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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnörkelschrift bis schnorrbock (Bd. 15, Sp. 1379 bis 1380)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnörkelschrift, f.: zuverlässig hatte der schreiber des briefes nicht geahnt, welche aufregung seine verblichene schnörkelschrift unter späten enkeln hervorbringen würde. Freytag handschr. 2, 302.
 
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schnörkelwerk, n.: Schoppe horchte mit einem fatalen kräusel- und schnörkelwerke auf dem gesichte zu. J. Paul Titan 1, 20; was sonst im stück vorgeht und schlechterdings nicht passen will, ist lediglich symbolisch, änigmatisch und pure ironie, auch allenfalls nur schnörkelwerk, nur blauer dunst. Mörike maler Nolten (1890) 1, 203.
 
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schnörkelzug, m. Campe; schnörkelzug am ende einer unterschrift u. ähnl.
 
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schnorken, verb. schnarchen, s. oben schnarchen sp. 1178.
 
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schnorken, verb. im thüringischen im sinne von wanken: eins schnorkte hin, das andre her. Hertel sprachschatz 218; schnorkig, adj. spaszhaft, schnurrig. ebenda.
 
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schnörker, m., schnerker, der wachtelkönig, s. DWB schnarcher 2 sp. 1183.
 
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schnorkulant, m. lustige bildung (vgl. DWB schnurrant und ähnl.): allen schnorkulanten, fabulanten und schnurrpfeifern. Chamisso werke (1839) 6, 4.
 
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schnörpel, schnörpfel, m. ende von würsten, gurken. Schultze nordthür. idiot. 43b. Hertel sprachsch. 218.
 
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schnorps, m. das spiel sechsundsechzig (Thüringen); ebenso in Leipzig, wo bisweilen auch gewinn damit bezeichnet wird. Albrecht 205a.
 
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schnorpsen, verb.
1) lautmalend bezeichnet es den 'dumpf knirschenden laut beim zermalmen von scharf gebackenem, beim käuen der kühe, ziegen u. s. w.', dann geräuschvoll essen.

[Bd. 15, Sp. 1380]


Albrecht 205b; vgl. Schultze nordthür. idiot. 43b. Hertel sprachschatz 218; das knirschen beim gehen auf hartem schnee Albrecht a. a. o. Hertel a. a. o.
2) sechsundsechzig spielen (s. DWB schnorps). ebenda.
 
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schnorrbock, m. name eines schmetterlings (sphinx ocellata). Nemnich.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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