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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segenswunsch bis segerbaum (Bd. 16, Sp. 116 bis 117)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenswunsch, m. die anwünschung des segens und die worte, deren man sich dazu bedient. Campe, heilswunsch unter anrufung gottes und allgemeiner glückwunsch, auch segenwunsch: nach gethanem gebet thun sie (die anhänger Alis unter den Muhamedanern) einen seegen-wunsch dem propheten und seinem löblichen geschlechte. pers. baumgarten 7, 15;

und so brachten bei uns auf deutscher seite gewöhnlich
auch die kinder des morgens mit händeküssen und knixchen
segenswünsche den eltern.
Göthe 40, 318;

und es neigte sich gleich mit segenswünschen (für die verlobten)
der nachbar. 334.


 
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segenszinsen, plur.:

geb ichs (das geschenk) der kirche, hat die armut nichts.
doch in des fräuleins hand da wuchert es,
bringt segenszinsen hundert, tausendfach,
und was ich vorhab, dazu brauch ich segen.
Ludwig 3 (1891), 147.


 
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segentriefend, adj.:

dank dir! unser vater,
dasz wir dein fest, und unser fest,
unter des segentriefenden friedens
beschattendem fittige feyren.
Klopstock 1, 159;

und (ich) seh dich (gott) wandeln mit dem eichenwipfel,
und seegentriefend schreiten auf der au,
und leuchten auf der berge gipfel
und schimmern in dem thau.
Schubart ged. 1 (1787), 6.


 
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segenvoll, adj., s. segensvoll.
 
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segenwolke, nubes foecunda. Stieler 2574.
 
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segenwunde, f. von den wunden Christi: heil- & segenwunden, dicuntur sanctissima vulnera Christi, quasi dicas: vulnera beata, salutifera, benedicta. Stieler 1389.
 
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segenwunsch, m., s. DWB segenswunsch.
 
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segenwurf, adj. von schönheiten der natur, weil sich gottes segen darin zeigt:

da viele segen-würff ihn (einen spaztergänger in einer mondnacht) dann
auf folgende gedancken brachten.
Brockes 1 (1739), 34.


 
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segenzeug, m. n. zu sege, segen, f. netz gehörig, wohl das netz mit dem zubehör bezeichnend: ainer nach dem andern (ein fischer nach dem andern soll) darauf sein vach, unverhindert der andern, verfachern, doch kain vischer dem andern zu nachent, also das alweg ain segenzeug entzwischen sein mag, auch kainer dem andern seine stecken ziechen noch reuschn heben. tir. weisth. 4, 10, 3 (v. 1505).

[Bd. 16, Sp. 117]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenzug, m. zum gleichen wort gehörig wie das vorige, fischfang mit dem netz. tir. weisth. 4, 11, 10 (die stelle s. unter segenfischer).
 
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segerbaum, m. sabina (juniperus sabina). Dief. 505c. vgl. DWB sabenbaum oben 7, 8, 1592.