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schnellfeder bis schnellflüssig (Bd. 15, Sp. 1303 bis 1304)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnellfeder, f. schnellende feder: die augenbrauen

[Bd. 15, Sp. 1304]


gingen so schnell in die höhe, als wenn man fenstervorhänge durch schnellfedern zieht. Hippel 3 (1828), 73.
 
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schnellfeige, f. in der wendung schnellfeige machen, einem mit den fingern in das gesicht schnalzen, oder die feige zeigen, far la fica. Schmid 474. vgl. DWB schnellen I, 1, b, γ und feige 4 oben theil 3, 1444.
 
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schnellfertig, adj. schnell zum abschlusz kommend, arbeitend, mit leichtem tadel (vgl. DWB schnell 2, k): die Hermannsschlacht, Schwanthalers schönstes werk, bei dem sich der schnellfertige meister doch einmal zeit gelassen hatte. Treitschke 5, 316. bei unpersönlichem subst.: die schnellfertige logik des radikalismus. 138.
 
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schnellfetzlein, n. fortgeschnelltes fetzchen, stückchen?: (Gargantua) nam ein schnellfetzlin für ein nusz. Garg. 130b; durch welche krafft der teuffel mit der erbsünd siben meilen von dannen gejagt wirdt, also dasz seine verklagung nicht ein schnellfetzlin mehr gelten kan. bienenk. 100a.
 
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schnellfeuer, n. in der sprache des heeres schnelle feuerart, unterschieden von der salve und dem schützenfeuer.
 
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schnellfeuerzeug, n. schnell wirkendes feuerzeug. Karmarsch - Heeren3 3, 480: der gesell griff phlegmatisch in die tasche und brachte sein schnellfeuerzeug hervor. Ludwig (1891) 2, 374.
 
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schnellfinger, m., -fingerlein,n.
1) schneller finger und einer der schnelle finger hat Campe: alle rüstigen schnellfinger, die sich an übersetzungen der alten klassiker wagen. Böttiger ebenda.
2) schnellender finger, finger, den man schnellt Campe, daher auch schnellfinger, schnellfingerl, schneller, schnippchen Schm.2 2, 575. vgl. DWB schneller 4, a.
3) schnellfingerl, ringelchen zum schnellen? vgl. DWB schnellen I, 1, a, γ: in sanct Virgilii († 784) grab fand man (anno 1599) unter anderm eine betschnur von kleinen elfenbeinen ringeln wie die schnällfingerl. quelle bei Schm.2 2, 575.
 
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schnellfingerig, adj. zum vorigen, im sinne von 1: die schnellfingerigen übersetzer. Campe.
 
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schnellfliegend, adj.: die muszquetirer (hakenschützen) sollen ihre muszqueten (handrör) mit büchsenpulver und schnellfliegenden bleyernen kugeln laden. Comenius sprachenthür (1657) 703;

dort umbher pfleget sich die schnell-fliegende schar
mit freyhem wohn und thon zu nösten und zu setzen.
Weckherlin 224.


 
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schnellflüchtig, adj. schnell fliehend: weil alles, was in, und unter disem schnelflüchtigen rade (des glücks) begriffen, seinem üm- und wider - herümlauf unterworffen. Butschky kanzl. 685;

der wahren tugent glantz, der klar in dem auffgang
dich mehr dan der mittag in andern wolte zieren,
bezeugte dasz dein (lebens-)lauf gantz löblich und nicht lang
solt, wie ein schöner tag, schnell-flüchtig fort passiren.
Weckherlin 637.


 
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schnellflüssig, adj. schnell flieszend, adverbial:

die hand, sonst nur vertraut mit schnepper und lanzette, ..
streut, nicht recepte, streut jetzt — verschen aufs papier,
die nicht schnellflüsziger aus Trillers feder liefen.
Gotter 1, 257.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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