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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnofeln bis schnopfen (Bd. 15, Sp. 1377)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnofeln, verb. durch die nase reden (Österreich) Klein prov.-wb. 2, 136. idiot. austr. 108; auch schnuppern, ausspüren Hügel 143a.
 
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schnok, m., schnottfisch, hassel, hasel (s. theil 4, 2, sp. 546). Siebold 203; snok oder snouk Flandris, ein hecht. Gesner de piscibus 198. die herkunft des wortes ist dunkel.
 
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schnökerei, f. das herumschnüffeln, durchschnüffeln (siehe schnökern) Frisch 2, 216c; niederd. snökerije, näscherei, löffelei brem. wb. 4, 896.
 
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schnökern, verb. schnüffeln, durchschnüffeln, naschen, im nd. und in der umgangssprache Norddeutschlands vielfach gebräuchlich: hannov. snökern, naschen, löffeln, verliebte besuche ablegen brem. wb. 4, 896; snöckern, in der stille auszuwittern suchen, herumsuchen, besonders nach naschwerk Danneil 200a, vergl. Woeste 246b. Frommanns zeitschrift 5, 294 (Fallersleben), bei Schambach 201a snückern: die Franzosen mögen gern ein gut stück essen — sie schnökern gern. Bode (Trist. Sh.) 7, 51; bei Keisersberg im sinne von schnüffeln (vergl. DWB schnäuken, DWB schneiken, schneuken): schnökeren als junckfrauwen lauffen in dem hausz schneicken, und wellen alles wüssen das die frauw in dem hindersten winkel hat. baum d. seligk. 12d.
 
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schnolle, f. tünche, mit der die fertig gebrannten tabakspfeifen überzogen werden Jacobsson 4, 30a.
 
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schnollen, verb. für schmollen (?), s. DWB schnollsuppe: die nur immerdar grollen, schnollen, kurren, murren, brummen, summen. Creidius; s. DWB schnullen.
 
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schnoller, m., s. DWB schnuller.
 
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schnollsuppe, f.: ein weib sol nicht ein beiskohl sein, die dem manne eitel schnollsuppen und preckelerbsen furtrage. F. Roth hausmütter abc c 5b.
 
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schnopern, verb. von thieren, riechend spüren (vergl.schnuppern): die hunde schnopern. Steinbach 2, 482; schnopern, hittire, wie die hunde, wann sie nach etwas mit winseln spühren. Frisch 2, 217a, vgl. Schröer 203b; wobei das nagen als ein schnoperndes vorkosten .. zu betrachten ist. Göthe 55, 322; von menschen:

er schnopert was er schnopern kann.
'er spürt nach Jesuiten'. 12, 227.

herumschnopern: du siehst, dasz ich wieder an der gränze deines reiches herumschnopere. Göthe an Zelter 321, s. auch beschnopern theil 1, sp. 1589. nd. snopern sowie das einfache snopen haben die bedeutung von naschen, vgl. Schiller-Lübben 4, 278a. Richey 274. brem. wb. 4, 896. Schütze 4, 146. ten Doornkaat Koolman 3, 247b; snoper, ein näscher brem. wb. 4, 897; snoperey, näscherei Richey a. a. o.; snopern, snoopsk, genäschig brem. wb. a. a. o.
 
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schnopf, schnopfe, m., s. DWB schnupfen, m.
 
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schnopfen, verb., s. DWB schnupfen, verb.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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