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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seetamarinde bis seethal (Bd. 16, Sp. 73 bis 74)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seetamarinde, f. eine art koralline, sertularia tamarisca. Nemnich.
 
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seetamm, m. für seedamm (theil 9, 2826): seetämme aufzufüren. Sebiz feldb. 466 (am rande).
 
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seetang, m. , vgl. DWB seegras (2, 4), theil 9, 2835 und tang, theil 11, 108.
1) die gewöhnliche, an den nördlichen meerküsten verbreitete algenart, auch tang, meertang, meer-, see-, strandgras, wier, zostera marina. Nemnich, vgl. Karmarsch-Heeren3 1, 87: dasz moor und gras, haidekraut und waldwuchs aufgehen konnten, wo bisher nur algen und seetang gewachsen waren. Allmers marschenb. 1; man begegnet häufig groszen inseln von seetang, von abgestorbenem seegras, manchmal meilengrosz und von rötlicher farbe. Gerh. Rohlfs in der neuen deutschen rundsch. 9, 892.
2) das salzsamkraut, potamogeton marinum. Nemnich.
3) nach Jacobsson 7, 318b 'varec, ein allgemeiner name für das sodasalzkraut, salsola soda, des gemeinen stachlichten salzkrautes (salsola kali L.) und des sohlenglasschmalzes (salicornia Europaea L.).'
 
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seetanne, f.
1) der schaft- oder schachtelhalm, tannenwedel, die weisze seetanne, hippuris vulgaris. Nemnich.
2) eine art seestaude (hornkoralle), gorgonia elongata. ebenda. vgl. DWB seecypresse, theil 9, 2826.
 
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seetasche, f., s. DWB seenelke 3.
 
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seetaube, f.
1) die grönländische oder tauchertaube, ein wasservogel in den nördlichen meeren, colymbus grille. Nemnich.
2) der kleine alk, eine art papageientaucher, grönländische seetaube oder seerabe, auch seehenne, -elster, alca alle, columba grönlandica. Nemnich, vgl. Adelung. Behlen 5, 602. Höfer 3, 133 f. (hierher?).
3) auch als name einer art igelfische, s. Campe.
 
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seetaucher, m. der nordische papageientaucher, auch seepapagei, -elster, -ente, eisvogel u. s. w., alca arctica. Nemnich; nach Behler 5, 602 dagegen für den (gewöhnlichen) taucher, colymbus: der gefleckte seetaucher (colymbus septentrionalis)

[Bd. 16, Sp. 74]


mit seinem scharfen, pfriemenförmigen schnabel. Allmers marschenb. 121.
 
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seetaufe, f.: da so vieler anschein ist, dasz die seetaufe der linie die landtaufe überlebe. J. Paul 39 (freiheitsbüchl.), 121.
 
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seetausendbein, n. eine molluskenart mit borsten an den füszen und geraden, schmalen fühlfäden am vorderende, nereis. Nemnich.
 
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seeteufel, m.
1) ein fisch von unförmlicher gestalt, mit übergroszem kopf und zwei langen wurmförmigen fäden daran, auch meerfrosch, froschfisch, seeganz, -wolf, lophius piscatorius, rana piscatrix s. marina. Nemnich, vgl. Adelung. öcon. lex.2 1848. Bloch ökonom. naturgesch. der fische Deutschlands (1782) 3, 82; der bärtige seeteufel. Faber fische Isl. 55 ff.; seeteufel, rana piscatrix, eine art rochen, so scheuszlich aussieht. it. was sonsten see-kuh heiszt. Frisch 2, 253c. — nach Andresen volksetym. s. 185 umgedeutet aus seedöbel (dobula) —?
2) als vogelname.
a) das schwarze wasserhuhn, fulica aterrima, meer-, fluszteufel. Adelung.
b) der grosze lappentaucher, colymbus cristatus, s. auch DWB seedrache 5; seehahn 1. Naumann vögel Deutschl. 9, 686.
 
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seethal, n. thal, worin ein see liegt, seltner thal an einem see. Campe: in Arkadien wechselt die frische kühle der östlichen hochebene mit der herben rauhheit der nordwestlichen gebirgsthäler und der trüben schwüle der geschlossenen seethäler. Becker weltgesch.8 1, 330;

aber die jungfrau
ging, ... am arm des bescheidenen jünglings,
fröhlich den weg einher um die wassermühl' in das seethal.
Voss 1, 18 (Luise 1, 97);

unten entwallte der bach, und zerschnitt das grasige seethal. 2, 219 (id. 13, 98);

ach! bald eilen wir fern in Eutins fruchtwallendes seethal. 3, 122;

(er) erreichte das buschige seethal. 142, 40 Sauer.