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schneesturm bis schneewasser (Bd. 15, Sp. 1241 bis 1242)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneesturm, m. von schnee begleiteter sturm:

denn du (heilige Barbara) stehest,
ähnlich einer verbannten, auf der grenze
zwei unfreundlicher monde, wo mit schlossen
der november den übergang zum schneesturm
eben macht des decembers.
Rückert ged. (1841) 61.


 
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schneesturz, m.:

es hatte der wandernde jüngling
einen der schründ' entdeckt, erwühlt vom regen und schneesturz.
Kosegarten dichtungen 3, 109.


 
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schneetag, m.: schneetag, daran es vil schneyet, nivalis dies Maaler 359c.
 
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schneetragend, adj.: ich bin wie ein unbeholfenes kind auf dem felde, wann die schneetragenden winde unter dem himmel gehen und es nicht sein haus sehen kann, wohin es eingehen will. Chamisso 5, 130.
 
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schneetreiben, n. fallender vom winde bewegter schnee: Lea sasz am fenster und sah in das nächtliche schneetreiben hinaus. Heyse kinder der welt 1, 330.

[Bd. 15, Sp. 1242]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneetropfen, m.
1) tropfen schnee: so aber der Boreas darein kompt, und begreifft jhn (den schnee), so coagulirt er jhn, unnd macht darausz granen, so grosz die schneetropffen seyn solten. Paracelsus (1616) 2, 1, 31 C.
2) als blumenname: schneetropfen, eine art weiszer blumen, so nach abgeschmelzten schnee aufgehen, leucojum bulbosum, triphyllon Frisch 2, 213a; item weisze veiel und schneetropffen. Tabernaemont. kräuterb. 1005 K; leucoium aestivum, lange späte schneetröpfchen. Nemnich 3, 387; ist ein holdseliges blümlein (leucojum bulbosum) ... wird auch schneetröpflein genannt. Hohberg 1, 658b; auch galanthus nivalis führt den namen schneetröpfchen. Nemnich 3, 11.
 
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schneeveilchen, n. leucoium vernum Nemnich 3, 387.
 
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schneevogel, m. name der vogelarten emberiza nivalis und ampelis garrulus Nemnich 2, 1482. 1, 237.
 
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schneevögelein, n. name des vogels fringilla citrinella Oken 7, 262.
 
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schneevorrat, m. vorrat an schnee: die dadurch (durch die regengüsse) aufgelösten schneevorräthe der quellgebirge. neue preuszische zeit. 1870.
 
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schneewasser, n. wasser aus geschmolzenem schnee: das schneewasser, undae nivales Maaler 359c; dâ von koment dike grôʒ güʒʒ auʒ den pergen, ân regenwaʒʒer und auch ân snêwaʒʒer. Megenberg 113, 21; wenn ich mich gleich mit schneewasser wüsche, und reinigte meine hende mit dem brunnen. Hiob 9, 30; die helle nimpt weg die da sündigen, wie die hitze und dürre das schneewasser verzeret. 24, 19; hüte dich den winter durch, dasz du kein schneewasser trinckest. Schnurr wunderbuch 302; diese persohn brachte mir einen becher mit kaltem schneewasser, so mit wein und zucker vermischet war. Olearius pers. rosenth. 5, 15; hier nun, an diesem schon genugsam wilden angebirge, wo die Reusz aus schrofferen felsklüften hervordrang und das frische schneewasser über die reinlichen kiesbänke hinspielte. Göthe 48, 122; er (Lessing) ist heisz, wie es schneewasser ist, von dem die kinder klagen, es brenne sie an die haut. Ludwig 5, 362;

lest denn die kält nach ausz genadn,
so thun die wassergüsz grosz schadn,
das erdrich das schnewasser schlicket,
dasz es werd widerumb erquicket.
H. Sachs (1590) 1, 282b.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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