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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segensflur bis segensgestirn (Bd. 16, Sp. 111 bis 112)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segensflur, f.:

sein (des junkers) prachtschlosz überschaut nur hütten rings von stroh;
in weiter segensflur ist er, der eine, froh!
Voss 6 (1802), 180.


 
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segensflusz, m.:

(die sonnenglut)
die, voller wärm' und krafft, sich überall ergiesset,
und, als ein seegens-flusz, lufft, erd' und fluth durchfliesset.
Brockes 4 (1739), 384.


 
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segensflut, f.:

Semper Augustus heisze ich (der monat august). mein bild,
das jungfräulein, zieht in der sonne glut
zur erndte, in das goldne korngefild',
cyanen winken ihr vom schattenhut,
sie blicket wie ein krieger hinter'm schild,
und zückt die sense durch die segensflut.
Brentano 2, 591.


 
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segensfolge, f.: unter den segensfolgen der schule war auch diese, dasz sie die lezten tage der armen Kienastin noch so erquickte. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 2 (1790), 369.
 
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segensformel, f. formel, feste wortverbindung zum ausdruck eines segens. Campe.
 
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segensfracht, f.:

leerer dunst
ist manche wolke, die dir scheint zu tragen segensfracht.
Rückert 11 (1882), 418.


 
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segensfülle, f.:

ach, schon rauscht, schon rauscht
himmel, und erde vom gnädigen regen!
nun ist, wie dürstete sie! die erd' erquickt,
und der himmel der segensfüll' entlastet!
Klopstock 1 (1823), 142;

(im bilde:)

heiter lacht' ein blauer tag
auf die schöne segensfülle,
welche duftend vor ihm lag.
Bürger 72b.


 
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segensgast, m. von einem neugeborenen kinde (vergl. DWB segen, m. 9):

für die klage-lieder
bringt ietzt ein seegens-gast den jubel mit und wieder.
Günther 740.

[Bd. 16, Sp. 112]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segensgefilde, n.:

komm, jetzt stehet uns Saron noch offen, thaut noch der himmel
über uns aus dem frühen gewölk in die segensgefilde.
Klopstock 3 (1823), 151 (Mess. 3, 696).


 
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segensgeist, m.:

ihr, herr erzbischof, ..
desz weisze kleidungen auf unschuld deuten,
des friedens taub' und ächten segensgeist. Shakespeare Heinrich IV. 2, 4, 1.


 
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segensgestirn, n., daneben segengestirn, segen spendendes gestirn: in Irak war — ein mangeljahr — weil die regengestirne ihre zeit nicht einhielten, — und die segengestirne zurück ihren schein hielten. Rückert 11 (1882), 342. übertragen auf einen herrscher:

segensgestirn,
gerechter herrscher mit heller stirn,
dein ist des schahtums glanz und macht
vom sonnenball bis zum fisch und zum schacht! Firdosi 3 (1895), 242.