Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seepastete bis seeplatz (Bd. 16, Sp. 62 bis 63)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seepastete, f. eine art seesterne, die mit einer durchgeschnittenen pomeranze ähnlichkeit hat, asterias aranciaca. Nemnich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepeitsche, f. eine art seestaude oder hornkoralle, die aus langen biegsamen ästen besteht und mit einer peitsche ähnlichkeit hat, gorgonia flagellosa. Campe.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepfau, m.
1) eine afrikanische reiherart, pfauenreiher, ardea pavonina. Nemnich.
2) als fischname, vgl. DWB meerpfau (theil 6, 1855): meerdroschel, seepfaw, turdus, piscis multiplex et varius. Henisch 755, 53; turdus piscis, ein meerdrossel oder seepfaw. Corvinus fons lat. 698b; s. auch Stieler nachsch. 26b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepfeife, f. eine art röhrenschnecke, vgl. DWB seeschlange 3. Campe.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepferd, n.
1) das flusz- oder Nilpferd, hippopotamus. Nemnich; meerpferd, seu see- et waszer-pferd, hippopotamus. Stieler 1441. Frisch 2, 253c; nl. see-peerd, hippopotamus, equus fluviatilis. Kilian.
2) das wallrosz, trichechus manati. Nemnich. vgl. DWB seekuh 1.
3) der grosze sturmvogel, fulmer, eismöwe, procellaria glacialis. Nemnich.
4) was ist in folgender stelle gemeint:

achtlos giebt der ocean dem lande
seine wunder preis: mit schlankem hals
bald des seepferds zierliche gebilde,
bald der schnecke schöngewundne schilde.
Rich. Huch ged. 126—?


5) in freier dichterischer übertragung, etwas, worauf man auf der see reitet: nur ein einzelner mann schwebte auf den fluthen wie ein kork daher und ritt auf einer tonne wie auf einem schulgerechten pferde .. er zog den span von der gelehrigen tonne, die ihm zum seepferde gedient hatte, unvermerkt

[Bd. 16, Sp. 63]


hervor. Musäus volksm. 4, 129 Hempel. vom schiffe: theuer war dem Norddeutschen sein schiff wie sein rosz, .. es war sein seepferd, sein wasservogel. Freytag bilder 1, 85.
6) seepferdchen, n., auch meerpferd, -rosz, seeraupe, eine art des nadelfisches, syngnathus hippocampus, equus marinus. Nemnich; cavallo di mare, it. hippocampe. Kramer dict. 2, 730a.
7) füsze des seepferdes, seepferdsfüsze heiszen in der anatomie gewisse erhabenheiten (vorsprünge) in der hintern absteigung der groszen hirnhöhlen, pes hippocampi major et minor. Nemnich, vgl. Meckel 3, 530. 532.
8) seepferdhaut, f.: das fell (der zebras) kommt bey den kürschnern in Europa unter dem ungereimten namen von seepferdhäuten vor. Oken 7, 1223.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepflanze, f. bezeichnung der pflanzen, die an oder in der see wachsen, plantae marinae. Nemnich: seepflanzen, tange und gräser, welche in untiefen oder hart am ufer wachsen .. bilden die ausschlieszliche nahrung der sirenen. Brehm illustr. thierleben 2, 814.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepflaume, f. 1) eine art watte (aftermose), auch seekugel (3), ulva pruniformis. Nemnich, vgl. Adelung. 2) der kugelförmige wasserfaden, s. DWB seekugel 2, conserva aegagropila. Nemnich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepilz, m. eine art sternkoralle, schwammkoralle, madrepora fungites. Nemnich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepinkel, m.: diese karpfenform (cyprinus hungaricus) .. kömmt unter dem namen seekarpf, seepinkl sehr häufig auf den Wiener fischmarkt. Siebold süszwasserf. 86. — dafür seepunkel:

seekarpffen, seepunkel, garausz.
Schmelzl lobspruch lxxxxii.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seepinsel, m., s. meerpinsel (theil 6, 1855). Adelung.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seeplatz, m.: zugleich liesz die stadt Pisa .. eine kleine flotte dieser landarmee folgen, die feindlichen seeplätze anzugreifen. Schiller 9, 260; von Köln und seinen nachbarn begann die Hansa, aber die wendischen seeplätze erhielten das übergewicht. Freytag 18, 240.