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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneestein bis schneetreiben (Bd. 15, Sp. 1241)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneestein, m.: dasz dasselbig wasser so kalter natur ist, so bald es sich resolviert in troffen, ein jeglicher tropffen gefreurt, unnd zu einem schneestein wird, und also gleich so wol mit solchem impetu herab falt, als das ander, blitz oder regen. Paracelsus (1616) 2, 104 C.
 
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schneesteinbrech, m. die steinbrechart saxifraga nivalis. Adelung.
 
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schneestern, m.
1) schneeflocke in sternform: schneesterne, fallen bei ruhiger luft und mäsziger kälte in einzelnen, ganzen und unerweichten flocken. Behlen 5, 513.
2) sterne, welehe nach alter astronomischer vorstellung den schnee verursachen: nun aber sich begibt, dasz die schneestern auff gehnd im summer, darumb im summer viel schnees felt, der in viel warmen landen nur ein wasser ist, und doch der schnee. Paracelsus (1616) 1, 540 B; dann so der winterstern in summer felt, so fröret er, unnd so er fürgeht, so scheint die sonn wider: das ist nun die hitz, so nach den schneestern kombt. ebenda; die schneestern stehn ob uns, und desz mehrern theils gehnd ausz der linea lactea den jhr nennent galaxa. 2, 31 B.
 
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schneestirn, f. schneeweiszer stirn: in welchem falle ich allerdings die hand auf Jaquelinens runde schnee-stirn legen und leicht von den vergangnen sünden absolvieren würde. J. Paul Levana 2, 45.
 
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schneestrich, m. strich oder zug einer schneewolke:

von osten sieht man einen schnee-strich, von westen einen gegen ihn,
in einem ja so strengen zug, aus tausend weiszen theilchen, ziehn.
Brockes 7, 552.


 
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schneestrom, m. strom von geschmolzenem schnee: 's is thauwetter. zwischen die felsen klettert ich, da kam der strom; der schneestrom schosz mir um die bein; ich watet, und stieg und watet. der junge Göthe 2, 158.
 
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schneesturm, m. von schnee begleiteter sturm:

denn du (heilige Barbara) stehest,
ähnlich einer verbannten, auf der grenze
zwei unfreundlicher monde, wo mit schlossen
der november den übergang zum schneesturm
eben macht des decembers.
Rückert ged. (1841) 61.


 
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schneesturz, m.:

es hatte der wandernde jüngling
einen der schründ' entdeckt, erwühlt vom regen und schneesturz.
Kosegarten dichtungen 3, 109.


 
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schneetag, m.: schneetag, daran es vil schneyet, nivalis dies Maaler 359c.
 
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schneetragend, adj.: ich bin wie ein unbeholfenes kind auf dem felde, wann die schneetragenden winde unter dem himmel gehen und es nicht sein haus sehen kann, wohin es eingehen will. Chamisso 5, 130.
 
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schneetreiben, n. fallender vom winde bewegter schnee: Lea sasz am fenster und sah in das nächtliche schneetreiben hinaus. Heyse kinder der welt 1, 330.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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