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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöffenthum bis schoke (Bd. 15, Sp. 1447)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöffenthum, n. amt und würde eines schöffen, mhd. scheffeltuom und scheffentuom Lexer handwb. 2, 681 f.: die durch unse ehegen. scheffen in vurziden zu deme scheffendumb gekommen seint. quelle von 1448 bei Haltaus 1644; dy scal nyemand afsetten, die wyle sie leben, de scolen blyven by dem scependom. ebenda (vom jahre 1445);

want vischer sich do annamen
heirscheffe und zo scheffendoime quamen.
Gottfr. Hagen boich van Colne 1307.


 
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schöffenurtheil, n., vgl. zeitschrift für d. alterthum 18, 309 ff.: schöffenurtheil kann niemand vernichten. Wander 4, 313;

it solde in ovel zemen,
solden si eiman nemen
ain (ohne) scheffenurdel den lif. d. städtechron. 12, 244 (weverslaicht 55).


 
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schöffenverfassung, f.: die schöffenverfassung hatte sich in Rom bereits völlig eingebürgert. Giesebrecht gesch. d. d. kaiserzeit 15, 725.
 
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schöffenweisthum, n.: scheffenweisthumb dingstoils Weiere. Grimm weisth. 2, 675.
 
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schoffern, verb.: sie ist schöne, sie ist reich, sie ist jung, und schoffert allein in ihrem kopff. A. Gryphius 1, 779 (horribilicr. s. 28 neudruck).
 
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schoffieren, verb.: geschoffiert, violatus Henisch 1544, 21; vgl. mnd. schofieren höhnen, spotten, aus altfranz. desconfire, dazu schofierlic, schofiricheit, schofieringe Schiller - Lübben 6, 255a, scofferture, confutatio Dief.-Wülcker 844.
 
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schoffmännisch, adj.: wie Janotus von Bragmado zu Gorgellantua abgefertigt, von jhm die grosze glocken zuerlangen, sehr schoffmännisch kont prangen. Gargantua 150b (21. cap. überschrift).
 
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schofmilte, f., s. schafmilte und schafmaul 2, d (theil 8, 2043): agnus castus, schoffmilt, keüsch lamb. Gersdorf feldbuch d. wundarzn. 101a.
 
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schofstein, m., nd. schoofsteen, für hd. schaub- oder schubstein, eine art schmaler dachziegel, die in einander geschoben werden Campe. brem. wb. 4, 669.
 
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schofung, f., oder krautung, reinigung eines kleinen flusses von dem jährlich darin aufwachsenden und ihn verstopfenden kraute Jacobsson 6, 335b. Krünitz 147, 604.
 
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schoke, schöke,f. hure, nd. wort Campe: alts. skôk adultera Grimm gramm. 2, 11, 92 (woher?), mnd. schoke, schuke, schoike, dazu schokenkint, -sone Schiller - Lübben 4, 140b f. (zu den belegen ist nachzutragen Claws Bur 98, 157, 260): diobolaris .. houre, pute, peke, schouke Dief. nov. gl. 135b, meretrix .. stoke (l. scoke) gl. 357c, nl. scheucke fris. scortum, meretrix Kilian, jetzt holl. scheuk. im heutigen niederd.: osnabrückisch schoiken Strodtmann 203, bremisch und friesländisch schoke, schöke, scheuke, sonst auch schute brem. wb. 4, 669. das wort findet sich auch in den nordischen sprachen: altn. skœkja Fritzner 3, 416, schwed. sköka, dän. skjöge. im hochd. nur einmal als schuche belegt, s. daselbst. vgl. zum ganzen und zu der zweifelhaften herkunft Germania 23, 4 f.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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