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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöcklein bis schoder (Bd. 15, Sp. 1438)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöcklein, n. 1) demin. zu schöck: die jungen (steinböcke) werden genant kützlin, oder schöcklin. Sebiz 570, ebenso Meurer jag- u. forstrecht (1583) 66b; vgl. ferner kitzlein 2, th. 5, 884. 2) zu schock, n. 7, schweiz. tschöggli, tschöcklein, pflanzenname, eberwurz, carlina acaulis Pritzel-Jessen. Stalder 1, 320.
 
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schockleinwand, f. gewöhnliche leinwand in stücken von 60 ellen Jacobsson 7, 232a. Krünitz 147, 603: das beste garn macht man zcu zîchenstucken und schogleybatin. Chemnitzer urk. von 1444, s. Germ. 27, 179; sunder sie (die weber) machen schoglinwat unde zcîchenstugke, dorczû sie das beste garn nemen. s. ebenda.
 
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schockler, m. 1) einer der (sich) schockelt, schaukelt Campe, vgl. DWB schockel, DWB schockeln. 2) schaukel Campe, strick, woran man sich schaukelt brem. wb. 4, 669 f. 3) der liebauget, ein schöckler, paetus Henisch 145, 13; wol nebenform zu schickler, s. das. theil 8, 2657 und schicklerin (ebenda), welches bei Henisch unmittelbar darauf folgt.
 
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schockreep, schockregen, m., nd. wort, schaukel Campe, mnd. schockrede, oscillum, s. Schiller-Lübben 4, 108a, dazu das verb. schokreden, oscillare ebenda; nnd. schockregen Richey 233, schokregen Schütze 4, 56, schokkreep brem. wb. 4, 670. Dähnert 411. selten in die hochd. schriftsprache eingedrungen: schoreln (schockref), oscillo (oscillatione) unter spielen aufgezählt Comenius sprachenth. 941, vgl. schockseil.
 
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schockschwerenot, f. als fluch, verstärktes schwerenot, vgl. DWB schock 6. Wander 4, 312. Hertel sprachsch. 220; in Leipzig auch alle schockschwerenot, allerlei unangenehmes, übles, dummes Albrecht 206a;

ei du verdammter bettelvogt, krieg du die schockschwerenot!
Schade handwerksl. 223;

dazu schockschwerenöter, schockschwerenotskerl, m., siehe schwerenöter.
 
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schockseil, n. seil, an dem man sich schaukelt, schaukel Campe, nd. schockreep, s. dieses: schock- ò schockelseil, n. corda da ciancolarsi ò de ciancola Kramer dict. 2, 636a.
 
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schockung, f. schockelung, ciancolamento etc. Kramer dict. 2, 636b.
 
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schockweise, adj., meist als adv., nach schocken, a sestantine etc., schockweis kauffen, zehlen. Kramer diction. 2, 636b; denke man sich nun dergleichen figuren schockweise verfertigt und ganz ohne sinn und verstand entsprungen. Göthe 28, 115;

ich aber hab' sie (die menschen) schockweis hingeschleudert.
Grillparzer4 5, 145 (k. Ottokar 5).


 
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schode, m. 1) jüdisch-deutsches wort, nebenform zu schaute, s. daselbst th. 8, 2375; geringer, niedrig denkender mensch Schm. 2, 375, spaszvogel, narr 485; in Eisleben als schülerausdruck, lump Jecht 99a. 2) wels, stör, scheid: dick, ein schoden oder weller, silurus, piscis Henisch 687, 40. 3) nd. schode, f. für schote, s. daselbst, selten auch im hd. Hupel 211.
 
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schodecke, f.? toxites, niederrhein. schodek (15. jh.) tithymalus (wolfsmilch) Pritzel-Jessen.
 
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schoder, m.
1) bair. österr. wort, auch schotter, schutt, anhäufung von sand, kies, steinen oder mauerstücken Campe. Schm. 2, 487. Höfer 3, 111. Castelli 249. Schöpf 642. Klein 2, 138. dazu schoderig, adj., vom boden, der mehr sand und steine als gutes erdreich enthält Höfer a. a. o. Castelli a. a. o.
2) in der gaunersprache bildlich für kleingeld, scheidemünze Avé-Lallemant 4, 603. Castelli 281.
3) kärntn. tschouder, tschûder, zerzaustes, buschiges haar, dazu tschoudret, adj.; tschàderlang, m. ein mensch mit zerzausten haaren; tschoudern, bei den haaren reiszen, schütteln, schaudern Lexer 224 f.
4) mhd. schoder, schûder, f. roszdecke Lexer handwb. 2, 809.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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