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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seeskorpion bis seestachelbörs (Bd. 16, Sp. 70 bis 71)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seeskorpion, m. ein dem kaulkopf nahe verwandter fisch, auch donnerkröte, knurrhahn, seemurrer, cottus scorpius. Nemnich; cottus, seeskorpion, im einzelnen cottus cataphractus, der achteckige seeskorpion, cottus scorpius, der gemeine seeskorpion. Faber fische Islands 117. 120, vgl. noch Bloch öconom. naturgesch. der fische Deutschlands (1782) 2, 18. — nach Campe auch für scorpaena, vgl. DWB meerskorpion, theil 6, 1859.
 
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seesoldat, m. soldat, der zur see dient, marinesoldat. Adelung, vgl. Eggers 2, 878. Bobrik 625b.
 
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seesonne, f.
1) eine art seesterne, deren strahlen sich in unzählig viele zweige theilen, auch Medusenstern, -haupt, seezottenkopf, asterias caput Medusae. Nemnich, vgl. Campe.
2) auch als name des ostindischen sonnenfisches, s. Adelung.
 
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seesonnenblume, f. eine art seenessel, actinia felina. Campe.

[Bd. 16, Sp. 71]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seespiegel, m.
1) spiegel, glatte oberfläche eines sees, wenn er ruhig liegt. Campe: dasz die vögel überrascht aufflogen und erschreckt über den seespiegel streiften. Keller 2, 80; das gemach, in welchem der tisch gedeckt war, leuchtete vom glanze des blauen himmels und des noch blaueren seespiegels, der durch die hohen fenster hereinströmte. 6, 235; sie (die fallthür) deckt eine öffnung, die sich einfach über dem seespiegel befindet und ursprünglich zum fischfang bestimmt war. Vischer auch einer 1, 129.
2) ein horizontal gestellter, blank polierter spiegel, dessen man sich früher bediente, um bei wolkigem wetter die sonne zu beobachten. Bobrik 625b.
3) früher auch ein buch mit seekarten, küstenbildern und zur schifffahrt dienlichen bemerkungen, routier. Eggers 2, 676.
 
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seespinne, f. , vgl. meerspinne theil 6, 1859 f.
1) die grosze seespinne, eine art afterspinnen, phalangium grosspies. Nemnich.
2) bezeichnung der krebse mil kurzem schwanze, taschenkrebse (cancri) brachuri, und speziell einer häufigen art derselben, cancer pagurus. Nemnich: seekräbs oder seespinn, .. cancer marinus vel pagurus, sch kraben. Gesner de pisc. 208; dasz .. sogar das hiesige meer .. keine austern darbringt, die nicht mit kleinen seespinnen wie mit schröpfköpfen besetzt .. wären. Thümmel reise 9, 198;

der ebbe nach in hasten krochen
seespinnen, hummer, zitterrochen,
so fluth, als sie zur küste trat,
geschmeichelt hatte ans gestad.
Immermann 13, 98 Hempel.

dagegen nl. see-spinne, meer-spinne, sepia piscis. Kilian.dazu seespinnenstein, m. versteinerte seespinne, taschenkrebs, pagurite. Jacobsson 4, 118b.
 
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seespint, m. eine art des seekorks im indischen meere, alcyonium alburnum. Nemnich.
 
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seesprache, f. eigenthümliche sprechweise der seefahrer, besonders zur bezeichnung der das seewesen betreffenden dinge, schiffersprache. Campe.
 
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seestaar, m. die rosenfarbige drossel. Behlen 5, 602.
 
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seestaat, m.
1) zustand des seewesens, speziell der marine einer nation; see-etat: den seestaat verbessern. einen furchtbaren seestaat haben. Adelung. Campe. in diesem sinne jetzt veraltet.
2) staat, der an der see liegt und eine seemacht hat, vergl. seemacht 2. Adelung. so jetzt ausschlieszlich: viel zu einsichtsvoll, um zur maritimen vertheidigung von Italien oder zum entscheidenden schlag gegen die Punier etwa die hilfe befreundeter oder verbündeter seestaaten, wie Massilia oder Syrakus, anzurufen. Becker weltgesch.8 3, 70; tyrrhenische seeräuberey machte das ägeische meer unsicher, bis die Rhodier ihr ein ende machten; von welcher zeit die macht dieses neuen seestaates begann. Niebuhr 3, 495.
 
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seestachelbörs, m. gasterosteus spinachia Campe, vgl. seestichling.