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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnauzkanne bis schneckenberg (Bd. 15, Sp. 1212 bis 1216)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnauzkanne, f. kanne mit ausgusz, schnauze. Campe.
 
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schäuzlein, n. wie schnäuzchen sp. 1210, dimin. zu schnauze:

wann sie (die mücke) sich auch am feind will rechen,
thut sie solchs nicht mit angelstechen,
wie die immen und wespen thun,
sonder sie brauchet darzu nun
jren mund, schneuzlein und den trüssel
gleich einem elefantenrüssel.
Fischart lob der mucken 81 (dicht. 2, 127).


 
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schnauztopf, m. topf mit ausgusz, schnauze. Campe.

[Bd. 15, Sp. 1213]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneckchen, n., dim. zum subst. schnecke; im vergleich von einem kinde:

seht mir doch mein süszes kind!
fetter, als ein fettes schneckchen,
süszer, als ein zuckerweckchen!
Bürger 58a.

als liebkosungswort:

hier pflegen sie der ruh',
und trocknen sich, mein schneckchen,
ihr hemde, sammt dem röckchen,
die strümpfchen und die schuh'. 23b.


 
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schnecke, f. concha, limax; ahd. snecco, sneccho (Graff 6, 839), mhd. snecke, snegge; mnd. snigge. im nahen zusammenhang mit einer zweiten bezeichnung desselben thieres ahd. snegil, mhd. snegel, ags. snägel, snegel, altnord. snigill (altnord. snekkja, schnell segelndes schiff, worüber Weinhold altnord. leb. 137 zu vergleichen ist, scheint ein lehnwort zu sein, vgl. ags. snacc und snaga, navis rostrata Graff 6, 839, nd. nld. snicke, snick); vgl. DWB schnägel sp. 1160. beziehung zum goth. snivan, altnord. snúa vertere, flectere, wie sie J. Grimm kl. schr. 3, 133 annahm, ist ebenso abzuweisen, wie zum ahd. snahhan, repere (Graff a. a. o.) und dem altnord. snákr, mnd. snake schlange, ringelnatter; wahrscheinlich stammt der name von dem schleimigen überzug, da ahd. snegil sowohl limax, wie vomex, mucco, schleim, schleimkrankheit bezeichnet. das geschlecht, im ahd. und mhd. durchweg männlich, ist seit beginn des nhd. weiblich geworden; oberd. noch jetzt das männliche geschlecht: der schnäck, domiporta, limax, cochlea, chelis, testudo Maaler 388d. der schneck Höfer 3, 104. Schm. 2, 566; darausz folget, dasz der schneck auch ist ein attractivum. Paracelsus (1616) 1, 335 A; aber ich sag das der schneck sey des ferg (id est, das hin und her lauffet) dasz sich coagulirt ausz dem accidentalischen saltz. 2, 2, 444 C; gantz weisz als milch ist dieser schneck, so viel die gestalt betrifft. Gesner fischb. 146a.
bedeutung und gebrauch.
1) schnecke im eigentlichen sinne, in mancherlei arten, die durch zusammensetzung näher bestimmt werden: erd-, flusz-, kegel-, land-, napf-, purpur-, schnirkel-, teller-, wasser-, weinbergsschnecke u. a.; mit rücksicht auf ihre art und weise: concha oder coclea haiʒt ain snek und ist ze däutsch als vil gesprochen als ain flächlink oder ain eitlink, wan sô der môn abnimt, so werdent ir schaln flach oder hol und eitel. Megenberg 249, 13; testudo haiʒt ain snek, dar umb, sam Isidorus spricht, daʒ er mit ainr schaln bedecket ist, als er in ainem häusel sitz, wan testa ze latein haiʒt ain schal ze däutsch. 258, 23; der sneck iʒt erden und hât vier hörner, aber ir zwai sint lenger und zwai kürzer, und wenn er kreucht, so strecket er diu hörner. 303, 1; diese schnecken haben ein glatt, rund, klein gehäusz, solche pflegt man hauffecht ob den felsen zu samlen, das fleisch von jnen zu nemmen, welches so es gesotten, gibt es ein rot gemüsz, als ob es geferbt were. Gesner fischb. 146b; der jrrdischen schnecken sind etliche mit schalen bedeckt, solcher sind etliche grosz, andere klein. etliche werden ohne schalen gesehen in jedem geschlecht in ungleicher grösze, farb und gestalt. 194 B;

im wasserbette ruhen alle fische (am abend),
die schnecke kriecht ins dach.
Schiller hist.-krit. ausgabe 1, 353;

