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schnitterfaust bis schnitterlohn (Bd. 15, Sp. 1353 bis 1354)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnitterfaust, f., im bilde:

von schnitterfäusten hingemäht.
Schubart 1, 382.


 
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schnitterfest, n.: mit welcher ungeduld wird er (ein bauer) .. zu seinen schnitterfesten, zu seiner weinlese, und zu seinen reihentänzen zurück fliegen! Wieland 6, 161.
 
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schnitterhüpfel, n., auch schneiderhüpfel, jetzt gewöhnlich schnader-, schnadahüpfl (vgl. sp. 1160), kurzes vierzeiliges liedchen, wie sie vom bair.-österr. landvolke nach gewissen einfachen tanzmelodien, vielfach aus dem stegreif, gesungen werden, ursprünglich wol tanzliedchen zum erntefest, vgl. Schm. 2, 587—590. Frommann 3, 171. Höfer 3, 108. Klein 2, 135.
 
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schnitterhut, m.:

soll ich es je, jemals vergessen können,
dasz ich auf's feld ging mit dem schnitterhut?
Göthe 45, 80;

da kommt ein dirnlein, schlank und stolz,
mit einem graskorb aus dem holz,
im schnitterhut mit straus und band.
Kind ged. 1, 232;

Röschen gab ihm bänder mancher farbe,
kam die erndt', an seinen schnitterhut.
Hölty 60 Halm;

dazu als deminutiv:

bald im schnitterhütchen und blauem kranze der erndte. 41.

[Bd. 15, Sp. 1354]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnitteridylle, f.: Christel und Hannchen. eine schnitteridylle. Hölty 40 Halm.
 
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schnitterin, f. weiblicher schnitter, schon mhd.: unde dû, sniterin, diu daʒ korn ab dem velde snîdet. Berth. v. Regensburg 1, 87, 7;

dann wirst du meine oriflamme tragen
und wie die rasche schnitterin die saat,
den stolzen überwinder niederschlagen.
Schiller jungfrau v. Orl. prolog 4;

um die ernte wohlgemut ...
schnitterinnen singen.
Mörike 1, 62 bez. 4, 93.


 
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schnitterjüngling, m.:

wiege dich hier auf diesen rasenblumen,
kleines grillchen, und zirpe deinem traurer,
wie dem schnittermädchen und schnitterjüngling,
schlummer entgegen!
Hölty 100 Halm.


 
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schnitterkleidchen, n.:

ein weibsen, das steht oben drauf
im strohhütlein und schnitterkleidchen,
im miederchen, ein erntemaidchen.
Immermann 13, 197 Hempel.


 
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schnitterlied, n.:

fröhlich wandelt er (der schnitter) heim, mit der sichel am arm,
singet ein schnitterlied.
Hölty 67 Halm;

ferner s. 162 als überschrift; dazu als deminutiv: der sänger des skaldengesanges und der grabschrift Aspasiens, und des griechischen schnitterliedchens und der süszen nänie auf die wachtel und das schnittermädchen des himmels (Gerstenberg). Herder 5, 162 Suphan.
 
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schnitterling, m. abgeschnittene rebe; nebenform zu schnittling, vgl. daselbst: in der wein - lese müssen sie die kelter pressen; darauf ziehen sie wiederum die pfäle, fangen zu sencken, oder schnitterling und lebendig holtz zu legen (aut malleolos vel viviradices submergere), mist in die senkgruben zu tragen an. Joach. Frommann beschreibung der stadt Alt-Brandenburg, herausg. von C. Gottschling (Brandenb. 1727) s. 106.
 
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schnitterlohn, m. merces quae messoribus datur Frisch 2, 216a. Kramer 2, 633a: item von yegklichem zinshoff oder gut .. da sol man zu erst ussrichten schnitterlon, rindtmiet u. s. w. Grimm weisth. 1, 197 (vom jahre 1469), vgl. Lexer handwb. 2, 1038.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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