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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneeanhang bis schneebehangen (Bd. 15, Sp. 1228 bis 1229)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneeanhang, m. an den bäumen, büschen hängender schnee. Behlen 5, 515; vgl. DWB anhang theil 1, 367.
 
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schneeapfel, m. eine apfelart, franz. pomme de neige. Nemnich.
 
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schneearm, m. bildlich schneeweiszer arm: lieber will ich den doktorhut aufthun und ihre matte hand an den aderlaszstock mit meiner anschlieszen, indesz sie, um nicht den blutbogen über den schnee-arm zu erblicken, mir in einem fort erblassend in das auge schauet. J. Paul uns. loge 2, 94; wenn sie in der ruhigsten stellung, den rechten schnee-arm weich über irgend etwas schwarzes hinschneiete. ebenda.
 
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schneebahn, f. bahn durch den schnee, via per nivem curru vel traha facta. Frisch 2, 213a.
 
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schneeball, m.
1) aus schnee gemachter ball, globulus e nive manibus compressa. Frisch 2, 213a, flecta schneball Diefenbach 239b; daʒ nieman den andern mit sneeballn wurff. d. städtechron. 4, 81, anm. 8 (v. 1338); pflumpf! lagst du, und ward ein gezisch und gelächter über dir, und wurdest mit schneeballen geschmissen über und über. Schiller 2, 34 (räub. 1, 2); (indem er) mich mit schneebällen .. bombardirte. Gaudy 19, 72; grosze von der natur geformte schneemasse:

von osten rollt, lawinen gleich, herüber
der schnee- und eisball, wälzt sich grosz und gröszer,
er schmilzt und nah und näher stürzt vorüber
das alles überschwemmende gewässer.
Göthe 13, 299;

im vergleich: denn da nimpt der leib jmmer zu, unnd wird teglich gröszer, wenn das kalchicht wasser sich drumb legt unnd dran henget, wie ein schnepallen gröszer wird, wenn man jn im schnee fortweltzet. Mathesius Sarepta 35a; gleich wie einer im winter ein schneeballen lenger umbwalzet, ie mehr schnee daran behengt und der ballen gröszer wirdt, also hat allweg ein ieglicher pabst den ballen auch weidlich umbgewendet, ein menschen lehr, wie man die jaghund kuppelt, an einander gefesselt und geflicket. Kirchhof wendunm. 1, 446 Österley; insonderheit da sie (die ohrenbeichte) so fest in der schrifft bestehet, wie schneeballen inn der heiszen offenkachel. Fischart bienenk. 161b; das wunder, das ihr herr gestern gethan hat, wird bald genug lärm machen; denn so etwas wächst wie ein schneeball. Thümmel reise 6, 32. bildlich: so sähe es doch einer poltronnerie sehr ähnlich, wenn du dich erst aus dem staube machen und der nachwelt gleichsam hinterrücks deine schneebälle aus einer entfernung in das gesicht werfen wolltest, in der sie dich nicht mehr erreichen kann. 10, 241; und so wälzte sich auch der schneeball des beifalls zu einer ungeheuren grösze. Göthe 18, 163. sprichwörtlich:

der schneeball und das böse wort
wachsen und rollen fort.
Wander 4, 296.


2) die pflanze viburnum opulus. Oken 3, 1856; auch die blüten derselben: schneeball, wegen der gleichheit, ein ball von lauter

[Bd. 15, Sp. 1229]


kleinen blüten an dem sambuco rosea, flores sambuci aquaticae. Frisch 2, 213a;

als ich dein blendend weisz, geliebte blume,
die man mit recht, vom schnee-ball schnee-ball heiszt,
mit einem inniglich gerührten geist,
in meiner lust, zu deines schöpffers ruhme,
mit aufmerksamen aug' erblickte.
Brockes 4, 89.


3) kugelförmiges backwerk aus mehl, milch und eiern. Jacobsson 7, 258b; mit schneebällen, keinen blühenden (vgl. 2), oder aus durchzuckertem eierschaum geschlagenen. Gaudy 19, 72.
 
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schneeballen, verb. mit schneeballen werfen: und ist hinter d' schuel gangn und hat mit den buebmessen dafür gschneballt. Schwabe tintenf. B 3a;

und auff dem eysz schleiffen die bubn,
schnepallen sicht man auch von vieln.
H. Sachs 1, 420d,

in der Schweiz verkürzt zu schneebelen Stalder 2, 341.
 
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schneeballwerfen, verb. werfen mit schneebällen:

und so hatt' ihn (den winter) schlittschuhlaufen,
schneeballwerfen angegriffen,
dasz er ganz in tropfen thaute.
Rückert ged. 261.


 
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schneebaum, m. die baumart chionanthus. Nemnich 2, 1020.
 
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schneebedeckt, adj. mit schnee bedeckt: lieblich læchelt izt die sonne durch die dynn-benebelte luft yber die schneebedekten hygel hin. Geszner schriften 3, 12; eine braune hytte mit dem schneebedekten dach. 13;

wenn auf schneebedektem thurme,
um die wette mit dem sturme
jede wetterfahne heult.
Göckingk 1, 63;

vom ocean zum schneebedeckten haupt
des Hämos.
Stolberg 4, 226;

von des kaiserrosses nacken sinket los' herab der zügel,
und sein huf wühlt ungeduldig in dem schneebedeckten hügel.
Gaudy 7, 118.


 
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schneebeere, f. die pflanze chiococca. Nemnich.
 
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schneebehangen, adj. mit schnee behangen, bedeckt:

des gefürchteten gipfels
schneebehangner scheitel.
Göthe 2, 67.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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