweien hagken als die armbroster brauchen die bogen zu sennen (zu spannen). Braunschweig chir. (1498) 99b. gesembdeu armbrust, mit der sehne bezogne, gespannte, zum schusz fertige armbrust. quelle bei Schmeller 2, 287; ebenda gesenigt und gesennet. aus dem häufig gebrauchten part. perfectum wol entwickelt sich schweiz. senden, die armbrust spannen, schieszen (s. DWB senden). einfaches sehnen ist im nhd. ungebräuchlich, vgl. aber besehnen, mit einer sehne beziehen; zu sehne 1 gehört aussehnen: ausgesehntes fleisch, aus dem die sehnen entfernt sind.
 
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sehnen, verb., s. DWB segnen.
 
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sehnenausbreitung, f. aponeurosis: sie stehen immer mit muskeln in beziehung. fast immer verbinden sie sich mit ihnen: einige aber umhüllen überdies andere muskeln, andere bilden, in verbindung mit den muskeln, an welche sie sich heften, hüllen für andere organe. Meckel anatomie (1815) 1, 455.
 
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sehnenbeinchen, n.: ossa sesamoidea, sehnen-, flechsenbeinchen, sehnen-, kapselkerne. Hyrtl kunstworte der anatomie 202; vgl. DWB sehnenknöchelchen.
 
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sehnenerregend, adj.: weil der fliegende sommer der sehnen-erregende nachklang und die silberhochzeit des frühlings ist. J. Paul Hesp. 3, 203.
 
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sehnenklappe, f.: eine art knoten an den schienbeinen der pferde; entsteht nach groszen verletzungen, und hindert die flächse in ihrer bewegung. Nemnich.
 
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sehnenknöchelchen, n. Campe, dasselbe wie sehnenbeinchen, bei Meckel anatomie 1, 467 sehnenknochen.
 
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sehnenknorpel, m. gebilde, die in einer reihe von sehnen vorkommen, haben alle eine plattrundliche gestalt, befinden sich in geringer entfernung von der insertion der sehnen in den knochen. Meckel anatomie 1, 467.
 
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sehnenkraft, f., vgl. DWB sehnkraft.
 
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sehnenscheide, f.: die sehnenscheiden (vaginae tendinum fibrosae) sind häutige, faserige ausbreitungen, welche halbkanäle

[Bd. 16, Sp. 155]


bilden, die sich mit ihren freien rändern an die, an dieser stelle immer etwas aufgeworfenen ränder eines oder mehrerer knochen heften und mit diesen ganze kanäle darstellen, in welchen schlanke sehnen verlaufen. Meckel anatomie 1, 458; hierzu sehnenscheidenentzündung, f.
 
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sehnenschmiere, f. eine feuchtigkeit, die die sehnen benetzt, damit sie sich nicht reiben (synovia bursarum). Campe.