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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sefelbaum bis sefi (Bd. 16, Sp. 80 bis 81)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sefelbaum, m. juniperus sabina. Schmeller2 2, 231. zu grunde liegt lat. sabina. vgl. DWB sabenbaum oben theil 8, 1592.
 
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sefelbett, subst., dasselbe wie das folgende. Luthers liber vagatorum im weim. jahrb. 4, 100. irrthümlich?

[Bd. 16, Sp. 81]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sefelbosz, n. rotwelsch 'scheiszhaus'. liber vagatorum im Weim. jahrb. 4, 100. Gengenbach 369 Gödeke, daneben sefelbayes, abtritt. Train Chochemer loschen (1833) 116a. vgl. oben sefel und bosz theil 2, 268.
 
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sefelgräber, m. rotwelsch schatzgräber. Train Chochemer loschen (1833) 116a, betrügerischer schatzgräber. Avé-Lallemant 4, 607: item es sint auch etlich der vorgenanten, die geben sich aus, sie könten schetz graben .. die heiszen sefelgreber. liber vagatorum im Weim. jahrb. 4, 93. sefelgraber bei Fischart groszm. 50 (Scheibles kloster 8, 1, 584) unter gaunernamen (ey wie schöne caldeisch namen) angeführt. bei Avé-Lallemant a. a. o. wird es an besefeln, versefeln angeschlossen (s. das folgende) und auch darauf hingewiesen, dasz der koth in der zaubermystik bei geisterbeschwörungen überall eine rolle spielt. vgl. DWB sefel. auch ein entsprechendes verbum sefelgraben begegnet. Avé-Lallemant a. a. o.
 
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sefeln, verb. rotwelsch 'scheiszen', sefelen Gengenbach 369 Gödeke, sefeln. liber vagatorum im Weim. jahrb. 4, 100, alvum exonerare, lingua Bohem. Zygen. Scherz-Oberlin 1468, kacken, misten. Train Chochemer loschen (1853) 116a, sefeln, sebeln, seweln, seifeln, seiwel und (hierher?) mesabel sein, unrat von sich geben, dazu besefeln, betrügen, hintergehen, versefeln, verseifeln, verseifen, in die patsche führen, in den dreck setzen, angeben, verraten (vgl. auch das allgemeiner übliche einseifen, in die patsche führen). Avé-Lallemant 4, 607.
 
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sefenbaum, m. juniperus sabina, sefenboum Gersdorff feldb. der wundarzn. (1530) 105a, sefenbaum Dentzler 2, 261a. Schöpf 665. vgl. DWB sefelbaum.
 
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sefer, m. rotwelsch, qui se morbo correptos simulant, lingua Bohem. Zygen. Scherz-Oberlin 1468, seffer, angestrichener, entstellter bettler. Train Chochemer loschen (1833) 116. bei Fischart groszm. 50 (Scheibles kloster 8, 1, 584) unter gaunernamen (ei wie schöne caldeisch namen) angeführt nach dem liber vagatorum: von den seffern. das xxv. capitel ist von seffern. das sint betler, die streichen ein salbe an, heist oben und unten, und legen sich dan für die kirchen, so werden sie geschaffen, als ob sie lang siech weren gewesen. Weim. jahrb. 4, 91. vgl. Gengenbach 365 Gödeke und oben sefel.
 
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seffe, wassermehlsuppe, melchseffe, milchmehlsuppe, hess. quelle bei Vilmar 380. dort mit hess. saufen, sufen, der entsprechung des gemeindeutschen suppe zusammengestellt.
 
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seffel, m., s. DWB sefel.
 
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seffer, m., s. DWB sefer.
 
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sefi, m., schweiz. juniperus sabina. Stalder 2, 368. Hunziker 237, auch sefibaum Seiler 267b. vgl. DWB sefelbaum. man darf einen sefibaum im garten nicht usdue, sonst stirbt jemand im haus. Seiler a. a. o. wilder sefi, tamarix germanica. Stalder a. a. o., eine pflanze, die einige ähnlichkeit mit dem sevenbaum hat (vgl. Oken 3, 1980). sefi, sevi, n. m., appenz. und sonst schweiz. auch das heidekraut, erica vulgaris. Tobler 420a, wofür dasselbe gilt. kalenderspruch: der sefi blüet wit usi, es ged en strenga wenter, oder es ged en spota früelig. ebenda. dazu sefiboda, heideland. ebenda.