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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneidelohn bis schneidemüller (Bd. 15, Sp. 1251)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidelohn, schneidlohn, m. und n. lohn, bezahlung fürs schneiden Campe, z. b. lohn für schneiderarbeit: wir verbieten, daʒ nieman dehein gewant von deheinem sneider ze pfant nem, niur als vil des sneidlons gesein mach. stadtrecht v. München 284, 74; lohn für das schneiden von holz: wenn man aber das schneide-lohn rechnet, ... so kommt es auf einerley heraus. Döbel jägerpr. 3, 80a.
 
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schneidelschwein, s. schneideschwein.
 
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schneidelstamm, m. baumstamm, dessen äste durch schneideln entfernt werden Behlen 5, 523.
 
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schneidelstreu, f. durch schneideln der bäume gewonnenes reisig, das als lager für das vieh und später als dünger gebraucht wird Behlen 5, 522.
 
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schneideluft, m. imperativbildung wie schneidewind (s. d.), als schimpfwort:

du haanrey seuffest nur und weist von keiner noth,
juchschreyer, schneideluft, trotzmärtel, windverkauffer.
Rachel 1. sat. 149.


 
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schneidelung, f. das schneideln der bäume, putatio, decorticatio Stieler 1902, schneidelung, putatio, interlucatio Steinbach 2, 477.
 
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schneidelwirtschaft, f. die nach festen regeln betriebene nutzung der bäume Behlen 5, 523; vgl. schneideln.
 
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schneidemaschine, schneidmaschine, f. maschine zum schneiden, nach art der verwendung in verschiedener ausführung. in der knopfmacherei eine maschine zum beschneiden der gepreszten knopfplatten Jacobsson 4, 19b; bei der tabakbehandlung eine vorrichtung zum zerschneiden der tabakblätter 20a; maschine, um lange flachsfasern in zwei oder drei theile zu zerschneiden Karmarsch-Heeren3 7, 776; zum zerschneiden oder beschneiden des papiers. ebenda und 6, 529; vorrichtung, um kautschukblöcke in dünne blätter oder platten zu zerschneiden 7, 776. 4, 700.
 
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schneidemesser, schneidmesser, n. messer zum schneiden, in verschiedener ausführung, beim böttcher, stellmacher, mastenmacher u. s. w. messer mit gerader klinge und handhaben an beiden enden, um holz auf der schneidebank (s. d.) damit zu bearbeiten Adelung; auch schnitt-, schnitz-, schnitzel-, reifmesser Jacobsson 3, 388a. 4, 20b; thür. schnîtmesser Frommann 6, 517; werkzeug der gärtner zum beschneiden von bäumen, sträuchern und dergl., schneidelmesser, falx putatoria, schneidmesserlin, scirpicula Dasyp.; schneydmässer, falces vineaticae, securicula insitiva, secula, falx Maaler 359d; bind-, schneid-, rebmesser, vinitoria, falx Henisch 385; mndl. snijdmes, culter putatorius, scalprum, culter escarius; snijdmesken, scirpicula Kilian; niederd. snîmez, snîmes Schambach 200a (daneben auch als schneitmesser: hepp vel schnaitmesser, marra Dief. 350a); (er) soll vorsehung thun, das er gutes eisenen zeugs schneidmesser .. habe, damit die reben zuschneiden. Sebiz feldbau 50; bildlich: die natürlichen gaben seyn wie die gewächse, so vor sich selbst auskeumen, welche das schneidmesser und die umpflantzung der kunst verlangen. Butschky Pathm. 579; messer mit breiter bogenförmiger klinge zum gebrauch in der küche und im haushalt, wiegemesser, unterschieden vom hackemesser. öcon. lex. 1026; auch zum zerschneiden des viehfutters dienend, futterklinge Schambach 200a; beim lichtzieher groszes mit einem gewinde an der schneidebank (s. d.) befestigtes messer, stückelmesser, womit der talg zerschnitten wird Jacobsson 4, 21a; messer, womit die starken tabaksrippen aus den blättern geschnitten werden. ebenda.
 
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schneidemühle, schneidmühle, f. durch wasser- oder dampfkraft betriebene mühle, in der holz zu brettern, bohlen und dergl. zerschnitten oder zersägt wird, sägemühle Jacobsson 4, 21a; schnidemuln, schneidemoln, schnydemhollen Dief.-Wülcker 843; schneidemühl, mola serratoria Frisch 2, 214c; niederd. snidemöle Dähnert 438b: er (der schneidemüller) musz die breter .. gantz von der schneide-mühle schaffen. Döbel jägerpr. 3, 79b;

nun hab ich gsehen den kriegszeug, ...
und der Teutschn mannliche personen,
schneid-, walck-, pulfer- und auch mahlmühl.
Ayrer 560, 8 Keller.


 
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schneidemüller, m. der eine schneidemühle besitzt oder in betrieb hat: der bret- oder schneide-müller darf auch die breter nicht aus einander brechen. Döbel jägerpr. 3, 79b.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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