Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segendlich bis segenreich (Bd. 16, Sp. 110)
Abschnitt zurück Abschnitt vor

[Bd. 16, Sp. 110]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segendlich, adj., dasselbe wie segenhaft. Stieler 1670.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenduftend, part.:

wie himmelskräfte auf und nieder steigen
und sich die goldnen eimer reichen!
mit segenduftenden schwingen
vom himmel durch die erde dringen,
harmonisch all' das all' durchdringen!
Göthe 12, 32.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenfeuer, n. segen bringendes feuer, schwäb. in der verbindung sante Hans segenfeuer, am Johannistage angezündetes bergfeuer, Johannisfeuer. Birlinger volksth. aus Schw. 2, 121, 146.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenfinger, m. von den fingern, womit der kirchliche segen gespendet wird: er suchte in den segenfingern des pabstes nicht so viele heilkraft, als in Klotildens ihren. J. Paul Hesp. 2, 211.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenfischer, m. der das recht hat mit segen, netzen zu fischen. Schm.2 2, 241. Schöpf 665, vergl. DWB sege, DWB segen, f. im gegensatz zum kleinfischer. Schm. a. a. o., zum rutenfischer, der mit der angel(rute) fischt: und wann ain ruettn - vischer auf ainem weg, da ain segenzug ist, vischt und ainen visch findet oder sich meld, so soll der segen-vischer ain zeit mit den zug verhaltn, ob aber ain ruettn-vischer ain visch oder zween auf ainem stant gfangen hete, so mag der segenvischer unverhindert wol ziechen. tirol. weisth. 4, 11, 11 (von 1505).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segengestirn, n., s. segensgestirn.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segengrund, m. fischwasser, worin mit segen, netzen gefischt wird. quelle des 14. oder 15. jahrh. bei Lexer mhd. handwörterb. 2, 849. vgl. DWB sege, DWB segen, f.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenhaft, adj. et segendlich, benedictus, fortunatus, felix, dives, abundans, beatus. Stieler 1670: segenhafte hand, manus fortunata. ebenda; jeder begehret segenhaft zuseyn, unusquisque quam beatissimus esse vult. ebenda; segenhafte ehe, conjugium foecundum. ebenda;

gesanck hat mich gevachten an
so gar in kluegen sinnen,
ist mir gelegen innen
das ich gesanges pfläg.
do war ich kunst(-) und segenhafft. quelle des 15. jh. Germania 5, 217, 1.

in der form segehaft: das wir hie werden segehaft. quelle bei Scherz-Oberlin 1469.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenkorn, n., nach Frisch 2, 255c in einigen dörfern im magdeburgischen eine abgabe an korn, die die bauern dem pfarrer und der schule leisten, ursprünglich als entgelt für die segnung der äcker im frühjahr.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenlos, adj.:

sehr miszfällt mir diesz geheime,
dieser ehe seegenloser bund.
Schiller braut von Mess. 954.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenreich, adj., s. segensreich.