Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seemurrer bis seenelkenstein (Bd. 16, Sp. 60 bis 61)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seemurrer, m. in Pommern name eines sehr gefräszigen, dem kaulkopf verwandten fisches, der einen knurrenden ton von sich giebt, daher auch DWB knurrhahn, sonst auch seeskorpion, donnerkröte u. a., cottus scorpius. Nemnich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seemuschel, f. conca, conchiglia di mare. Kramer dict. 2, 730a; concha marina. Stieler 1259. Frisch 2, 253c, vgl. DWB meermuschel (theil 6, 1854) und nl. see-mosschel, buccina, concha marina. Kilian. dazu seemuschelwerk, n., s. Campe.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seemütze, f. 1) eine seltne ostindische art der meer- oder seeeichel (muschel), die einer mütze oder mit edelsteinen besetzten krone ähnlich sieht und früher für die krone einer ostindischen schlangenart gehalten wurde, daher auch schlangenkrone, lepas mitella. Nemnich. 2) name einer quallenart, medusa pilearis, s. Campe. 3) nordthür. sêmötzen, sömmsen, -el, auf den

[Bd. 16, Sp. 61]


wiesen wachsende binse. Kleemann 21a, ist wohl volksetymologische entstellung aus semse, s. daselbst.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seen, verb., häufige schreibung für säen im ältern nhd., s. theil 8, 1630 ff., z. b.: die rechtschaffnen lerer .. waren sehr wenig, unnd dünne geseet. Mathesius Sar. 66b. für 'streuen': see mel darein. kuchenm. a 3; wilt du honig oder czucker darauff seen, das ist auch gut. 5; ein clein vrisch yngber darauff geseet. 6.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenabel, m. 1) eine art deckelschnecken mit nabelförmiger erhöhung, umbilicus marinus, auch meernabel, s. Campe. 2) versteinerte schneckendeckel, auch Venusnabel, operculites. Nemnich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenadel, f. 1) für seekompasz, s. daselbst. Kramer dict. 2, 729c. 2) die grosze seenadel, stricknadel, meernadel (theil 6, 1855), eine art umwundener schnecken in gestalt einer langen dünnen röhre. Adelung. Jacobsson 4, 117a, buccinum maculatum. Nemnich. 3) ein eszbarer seefisch, auch meer-, spitz-, sacknadel, nadel-, hornfisch, syngnathus acus. Nemnich, vgl. Adelung. Frischbier 2, 335b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenation, f.: wir kommen jetzt zu den deutschen seenationen. Herder 4, 749, 20 Kühnemann (ideen 18, 4: 'reiche der Sachsen, Normänner und Dänen').
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenatter, f., eine der seenadel (3) verwandte art seefische, auch meerschlange, holl. zeeadder, syngnathus ophidion. Nemnich. Adelung (dafür auch seeotter, s. daselbst 2).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenebel, m. neben auf der see, der von der see aufsteigt. Campe: im helldunklen seenebel. Vischer auch einer 1, 293; im frühlinge ... wälzt sich plötzlich aus westen ein schwerer, grauer seenebel daher, welcher alles mit seinem kalten hauch durchschauert. Allmers marschenb. 54; über ihrem, unter wogengebrause und seenebel entsprossenen einförmigen grün singt kein vögelein sein munteres frühlingslied. 112.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenelke, f. 1) das seegras (3), sandnelke, strandkraut u. s. w., statice armeria. Nemnich. Heufler 27. Frischbier 2, 334b. 2) eine art des hornkrauts, cerastium repens. Nemnich. 3) eine art meernesseln, auch austernessel, seestrumpf, seetasche, actinia senilis. Campe.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
seenelkenstein, n. netzkoralle. Nemnich.