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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneppisch bis schnerke (Bd. 15, Sp. 1319)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneppisch, adj. naseweis, vorlaut, oder kurz angebunden; nebenform zu schnippisch, vgl. das.; ferner schneppig Kehrein 1, 361; auch schnäppisch geschrieben: man solle viel hören, wenig reden, nicht schneppisch sein und herfür fahren, alles beschnappen und benaschen, wie die schneppischen jungfrauen. Mathesius Syrach 1, 25b;

ein böse tochter stoltz und grob ...
ist spöttisch, schneppisch, frech und faul.
B. Ringwaldt lauter warh. 308.


 
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schneppkanne, f. kanne mit einer schneppe (s. das. 3) Campe: schneppe ò schnepfkanne, f., boccale con becco Kramer dict. 2, 631c, schnepfkanne, cirnea Stieler 927.
 
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schneppkarre, f. bez. -karren, m. zweirädrige karre zum fortschaffen von erde oder schutt, die von einem pferde gezogen wird und nach hinten übergekippt werden kann, auch schutt-, sturz-, zugkarre. Jacobsson 7, 263b.
 
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schnepplein, n. schneppchen, puntarella sottile da cuffia Kramer 2, 631c.
 
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schneppmütze, f. weibermütze mit einer schneppe Campe.
 
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schneppstengel, m. eine art vogelfalle, fallkäfig, eine falle, die mit einem dünnen hölzchen aufgestellt wird und bei dessen berührung zuschnappt, vgl. DWB schneppen 2: es sollen auch die fallen, drahthaar und ander schlingen, so wol die schnepstengel in und vor den höltzern, in feldern, gärten und andern orten gentzlich abgeschafft und nicht gebraucht werden. Weim. policey und landesordn. (1589) H 3a, § 34.
 
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schnerch, f., auch schnörch, schnürch, schwiegertochter, s. DWB schnur. Kehrein 1, 361 f., schnerg Klein 2, 135 (Coblenz), (vgl. nurus .. snorch, -e, snurche, snarche Dief. gloss. 385b).
 
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schnercheln, verb. eine niederhessische spracheigenthümlichkeit, 'ein sprechen in überaus hoher tonlage, mit eigenartigem schnarren, kerksen der r, sowie zugleich auslautendem iotieren womöglich aller vokale'. Pfister 263.
 
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schnerf, m. wachtelkönig, vgl. DWB schnarre 3, c, sp. 1186. Frisch 2, 212a. öcon. lex.2 2631. Heppe wohlred. jäger 268b. Adelung. Krünitz 147, 502. Schm. 2, 583 (schnerpf).
 
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schnerfsack, m. tornister, touristenausdruck (österreichisch): sein instrument führte der (mittelalterliche) sänger mit sich, .. die fiedel .., die .. wie der 'schnerfsack' eines heutigen touristen über den rücken gehängt wurde. Schönbach Walther2 55.
 
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schnerke, f.?: daruf er nach mir mit ein klinckelglasz oder schnercken, wie man solche gleszer zu nennen pflegt, geworffen. Frankf. urk. von 1560 bei Dief.-Wülcker 843.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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