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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneewetter bis schneezeit (Bd. 15, Sp. 1244 bis 1245)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneewetter, n. tempestas nivosa Frisch 2, 213b: im winter soll er (der meyer) schnewetter hierausz abnemmen, wann er sihet das die tunckele wolcken gleichsam weiszelecht werden, sonderlich wann der nordwind wähet. Sebiz feldbau 42.
 
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schneewiesel, n. mustela nivalis Nemnich 3, 675: des winters ganz weisz, und dann pflegt man es schneewiesel zu nennen. Oken 7, 1497.
 
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schneewind, m. von schnee begleiteter wind, ventus nivem effundens Frisch 2, 213b: mädel, drauszen pfeift der schneewind! rief ihr die mutter zu. Spindler jude 1, 313; was soll man wünschen! rief er vor sich hin, indem er fühllos gegen den schneewind am geländer des flusses stehen blieb. Heyse kinder der welt 1, 321.
 
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schneewirbel, m. wirbelnder schnee: ich trank dabei dem dauernden im wechsel ein glas nach dem andern zu und recitirte mehrere stellen aus Göthe's Faust, die mir mit den schneewirbeln alle auf einmal eiskalt auf kopf und herz zuflogen. Eichendorff 2, 188.
 
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schneewitterung, f.: bei nasser schneewitterung und wind. neue preusz. zeitung 1871.
 
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schneewolke, f. schneebringende wolke: schneewolken, nubes quae nive minantur Frisch 2, 213b; ursachen, dasz offt im winter oder andern zeitten solche schneewolcken durch die wärmi resolviert werden, unnd zu regen gehnd. Paracelsus (1616) 2, 2, 31 C; der morgenwind blies stark und schlug sich mit einigen schneewolken herum. Göthe 16, 284; diese (wolken) tragen das ansehen gewöhnlicher schneewolken. Ludwig 1, 358; bildlich: am ersten ostertage schlich Sebastian voll schneewolken wie der himmel über ihm, aus den wirthschaftgebäuden der leidenschaften, ich meine aus der residenzstadt. J. Paul Hesperus 3, 42.

[Bd. 15, Sp. 1245]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneewolkenherde, f. herde, gröszere anzahl schneewolken:

verklungen ist die melodie,
verschlungen von schneewolkenherden;
und winter ists im herzen, wie
am himmel winter und auf erden.
Rückert ged. (1841) 603.


 
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schneewurm, m. larve des käfers cantharis fusca: die larven haben den namen schneewürmer erhalten, weil man sie im winter an mehren orten auf dem frischen schnee gefunden hat. Nemnich 1, 838.
 
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schneewurz, f. die pflanze pinguicula vulgaris Nemnich 4, 971.
 
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schneezart, adj. zart wie schnee: rang sie verzweifelnd die schneezarten hände. Gaudy venez. nov. 101.
 
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schneezeit, f. zeit, in der schnee fällt: die eigentliche schneezeit ist der winter. Behlen 5, 513; zu Kamtschatka ziehen die hunde zur schneezeit den schlitten. hannov. magazin 1844, s. 317.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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