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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seemütze bis seenesselstein (Bd. 16, Sp. 60 bis 61)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seemütze, f. 1) eine seltne ostindische art der meer- oder seeeichel (muschel), die einer mütze oder mit edelsteinen besetzten krone ähnlich sieht und früher für die krone einer ostindischen schlangenart gehalten wurde, daher auch schlangenkrone, lepas mitella. Nemnich. 2) name einer quallenart, medusa pilearis, s. Campe. 3) nordthür. sêmötzen, sömmsen, -el, auf den

[Bd. 16, Sp. 61]


wiesen wachsende binse. Kleemann 21a, ist wohl volksetymologische entstellung aus semse, s. daselbst.
 
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seen, verb., häufige schreibung für säen im ältern nhd., s. theil 8, 1630 ff., z. b.: die rechtschaffnen lerer .. waren sehr wenig, unnd dünne geseet. Mathesius Sar. 66b. für 'streuen': see mel darein. kuchenm. a 3; wilt du honig oder czucker darauff seen, das ist auch gut. 5; ein clein vrisch yngber darauff geseet. 6.
 
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seenabel, m. 1) eine art deckelschnecken mit nabelförmiger erhöhung, umbilicus marinus, auch meernabel, s. Campe. 2) versteinerte schneckendeckel, auch Venusnabel, operculites. Nemnich.
 
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seenadel, f. 1) für seekompasz, s. daselbst. Kramer dict. 2, 729c. 2) die grosze seenadel, stricknadel, meernadel (theil 6, 1855), eine art umwundener schnecken in gestalt einer langen dünnen röhre. Adelung. Jacobsson 4, 117a, buccinum maculatum. Nemnich. 3) ein eszbarer seefisch, auch meer-, spitz-, sacknadel, nadel-, hornfisch, syngnathus acus. Nemnich, vgl. Adelung. Frischbier 2, 335b.
 
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seenation, f.: wir kommen jetzt zu den deutschen seenationen. Herder 4, 749, 20 Kühnemann (ideen 18, 4: 'reiche der Sachsen, Normänner und Dänen').
 
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seenatter, f., eine der seenadel (3) verwandte art seefische, auch meerschlange, holl. zeeadder, syngnathus ophidion. Nemnich. Adelung (dafür auch seeotter, s. daselbst 2).
 
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seenebel, m. neben auf der see, der von der see aufsteigt. Campe: im helldunklen seenebel. Vischer auch einer 1, 293; im frühlinge ... wälzt sich plötzlich aus westen ein schwerer, grauer seenebel daher, welcher alles mit seinem kalten hauch durchschauert. Allmers marschenb. 54; über ihrem, unter wogengebrause und seenebel entsprossenen einförmigen grün singt kein vögelein sein munteres frühlingslied. 112.
 
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seenelke, f. 1) das seegras (3), sandnelke, strandkraut u. s. w., statice armeria. Nemnich. Heufler 27. Frischbier 2, 334b. 2) eine art des hornkrauts, cerastium repens. Nemnich. 3) eine art meernesseln, auch austernessel, seestrumpf, seetasche, actinia senilis. Campe.
 
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seenelkenstein, n. netzkoralle. Nemnich.
 
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seenessel, f. 1) eine molluskenart, auch meernessel (theil 6, 1855), seeanemone, actinia. Nemnich, vgl. Oken 5, 163. auch für qualle, medusa. Nemnich: auf unsrer fahrt im boot ereignete sich gelegenheit eine art von blubbers oder seenesseln zu untersuchen, die Linnäus medusa pelagica genant hat. Forster reise 1, 38. 2) name des seegrases, zostera, vgl. DWB seetang. Adelung. vgl. nl. see-nestelen, alga marina. Kilian. 3) seenessel, f. ortie de mer, ortica marina. Hulsius 295a (wozu?).
 
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seenesselstein, m. mutterstein, eine versteinerte zweischalige muschel. Jacobsson 4, 117a, vgl. 3, 113b.