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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneiderfisch bis schneidergilde (Bd. 15, Sp. 1272 bis 1273)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneiderfisch, m. name verschiedener kleiner fischarten, apua Stieler 487; schneider-, speise-fische, pisces minores, qui edi solent a pauperioribus Frisch 2, 214c. so heiszt am Bodensee der rysling oder spierling, cyprinus aphya Oken 6, 292, in Österreich cyprinus nasus Nemnich 1, 1365. Höfer 3, 105; auch in Danzig Frischbier 1, 246b. s. das folgende.
 
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schneiderfischlein, n., auch weberfischlein, alburnus Corvinus fons lat. (1660) 33b; schneiderfischel in Österreich der alben oder die maybleke, cyprinus alburnus Oken 6, 311. Nemnich 1, 1354; in Konstanz schniderfischle Gesner de pisc. (1556) 198; schnaidafischl'n, kleine fische aller gattungen Castelli 247; schneiderfischle, rothäugele Schmid 474. vgl. schneiderkarpfen.
 
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schneiderfleck, m., eigentlich schneiderlappen; übertragen, nudeln in platter breiter form, schwäbisch Schmid 474. s. schneiderpletz.
 
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schneidergadem, -gaden, m. n. (s. theil 4, 1, sp. 1131), schneiderladen, schneiderwerkstatt: sartrina, snider gaden, schneider gaden vel hausz. Dief. nov. gloss. 327b.
 
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schneidergasse, f. platea sartorum Stieler 636.
 
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schneidergeisz, schneidersgeisz, f.
1) die geisz als sinnbild der schneider; s. DWB schneider 2, a:

es wollt ein schneider wandern
wol auf sein schneidergeisz.
Schade handwerkerl. 248.


2) spottname der schneider selber, schneidergas Hügel 142b:

villeicht ist er zu kützelig,
kan am hals leiden keinen strick,
ins hencken sich nicht zschicken weisz
di arme schwache schneidergeisz.
Birck doppelspiler 89;

ach, du reuttige schneidersgeisz!
Ayrer 2768, 35 Keller.

verderbt schneidergeist Stieler 639.
 
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schneidergemüt, n.: ich habe gelegenheit genug gehabt, zu bemerken, dasz auch das zarteste schneidergemüt immer courage hat. Ludwig 2, 445.
 
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schneidergeschäft, n. 1) gewerbe, thätigkeit eines schneiders. 2) laden, in welchem mit schneiderwaaren gehandelt wird; s. DWB schneidergadem, -laden.
 
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schneidergesell, m. sartor junior Stieler 2004, sodalis magistri in opificio sartorio Frisch 2, 214c: damen schicken ihren schmuck, schneidergesellen erbieten sich umsonst uniformen zu machen. briefw. zwischen Varnhagen u. Rahel 3, 11;

he he du schneidergsell!
Schade handwerkerl. 270;

er (der schneider) hupft und springet unverzagt,
lacht sich den buckel voll,
sprang eilends aus der höll
und blieb ein schneidergsell. 272.

[Bd. 15, Sp. 1273]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidergewerk, n. schneiderzunft, -innung. Campe. s. das folgende.
 
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schneidergilde, f. dasselbe.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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