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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneekalt bis schneekuppe (Bd. 15, Sp. 1237)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneekalt, adj. kalt wie schnee: die gesetze scheinen sie (die frauen) ordentlich für schneeweisze, schneeblendende, schneekalte Heklas voll feuer zu nehmen. J. Paul Levana 2, 81.
 
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schneekauz, m. die eulenart stryx nyctea. Oken 7, 116.
 
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schneekind, n. in der fabel kind, das aus schnee hervorgieng. J. Grimm myth.4 3, 275; die schöpfung aus speichel und blut gemahnt an den schnee und das blut in märchen, wann die mutter sich kinder wünscht, an das schneekind im modus Liebinc, und an den ursprung der riesen aus reif und eis. 2, 752 anm. 1.
 
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schneekleid, n. schnee als kleid der berge: nur die gipfel der höheren berge sind mit dem schneekleide bedeckt. Augsb. allg. zeitung 1869.
 
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schneeklosz, m. klosz aus schnee, schneeball:

seht dô begonde er machen
durch sîne tugende grôʒe
wol achte snêklôʒe
aldie wîle in sneit der wint. pass. 522, 98 Köpke.


 
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schneeklumpen, m. klumpen aus schnee: sich mit schneeklumpen werfen.
 
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schneekönig, m. 1) name für den zaunkönig motacilla troglodytes Nemnich: es ist klein grau sprencklicht vögelein, das man den schneekönig nennet. Schnurr wunderb. 303. sprichwörtlich: wenn der schneekönig wieder kommt! Simrock 9146; in Düringen und Sachsen: sich freuen wie ein schneekönig; auch spottname des königs Gustav Adolf von Schweden. Eiselein 553.
 
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schneekranz, m. schnee als kranz:

der winter steht mit ewigstarrendem fusze
auf der gebürge gipfel, gekrönt mit glänzendem schneekranz,
welcher strahlte wie silbergewölk im schimmer der erde.
Stolberg 1, 391.


 
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schneekrater, m. mit schnee bedeckter krater; bildlich: wäre die geschichte rund herum dann nicht mit lauter schneekratern und eisbergen besetzt? J. Paul Levana 1, 11.
 
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schneekugel, f. kugel aus schnee; im vergleich: die sonne hing wie eine weisze blitzende schneekugel im blau. J. Paul Titan 1, 28.
 
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schneekuppe, f. mit schnee bedeckte bergkuppe: da die fernen schneekuppen bald verhüllt, bald heller oder dunkler, weisz oder rot sichtbar waren. G. Keller werke 1, 33.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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