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schneeklumpen bis schneelein (Bd. 15, Sp. 1237 bis 1238)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneeklumpen, m. klumpen aus schnee: sich mit schneeklumpen werfen.
 
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schneekönig, m. 1) name für den zaunkönig motacilla troglodytes Nemnich: es ist klein grau sprencklicht vögelein, das man den schneekönig nennet. Schnurr wunderb. 303. sprichwörtlich: wenn der schneekönig wieder kommt! Simrock 9146; in Düringen und Sachsen: sich freuen wie ein schneekönig; auch spottname des königs Gustav Adolf von Schweden. Eiselein 553.
 
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schneekranz, m. schnee als kranz:

der winter steht mit ewigstarrendem fusze
auf der gebürge gipfel, gekrönt mit glänzendem schneekranz,
welcher strahlte wie silbergewölk im schimmer der erde.
Stolberg 1, 391.


 
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schneekrater, m. mit schnee bedeckter krater; bildlich: wäre die geschichte rund herum dann nicht mit lauter schneekratern und eisbergen besetzt? J. Paul Levana 1, 11.
 
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schneekugel, f. kugel aus schnee; im vergleich: die sonne hing wie eine weisze blitzende schneekugel im blau. J. Paul Titan 1, 28.
 
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schneekuppe, f. mit schnee bedeckte bergkuppe: da die fernen schneekuppen bald verhüllt, bald heller oder dunkler, weisz oder rot sichtbar waren. G. Keller werke 1, 33.
 
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schneelandschaft, f. vom schnee bedeckte landschaft: warum nennen wir einen trüben, neblichten wintertag einen

[Bd. 15, Sp. 1238]


traurigen anblick? ist es darum, weil wir eine schneelandschaft an sich selbst widrig finden? Schiller 4, 303.
 
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schneelast, f. schwer lastender schnee: es wetterleuchtete hinter den bergen, und der falbe schein überflog auf momente die winterlandschaft, und deren düstere, unter der schneelast seufzende tannen. Gaudy werke 19, 14;

oft, wenn der greis anstaunte das stöbernde flockengewimmel
und des gebirgs schneelast.
Voss 3, 142.

bildlich: die äste einer solchen phantasie werden nicht von schweren gedrängten früchten, sondern von schneelast niedergebogen. J. Paul bei Campe.
 
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schneelawine, f. schneesturz von den bergen des hochgebirges (vgl. lawine 6, 394): es sey sonst diese, wie die übrigen dergleichen stellen, von einem weltgeistlichen versehen worden, der aber, als einstens eine schneelauwine einen theil des dorfs bedeckt, sich mit der monstranz geflüchtet. Göthe 16, 291; ich erkannte das haus nicht wieder. vor einiger zeit ist es durch eine schneelauwine stark beschädigt worden. 296; (ein fichtenwäldchen, das) die am fusze angesiedelten vor höher herabrollenden schneelawinen schützte. 48, 124;

dort, wo die schneelavine droht,
sasz er (Tell) am wolkenbach.
Seume (1826) 1, 260.

freier, wie schneewolke: und hier, übergossen von der still aus dem himmel steigenden schneelavine, sah er in die graue, wühlende, zitternde landschaft hinaus und in die weite von schnee durchbrochne nacht. J. Paul Hesp. 3, 57.
 
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schneeleib, m. leib weisz, auch kalt wie schnee:

dasz dies sein seitenquell ein feuerofen sei
in dem für groszer brunst zu denen, die ihn hassen,
der schneeleib brennend wird, der speer fast schmelzt entzwei.
Lohenstein bei
Campe.


 
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schneelein, n., dim. zu schnee; wenig schnee: wie mage das gesein sprach die fraw das du erfroren bist ist dann die kelte gröszer dann z Parisii umb eynes kleynen schneleins willen das nächten gefallen ist? Steinhöwel decameron 499, 15 Keller.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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