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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segenwunde bis seggern (Bd. 16, Sp. 116 bis 117)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenwunde, f. von den wunden Christi: heil- & segenwunden, dicuntur sanctissima vulnera Christi, quasi dicas: vulnera beata, salutifera, benedicta. Stieler 1389.
 
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segenwunsch, m., s. DWB segenswunsch.
 
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segenwurf, adj. von schönheiten der natur, weil sich gottes segen darin zeigt:

da viele segen-würff ihn (einen spaztergänger in einer mondnacht) dann
auf folgende gedancken brachten.
Brockes 1 (1739), 34.


 
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segenzeug, m. n. zu sege, segen, f. netz gehörig, wohl das netz mit dem zubehör bezeichnend: ainer nach dem andern (ein fischer nach dem andern soll) darauf sein vach, unverhindert der andern, verfachern, doch kain vischer dem andern zu nachent, also das alweg ain segenzeug entzwischen sein mag, auch kainer dem andern seine stecken ziechen noch reuschn heben. tir. weisth. 4, 10, 3 (v. 1505).

[Bd. 16, Sp. 117]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenzug, m. zum gleichen wort gehörig wie das vorige, fischfang mit dem netz. tir. weisth. 4, 11, 10 (die stelle s. unter segenfischer).
 
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segerbaum, m. sabina (juniperus sabina). Dief. 505c. vgl. DWB sabenbaum oben 7, 8, 1592.
 
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segese, f., s. DWB sense.
 
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segete, f., s. DWB segede.
 
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segge, f. riedgras, schilf, ursprünglich ein nd. wort, 'im oldenburgischen eine art eines langen und groben grases'. brem. wb. 4, 736, carex ten Doornkaat Koolman 3, 168, segg, carex, dazu als adj. seggig Danneil 191a, holst. sech (mit übergang der auslautenden media in die spirans). korrespondenzbl. des vereins f. nd. sprachf. 15, 91. segge, carex bieten auch Jacobsson 4, 119b. Nemnich 1, 881 (unterarten: schwarze oder rotbraune, gelbe, bleiche, spitzige, rauhe, zackige, lehmige, schlammige oder schöne segge, wintersegge, sandsegge, rasensegge, heidesegge, felsensegge, bruchsegge, morastsegge, hasensegge, fuchssegge, haarsegge, kugelsegge, blasensegge u. a. m.). Oken 3, 425 (gelbe, spitzige, rauhe, flohartige, zweihäusige segge, sandsegge, rasensegge, hirsensegge, geiszelsegge). Behlen 5, 603 (kleine, schlaffe, fingerförmige, sternförmige, heimlichblühende segge, sandsegge, bergsegge, sumpfsegge, waldsegge, kugelsegge). doch gilt das wort auch für das wasserviehgras, poa aquatica. Nemnich 2, 1018. entsprechende oder eng verwandte formen bieten auch andere germ. dialekte: mndl. segghe, gramen palustre majus. Kilian (als flandrisch bezeichnet), nndl. segge f. riedgras; ags. secg, m. n. carex, gladiolum, lisca Bosworth - Toller 854b, engl. sedge, riedgras, schilfgras, schwertelgras. ten Doornkaat Koolman 3, 168 vergleicht innerhalb des deutschen nd. sigge, calmus und andere sumpfpflanzen bezeichnend. 181b, oberpfälz. saich, ried, sumpfgras, carex. Schm.2 2, 212, saher, riedgras, grasspitze (s. dies oben th. 8, 1662) und führt diese bildungen auf die wurzel sak, schneiden zurück, die auch in sech, pflugmesser, säge, sichel vorliegt (s. DWB sech oben theil 8, 2773). Prien stellt das wort im korrespondenzbl. d. vereins f. nd. sprachf. 15, 91 weniger wahrscheinlich mit dem nd. flurnamen segen und den verben seigen, seihen, sickern, sinken zusammen. an saher rührt näher die bei Nemnich verzeichnete nebenform segger.
 
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segger, subst., s. das vorige.
 
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seggern, verb. hess. sägend, mit stumpfer klinge schneiden. Pfister 273, zu sägen gehörig.