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schneckenschlagen bis schneckensucher (Bd. 15, Sp. 1220 bis 1221)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneckenschlagen, n. im bair. bezeichnung für nichtsthun, müssiggehn: dem geistlichen wird sein schmauszen, sein schwätzen und schneckenschlagen, sein postbrevier, sein jägermesz, sein weiberspienzeln etc. verhebt. quelle bei Schm. 2, 567.
 
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schneckenschlager, m. im bair. für nichtsthuer: solche schneckenschlager (pfarrer die andere für sich predigen lassen). Schm. 2, 567.
 
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schneckenschleim, m. schleim der schnecken, bildlich: ganz Rom hatte ohnehin der stöszer erschüttert, weil er über jede gasse, durch die er ging, den schneckenschleim und laich seiner berichte gezogen. J. Paul komet 2, 149.
 
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schneckenschneidzeug, n. maschine zur herstellung der schnecken für uhren. Karmarsch-Heeren3 7, 774.
 
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schneckenschritt, m. einer schnecke an langsamkeit gleichkommender schritt:

doch wenn sie (Regula) gar zu steif, mit schneckenschritt,
durch nackte gäng' und sand-alleen tritt.
Bürger 28b.


 
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schneckenseele, f. bildlich für einen in sich zufriedenen, häuslichen menschen: kein botschafter werfe einer solchen guten schneckenseele seine faust in den weg und lache dazu, wie sie sich hinüber quält. J. Paul Hesperus 1, 113.
 
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schneckensteg, m. steg schneckenförmig sich windend: da ihnen (den dienern der fürsten) doch die schnecken-stege, fürnehmer palläste, ein lehr-bild stellen, das groszer herren geschäffte und mandaten, nicht allemahl nach der graden lini lauffen können; sondern vilmahls, durch einen umschweif gehen, und ihren hohen zweck ersteigen müssen. Butschky Pathmos 906.

[Bd. 15, Sp. 1221]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneckenstein, m. , mhd. sneckenstein.
1) kleiner weiszer körper, der im kopfe der wegschnecke gefunden wird und gegenstand des aberglaubens ist, lapillus quem dicunt in limacibus inveniri Frisch 2, 212c: celonites haiʒet snekkenstain. der ist purpervar und manigverbik. den stain gibt der snekk. der hât die art, wer in under der zungen tregt, der wârsagt. Megenberg 442, 26.
2) name für die ammonshörner. Nemnich.
3) ohne plural; stein, besonders marmor, in dem sich versteinerte schnecken finden, conchites Frisch 2, 212c.
 
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schneckenstich, m. bezeichnung einer art von stichen in der malernaht (s. dieses th. 6, 1509), die nach schneckenart krumm, schräg herum an einander gestochen werden. Jacobsson 7, 236b. s. schlimmstich sp. 722.
 
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schneckenstiege, f. schneckenartig sich in die höhe windende stiege, treppe, scala tortilis, cochlides, cochlidia. Stieler 1897; bildlich: die solostimmen drin wird Golo und mein jung' hier handthieren; natürlich weggesungen, Dragones, nicht so kraus, denkt, dasz ihr in der kirche säszet und nichts weiteres, ohne die schneckenstiegen von unnöthigen trillern hinauf und hinunter zu setzen, dasz dem zuhörer darüber schwindelt. Fr. Müller 3, 110 (Golo und Genovefa 2, 4).
 
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schneckensucher, m. im tirolischen mundartliche bezeichnung für einen langsamen arbeiter. Schöpf 639.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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