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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneidegast bis schneideler (Bd. 15, Sp. 1249 bis 1250)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidegast, m. in älterer sprache kunde des gewandschneiders: es sal auch keyner dem andern seine schneydegeste entpfremden bey der busze ein pfhunt wachsz. Chemnitzer urkundenbuch 256, 25.
 
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schneidegeld, n. geld als bezahlung fürs schneiden Campe. in älterer sprache eine abgabe, welche die tuchkrämer entrichten

[Bd. 15, Sp. 1250]


muszten, um tuch, das sie nicht selbst gewirkt hatten, verkaufen zu dürfen, pecunia quam mercatores pannorum sive pannicidae pro licentia dant vendendi omnis generis pannos Frisch 2, 214c; vgl. schneidelgeld.
 
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schneidegezeug, n. werkzeug aller art, das zum schneiden verwandt wird, omnis generis instrumenta apud scriniarios et alios opifices ad scindendum Frisch 2, 214c.
 
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schneideholz, schneidholz, n.
1) holz zum zerschneiden oder zersägen, niederd. snîdholt Woeste 246a.
2) im forstwesen bezeichnung solcher baumarten, die sich gut schneideln (s. d.) lassen Jacobsson 4, 19b; s. schneidelholz.
 
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schneidekluppe, schneidkluppe, f. werkzeug der metallarbeiter zur anfertigung von schrauben Campe, auch schraubenkluppe. vgl. oben schneidbacke und kluppe, theil 5, 1304, 1, g.
 
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schneidekreuz, n. grenzkreuz, s. das zweite schneide 2, mnd. snâtkruze Schiller-Lübben 4, 271a.
 
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schneidekuh, f., mnd. snideko, kuh zum schlachten Schiller-Lübben 4, 274b; vgl. schneideschwein.
 
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schneidel, m. mundartlich in der Zips der liebhaber Schm. 2, 572; bei den köhlern die zweite reihe holz in einem meiler Jacobsson 4, 19b; in Österreich schneidl neben schneid, der geschmack, den sehr junger wein, der sog. heurige, besitzt Hügel 142b; in anderer wendung: sie (die alten freunde, wie alte weine) sind gesund, ob sie schon resch und scharf sein und haben sie einen schneidel, so machen sie lustig an essen und helfen dauen. Mathesius Syrach 1, 55b.
 
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schneidelade, schneidlade, f. lade der landleute, worin kraut oder häcksel zu futter geschnitten wird Adelung, niederd. snidelade Schiller-Lübben 4, 275a, snide-, snie-lade brem. wb. 4, 890, snîlâe Schambach 200a, in verächtlichem sinne ein sehr enger bauernwagen, ebenso ên hûs, as ene snielade, ein sehr enges haus. brem. wb. 4, 890.
 
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schneideleder, n. zu sohlen zugeschnittenes leder, zum unterschied von dem ganzen stück Adelung: schneideleder, ist dreyerley zu verkaufen, mannssohlen, weibersohlen und flecke, frusta corii quae ad soleas calceorum venduntur Frisch 2, 214c.
 
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schneideler, schneidler, m. zu schneideln gehörig, der die bäume beschneidet, schneideler, schnitteler, putator arborum Stieler 1902, schneidler, putator Steinbach 2, 477.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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