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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segenfischer bis segensberg (Bd. 16, Sp. 110)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenfischer, m. der das recht hat mit segen, netzen zu fischen. Schm.2 2, 241. Schöpf 665, vergl. DWB sege, DWB segen, f. im gegensatz zum kleinfischer. Schm. a. a. o., zum rutenfischer, der mit der angel(rute) fischt: und wann ain ruettn - vischer auf ainem weg, da ain segenzug ist, vischt und ainen visch findet oder sich meld, so soll der segen-vischer ain zeit mit den zug verhaltn, ob aber ain ruettn-vischer ain visch oder zween auf ainem stant gfangen hete, so mag der segenvischer unverhindert wol ziechen. tirol. weisth. 4, 11, 11 (von 1505).
 
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segengestirn, n., s. segensgestirn.
 
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segengrund, m. fischwasser, worin mit segen, netzen gefischt wird. quelle des 14. oder 15. jahrh. bei Lexer mhd. handwörterb. 2, 849. vgl. DWB sege, DWB segen, f.
 
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segenhaft, adj. et segendlich, benedictus, fortunatus, felix, dives, abundans, beatus. Stieler 1670: segenhafte hand, manus fortunata. ebenda; jeder begehret segenhaft zuseyn, unusquisque quam beatissimus esse vult. ebenda; segenhafte ehe, conjugium foecundum. ebenda;

gesanck hat mich gevachten an
so gar in kluegen sinnen,
ist mir gelegen innen
das ich gesanges pfläg.
do war ich kunst(-) und segenhafft. quelle des 15. jh. Germania 5, 217, 1.

in der form segehaft: das wir hie werden segehaft. quelle bei Scherz-Oberlin 1469.
 
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segenkorn, n., nach Frisch 2, 255c in einigen dörfern im magdeburgischen eine abgabe an korn, die die bauern dem pfarrer und der schule leisten, ursprünglich als entgelt für die segnung der äcker im frühjahr.
 
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segenlos, adj.:

sehr miszfällt mir diesz geheime,
dieser ehe seegenloser bund.
Schiller braut von Mess. 954.


 
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segenreich, adj., s. segensreich.
 
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segensähre, f.:

das schwarz (der ehestandshaube) zu mildern hab' ich mit bedacht
umhergewirkt diesen goldnen streifen,
wie sternenschein in dunkler erdennacht,
wie segensähren die zu garben reifen.
Rückert ges. ged. 2, 242.


 
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segensast, m.:

kaum noch hält der morsche stamm (des geschlechts der Borotin)
noch ein schlag, so fällt auch dieser,
und im staube liegt die eiche,
die die reichen segensäste
weit gebreitet rings umher.
Grillparzer (1887) 3, 9.


 
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segensbach, m., daneben segenbach:

unterdessen geht und fleuszt
gottes reicher segenbach,
speiszt die leiber, tränkt den geist,
stärkt des hauses grund und dach.
P. Gerhardt 366, 86 Gödeke;

jedwede stund', und jegliche minute
war mir ein seegens-bach, der mich mit anmuth tränckte.
Brockes 2 (1739), 463.


 
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segensberg, m.:

dort kan man in fast nicht zu zählnden schocken
der gelben aufgethürmten hocken,
von gersten, weizen und von rocken,
die langen zierlichen alleen,
von güldnen segens-bergen sehen.
Brockes 7 (1746), 251.