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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnurschlechts bis schnurstrack (Bd. 15, Sp. 1423)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnurschlechts, adv. genitivischer bildung zum vorigen, vgl. DWB schlechts oben sp. 544. im sinne von 1: (die röhren gehen) snurslechtz zwischen dem eck an der Snödin weierhaus und dem prücklein doselbst durch die Begnitz. Tucher baumeisterbuch 166, 12. nach 2: damit sie nach dem ienigen schnurschlechts, gantz gerad und eben ... zugerust sey. Dornav (1619) 1, 595.
 
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schnürschnur, f., dasselbe wie schnürband, schnürriemen. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 635b.
 
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schnürschuh, m. schuh der geschnürt, über dem fusze zusammengeschnürt wird Campe.
 
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schnurseide, f. eine sorte gezwirnter nähseide Jacobsson 7, 266b.
 
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schnürsenkel, m., dasselbe wie schnürnestel Frisch 2, 217c. öcon. lex. (1744) 2636. Adelung. Jacobsson 4, 34a. Hertel thür. sprachsch. 219, snursenckel, ligula cancellaris Dief. 329b: das schnüren endlich machte mich ganz verwirrt, wie sollte ich alle die kleinen schnürlöcher finden, durch welche sich der schnürsenkel zurück gezogen. Arnim 2, 159.
 
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schnurstab, m. ein spielzeug, zauberzeug, aus einem hohlen stabe bestehend, durch den bewegliche schnüre gehen, die beim durchziehen anscheinend eine andere farbe bekommen Jacobsson 7, 266b.
 
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schnurstecken, m. dasselbe wie schnurschaft Jacobsson 7, 267a.
 
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schnurstein, m. bergmännisch der grenzstein der fund- und erzgruben, weil diese mit der schnur abgemessen werden. quelle von 1617 bei Veith bergwb. 426. Frisch 2, 217c. Adelung. Jacobsson 4, 34a. vgl. DWB schnur 6.
 
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schnürstiefel, m. kurzer stiefel, der geschnürt wird: lange gestrickte beinkleider und ein paar schnürstiefeln schienen die wahre tracht eines fuszgängers. Göthe 19, 15.
 
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schnurstock, m. bei den tapetenwebern der stab, der in die schnürung, oder in das untergelese der kette zu den hautelissetapeten gesteckt wird Jacobsson 4, 34a.
 
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schnurstrack, adj., dasselbe wie schnurgerade, meist in adverbialer fügung: ad perpendiculum, gar fadenrecht, schnurstrack,

[Bd. 15, Sp. 1424]


bleyrecht. Corvinus fons latin. (1660) 1, 477a; daselbsten zween hohe lautere steinfelsen gerade und schnur strack über sich gegeneinander stehen. anm. weish. lustgarten 437. im bilde:

kein irrweg soll mich auch verführen von dem pfat,
der schnur-strack richtig ist dem himel zugebahnet.
Rompler v. Löwenhalt 96.

übertragen: schnur strack gehet es also z. Kirchhof wendunmuth 1, 107 Österley.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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