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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneeberg bis schneeblitz (Bd. 15, Sp. 1229 bis 1230)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneeberg, m.
1) mit schnee bedeckter berg: doch stelten wir uns als wer uns sein freündschafft gewegen und angenäm, zohen auff sein land durch ein grimmigen kalten schneeberg. Franck weltb. 230b; bezeichnung der alpen: alpes .. ein sneheberg, snebarch Dief 25c; fing er (ein Schweizer) an, als wenn er nichts damit meinte, und rühmte ihr das fröhliche leben in der Schweiz und die goldenen berge darin, er meinte die schneeberge im sonnenglast jenseits der Clus. Hebel 2, 172.
2) berg, haufe von schnee: sich durch einen wahren schneeberg durcharbeiten müssen.
 
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schneebergicht, adj.: um das schneebergichte gestade ihrer brüste. Lohenstein blumen 141.
 
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schneebinse, f. die binsenart juncus niveus. Nemnich.
 
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schneebirne, f. die birnenart pyrus nivalis. Behlen 5, 517.
 
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schneeblank, adj. blank wie schnee, mhd. snêblanc: Siegfried und Gunther reiten zu Brunhildens burg in schneeblanker farbe an gewand und ros. Uhland schriften 1, 399;

dô wârin sie dâr hêrlîche gare
ûffe rossen snêblanken. könig Rother 2639;

rehte in einer mâʒeden helden vil gemeit
von snêblanker varweir ros und ouch ir cleit
wâren vil gelîche,ir schilde wol getân:
die lûhten von den handenden wætlîchen man. Nibel. 384, 2.


 
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schneeblasz, adj. blasz wie schnee: Ferdinand (schneeblasz und zitternd). Schiller 3, 386 (kab. 1, 7); als drei kleine, armlange geputzte mädchen von einerlei statur und physiognomie an der hand einer jungen schönen, aber schneeblassen mutter hereintraten. J. Paul flegeljahre 3, 54.
 
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schneebleich, adj. bleich wie schnee: schneebleich stunden alle, ängstlich klopfte die erwartung in jeglicher brust. Schiller

[Bd. 15, Sp. 1230]


2, 179 (räuber schausp. 5, 1); der alte trat schneebleich zurük. 3, 118 (Fiesko 4, 7).
 
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schneeblende, f. blendender schein des schnees. Zwingli 2, 1, 5 (s. die stelle unter schneeglanz).
 
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schneeblendend, adj. blendend wie schnee. J. Paul Levana 2, 81 (s. die stelle unter schneekalt).
 
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schneeblind, adj. blind, geblendet vom schnee, mhd. snêblint: schneeblind, nivis candore excoecatus Frisch 2, 213a; sprichwörtlich: schneeblind wie die hühner sein. Wander 4, 296; ich komm mir manchmal wie ein schneeblindes huhn vor — ich seh die herrlichkeiten nimmer, die sich die leute in der poesie erträumen, denn mich hat das leben in der phantasie schier invalid gemacht und mir abgründe gezeigt, die ich lieber nicht erschaut hätte. Scheffel in dessen lebensbeschr. von Proelsz 398.
 
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schneeblitz, m. 1) blitz leuchtend weisz wie schnee: sie traten alle feierlich in das gartenhaus, auf dessen dache der regen aufschlug, indesz in die offnen fenster der auf- und zugedeckte mond wie ein gletscher seine schneeblitze hineinwarf. J. Paul Hesp. 1, 117. 2) schneeblitze, landschaftlich die kielfrösche, froschwürmer, gyrini. Nemnich 3, 97.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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