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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seemannskunst bis seemaus (Bd. 16, Sp. 59)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seemannskunst, f. die wissenschaft eines seemanns, kunst der schifffahrt (in allgemeinerem sinne als steuermannskunst). Campe (vgl. nd. seemannskupp im gleichen sinne, dann auch überlegung, vorsicht, schlauheit. Stürenburg 354b).
 
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seemannsrock, m. rock, wie ihn ein seemann trägt. Campe.
 
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seemannssprache, f. die eigenthümliche ausdrucksweise des seemannes, vergl. darüber unter anderm nd. jahrb. 5, 1 ff. 180 ff. nd. korrespondenzbl. 4, 57 ff.
 
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seemannstag, m.:

ich hatte komödianten kommen lassen,
um mir die zeit ein wenig zu verkürzen
und meinen treuen biedern wassersassen
einmal den rauhen seemannstag zu würzen.
Liliencron adjutantenritte2 112.


 
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seemannstreu, f. eine art der mannstreu, die an sandigen meeresufern wächst, auch meermannstreu (s. theil 6, 1854), blaue meerwurzel, eryngium maritimum. Nemnich. Adelung. Frischbier 2, 49a.
 
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seemannsverstand, m.: man muszte .. zugeben, dasz Napiers derber seemannsverstand genau die lösung gefunden hatte. Treitschke d. gesch. 5, 114.
 
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seemannswitz, m.:

also rief Poseidon
und tauchte zurück ins meer,
und über den groben seemannswitz
lachten unter dem wasser
Amphitrite, das plumpe fischweib,
und die dummen töchter des Nereus.
Heine 1, 169 Elster (Nordsee 1, 5).


 
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seemaräne(ke), f. ein kleiner zu den sardellen gehöriger fisch, encrasicholus. Campe, schnepel, Ostseeschnepel, coregonus lavaretus. Frischbier 2, 301b.
 
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seemarsch, f.: namentlich die seemarschen, wie das land Wursten, das Butjadinger- und Jeverland, ... hauchten schon wahrhaft seuchenbringende dünste aus. Allmers marschenbuch 55; dasz das Stadland noch überall als fluszmarsch, Butjadingen dagegen in klima und strandflora als völlige seemarsch anzusehen ist, da dessen ufer rings die salzfluth bespült. 414.
 
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seemauer, f. bei einem ausgemauerten fischteich: löcher inn die seemauren. Sebiz feldb. 464 (am rande; dazu im text: man solte auch etliche hole löcher oder sondere winckel inn die mauer machen, darein sich die fische verkriechen .. können).
 
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seemaus, f.
1) eine art seeraupe (vgl. daselbst), auch meermaus (theil 6, 1854), goldwurm, -maus, glanzwurm, aphrodite aculeata. Nemnich. vgl. Adelung. Oken 5, 573; nd. seemuus. Stürenburg 243a. ten Doornkaat Koolman 3, 173b.
2) see-maus, ein rochen-ey, als eine viereckige haut, an statt der eyer-schale, woraus als aus einem ey ein junger

[Bd. 16, Sp. 60]


roche gekrochen, ovum rajae. Frisch 2, 253c; vgl. Adelung. Nemnich. öconom. lex.2 2699.