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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seestille bis seestrick (Bd. 16, Sp. 72)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seestille, f. windstille auf der see. Campe, wofür gewöhnlicher meer- oder meeresstille (theil 6, 1848. 60); vgl. nl. seestilte, kalm, malacia, tranquillitas maris, pellacea. Kilian.
 
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seestink, m. eine eidechsenart, s. Campe unter stink.
 
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seestint, m.
1) in der see lebender stint, von weniger widrigem geruche als der fluszstint, salmo eperlanus marinus (s. major). Nemnich. Siebold süszwasserf. 271 ff.
2) eine art meergrundeln oder trichterfische, auch blaugrundel, gobius jozo. Nemnich.
3) nach dem öconom. lex.2 2700 kleine vierfüszige thiere wie eidechsen, die sich in der erde und im wasser aufhalten.
 
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seestrand, m. riva, costa, lido del mare. Kramer dict. 2, 730b; littus maris, meer, sive seestrand .. lustiger seestrand, actae, littora viridia, orae amoenae. Stieler 2188; dieweil aber die leut, so an dem seestrand wohneten, mich berichteten, das meer were tunckel. Rollenhagen ind. reisen (1603) 22; also kan man nun die see, welche auch wie in einer mulde von erde eingefasset ist, vergleichen, worinne das wasser von einem see-strande oder hafen ... zum andern hin und her ge[t]rieben wird. Döbel 4, 90b. mnd. dafür seestrange, f., seestrank, n. seeseite, küste (doch auch meerenge). Schiller-Lübben 4, 195a; vgl. nl. see-strande, see-stranghe, litus, crepido Kilian.
 
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seestrandlein, m., s. DWB seeflachs (th 9, 2831). Campe.
 
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seestrasze, f.: sie ritten also zusammen auf den schönsten wegen der umgebung, auf den seestraszen und durch die hochgelegenen gehölze. Keller 6, 219.
 
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seestrecke, f. strecke der see, ein gröszerer theil derselben nach seiner längenausdehnung. Jacobsson 4, 118b: eine noch unbefahrne seestrecke. Adelung.
 
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seestreicher, m. (nach landstreicher gebildet): nun muste der bewohner des schiffs und der küste, der expatriirte seestreicher und völkerläufer dem bewohner des zelts und der ackerhütte ein ganz anderes geschöpf dünken. Herder 5, 493 Suphan.
 
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seestreit, m.: nur ich allein, so bey solchen gefährlichen see-streite noch niemals gewesen war, erstarrete gantz. Plesse 1, 91.
 
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seestrich, m., dasselbe wie seestrecke, s. Bobrik 674b.
 
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seestrick, m.: der (schraubenförmige seestrick, eine art stachelkoralle, antipathes spiralis. Nemnich; eine art hornkoralle, gorgonia juncea. Oken 5, 109.