zur herstellung von arzneimitteln verwandt: wenn man die snecken zestœʒt und zereibt und streicht si in etleich wunden, sô werent si, daʒ kain geswer dar inn wachs. Megenberg 303, 9; für dise pestem helffen die frösche unnd schnecken alle, auffgebunden. Paracelsus 1, 335c; die schnecken kommen in viel und mancherley artzney so auszen desz leibs, und jnnerhalb den leib gebraucht werden. Gesner fischb. 195a; die schnecken wohl gedörrt, samt ihren deckelein, in einem wermuth morgens und abends zu drey messer-spitzenvoll eingenommen, ist ein bewährt mittel wider die wassersucht und den gries. Hohberg 3, 2, 313a. im aberglauben: auch wann man ein schneck ausz dem wasser nimmt, legt sie inn die rechte hand mit dem rucken, und auff jetlich seiten ein wenig erden, das er sich nicht herumb kehren kan, so soll deim gut der hagel nichts schaden: etlich haben die schneck zu mittag und mitternacht rings umb dasselbige ort getragen, und alsdann von sich gelegt als ein köstlich remedi. Sebiz feld. 8; das keyn ungezifer dem samen schaden möge, ist keyn ding besser, dann man lase den samen, welchen man inn den garten säyen will, auff eyner schneckenhausz dörren. 292.
2) in vergleichen, mit bezug auf die langsame art ihrer fortbewegung: kriechen, schleichen, langsam wie eine schnecke; er schleuft daher, anders nicht als eine schnecke, cochleam tarditudine

[Bd. 15, Sp. 1214]


vincit. Stieler 1897; die pferde schienen so ganz die glückliche ruhe zu fühlen, die ihnen heute, wahrscheinlich zum erstenmale, zu theil ward .. krochen wie die schnecken über den sand. Thümmel reise 1 (1791), 40;

auch keinen weisen,
die gleich den schnecken
nach weisheit reisen.
Göckingk 1, 315;

wir schleichen wie die schneck' im haus,
die weiber alle sind voraus.
Göthe 12, 208.

auch bei anderer thätigkeit: er war im rathen wie ein schneck, und in thaten wie ein vogel in der luft, oder wie ein pfeil vom bogen. Schuppius 21; es war, als ob man die schnecke aufforderte, sich gewaltsam von ihrer angebornen klause loszureiszen, um den forcirten flug einer schwalbe zu machen. Schmidt kom. dicht. 429;

der bau gerieth dabey, wie man
leicht denken kann, ins stecken:
die maurer sahn einander an,
und maurten wie die schnecken.
Blumauer Aen. 1, 140.

mit bezug auf häuslichkeit und verborgenheit der schnecke: sie ist wie eine schnecke, haec mulier cochleae vitam agit, bleibt stets innen, kommt nicht unter die leute, verleuft sich nicht weit. Stieler 1897; in dem heftigen husten und abmattenden fieber war ich stille wie eine schnecke, die sich in ihr haus zieht. Göthe 19, 265; der schneck' und der frau ist am wohlsten im haus. Wander 4, 290; den kopf wie eine schnecke einziehen, sich verkriechen:

ich habe guten fug ein solches zu begehren,
drum wirst du deinem freund es als ein freund gewähren;
sonst zieh ich meinen kopf, als wie die schnecken, ein
und werde weniger, als sonst, dein diener seyn.
Caniz 129.

an das vorstrecken der hörner seitens der schnecke anknüpfend: verständig, ruhig, gut in einem augenblick, konnte es ihm (Merck) in dem andern einfallen, wie die schnecke ihre hörner hervorstreckt, irgend etwas zu thun, was einen andern kränkte, verletzte, ja was ihm schädlich ward. Göthe 26, 96; dasz verliebte so ein feines gefühl haben, wie die schnecken an den hörnern, um zu spüren, ob man ihnen wohl will, oder nicht 57, 129;

es kamen diese spitzgen (eines wintergrases) mir,
zumahl sie mehrentheils gedoppelt waren, für,
als wenn das kraut und gras, nach art der klugen schnecken,
zwey kleine hörnerchen in ihnen von sich strecken,
um, obs schon für sie sicher, zu entdecken.
Brockes 7 (1746), 583.

in sonstigen vergleichen: sie (die gottlosen) vergehen wie eine schnecke verschmachtet. ps. 58, 9;

die schneke lekt den thau, und ich herr Christ dein blut:
in beeden wird gebohrn ein kostbahrliches gut.
Scheffler cherub. wandersmann 24, 120 neudr.;

sieh', ich (Jehovah) weisz es,
dasz dein herz am sinnlichen klebt, wie die schneck' am dornbusch.
Kosegarten 6, 189.


3) schnecke als sinnbild der langsamkeit: unser (der Deutschen) politisches verzichtthun auf jedes frei-geistige und unsere fluchtstrafen eines jeden schritts aus dem marschreglement oder der schrittordnung der kollegien - schnecken. J. Paul friedenpred. 42; so — diesz ist thatsache, denn jedes pferd war ihm eine schnecke — rannte er zu fusze nach hause. leben Fibels 139;

swem gæhes boten nôt geschiht,
der bedarf des snecken niht.
der snecke und ouch der regenwurm,
die hebent selten grôʒen sturm.
Freidank 146, 20;

wenn der sommer uns erreicht,
hinkt die lust, im winter schleicht
sie den gang der schnecken.
Göckingk lieder zweier lieb. 58;

