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schnürnadel bis schnurrant (Bd. 15, Sp. 1413)
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[Bd. 15, Sp. 1413]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnürnadel, f. starke stumpfe nadel mit einem öhr, womit man schnüre in zeug einzieht Adelung. Jacobsson 4, 34a.
 
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schnürnestel, f. dasselbe wie schnürband, schnürriemen, schnürsenkel Frisch 2, 217c. Adelung. Jacobsson 4, 34a.
 
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schnurpen, schnurpfen, verb., s. DWB schnurfen.
 
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schnurperle, f. durchbohrte perle, wie sie auf eine schnur gezogen werden Campe. schnür-perlen, perle forate da infilare Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 635b.
 
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schnurpfeife, f., s. schnurrpfeife.
 
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schnürpinne, f. in Ost- und Westpreuszen, wie schnürnadel Frischbier 2, 309, aus dem niederd. snör-pinne Dähnert 439b. in Ostfriesland dafür snör-penne, -pentje ten Doornkaat Koolman 3, 248a. auch der messingbeschlag an den enden der schnürsenkel Frischbier 2, 309a. im vergleich: schlank wie 'ne schnürpinne ebenda.
 
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schnurpsen, verb., s. DWB schnurfen.
 
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schnurquecke, f. die quecke, weil sie einer schnur ähnelt. Campe. vgl.schnurrquecke.
 
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schnurr, interj., einen dumpf schwirrenden ton, wie den eines getriebenen rades oder einer spinnenden katze nachahmend: schnurr schnurr ging fort das schiff. Meinhold reime dich 91; das männchen setzte sich an das rädchen und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war die spule voll. Grimm märchen (1843) 1, 329; auch zur bezeichnung des tones, den das zerreiszen eines gewebten zeuges verursacht Frischbier 2, 309a. die verbindung schnipp, schnapp, schnurr s. unter schnapp sp. 1169.
 
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schnurralien, f. pl. schnurriges zeug: (weil) der gnädige herr vater .. doch so viel verstanden haben von apothekerwissenschaften und unnatürlichen schnurralien. Immermann Münchh. 3, 169. über die scherzhafte bildung mit lateinelnder endung vergleiche hankalia theil 4, 2, 455, lappalie theil 6, 191, schenkalien theil 8, 2541, schmieral, schmieralia oben sp. 1078 fg.
 
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schnurrant, m. mit latinisierender endung wie ein participium zu einem schnurrare (d. i. schnurren in der bedeutung 'umherziehen') gebildet, mit der nebenform schnorrant (über das o s. unter schnurren; ahd. entspricht das mit deutschem suffix gebildete snurrinc Graff 6, 850, mhd. snürrinc), possenreiszer, narr; es bezeichnet den umherziehenden musikanten, und weiterhin auch umherziehenden bettler Kehrein 363: ihre liedels, wie sie's nennen, die gemeiniglich von schnurranten allenthalben herumgeleiert werden. Schubarts leben u. gesinnungen 1, 263; virtuosen und schnurranten. 278; wir hatten brave schnurranten erwischt, da giengs wie wetter (das tanzen). Göthe briefe 1, 262 Weim. ausg.; mit seiner kitharis, wie ein bänkelsänger oder schnurrant. Voss antisymb. 1, 49; herein, ihr schnurranten, ihr pfeifer. Mörike 1, 351; der schnurrenberg, was ehemals berg des snurro, des schnurranten, possenreiszers bedeutete. Keller 6, 345.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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