jetzt fliegt man nicht zum ziele,
der wahlspruch ist: gott gebs!
das wappen ist die schnecke,
schildhalter ist der krebs.
Uhland ged. 106;

aber auch dabei der beharrlichkeit: lehrhaft und fromm, ordnungliebend, keusch, gutmüthig war und blieb die deutsche muse. an lebhaftigkeit also hinter andern völkern zurück, wovon abermals der grund im charakter wie in der geschichte des geduldig-gutmütigen volkes lieget; aber wer spät kommt, kommt er nicht noch? die langsam aber unermüdet fortwandernde schneke kam jenem vermessenen hasen voran, der sich, verachtend-stolz niederlegte und einschlief. Herder 24, 274 Suphan; sprichwörtlich: eine schnecke kommt so weit mit kriechen als ein hase mit laufen. Wander 4, 290; eine schnecke kompt mit der zeit wo sie hin will. ebenda; der vorsichtigen bedächtigkeit: sei ein schneck im raten, ein vogel in thaten. Eiselein 519;

[Bd. 15, Sp. 1215]


des scheuen zurückziehens; sprichwörtlich: wenn man die schnecke anrührt, zieht sie sich in ihr haus zurück. Wander 4, 290;

nicht immer gleich
ist ein galantes mädchen,
ihr herrn, für euch;
nimmt sich der gute freund zu viel heraus,
gleich ist die schneck' in ihrem haus.
Göthe 13, 14.

nach solchen eigenschaften im lügenmärchen und dessen nachklängen:

der (mühlstein) verwundôt einen stampf;
dâ von sich ein snecke rampf
von dannen über tûsent mîle.
er kam dâr mit île
und vaht, daʒ der harnasch sîn
wart ein glesîn vingerlîn,
unde beiʒ ime abe den nac. wachtelmäre 208;

dô sprach ein aff: 'sô wæne ich bin
daʒ schœnste tier.'ein tôre jach: 'sô hân ich wîsen sin'.
ein snegge wolte springenvür den lêbart beidiu berc unt tal.
... die lüge sint alle swinde.
Reinmar von Zweter 160, 6 Roethe;

Bliomberis. ich frage: wann ist unser hochzeittag?
Barinissa. wann einst die fische dort im Nil ersaufen.
Piromis. wann sich die schnecken auszer athem laufen.
Platen 217b.


4) wetterregeln: wenn sich die schnecken früh deckeln, so giebts einen frühen winter. Simrock 9140; wenn die schnecke ein grünes blatt mit sich führt, es gewisz gut wetter wird; beladet sie sich mit grund, so thut sie starken regen kund. Wander 4, 290; die schnecke zieht die hörner an, wenn's hagelt. ebenda.
5) von schneckenartigen oder schneckenförmigen gegenständen.
a) wie ein schneckenhaus sich windende treppe, wendeltreppe: und es waren zwo thür an der schnecken hin auff, eine gegen mitternacht, die ander, gegen mittag, und die schnecke war fünff ellen weit. Hes. 41, 11; er soll sich nur bald trollen, anderst, sie wöllend ihn den schnecken hinab stürzen. Wickram unger. son B 2a; zwischen solcher küchin und der speiszkammer soll ein schnecken sein, auf welchen man durch die kuchin auff den speicher gang. Sebiz feldb. 29; damit wardt der schneck verderbt und so eng, das einer dem andern nit wol entweichen kan. Zimm. chron.2 4, 149, 11; der (geist) ist ir im schnecken eins abends bekomen und stillschweigendt fürgangen. unlangs darnach, als bemelt weible widerumb den schnecken hinauf gangen, hat es den gaist abermals in irer gestalt helles tags gesehen. 200, 17; da führt sie unser gurgelmänlin gleich hinauf den groszen schnecken. Fischart Garg. 133b; giengen damit geschwind zu dem bogen des groszen schneckens, und lisen den groszen Frisischen hengst sampt den jungen füllen, die er jnn auffgeseilt, hinab rumpeln. 135b;

einst klomm die luftgen schnecken
ein musensohn heran,
sah aus nach allen ecken,
hub dann zu meiszeln an.
Uhland 304.


b) schutzvorrichtung gegen feindliche geschosse, welche die krieger durch übereinanderlegen ihrer schilde herstellten (nach lateinischem testudo): wie man am sturm mit tartschen ein schnecken gemacht, das die so vor giengen jr tartschen uff der fordern, und also einer nach dem ander und ein schnecken gemacht, das was man daruff schosz on schaden abgienge. Hedio vorr. zu Josephus 10; bald darnach verachteten sie (die Römer) auch das werffen, also, das jren ein theil ein schnecken oder gewölbe machten, damit sie durch die feind giengen, die andern zogen umb einen kurtzen weg. Livius (1562) 199a.
c) in der baukunst eine volute an säulen.
d) in den alten taschenuhren eine kegelartige walze, um welche sich beim gang der uhr die kette windet. Jacobsson 4, 16a.
e) bohrer mit gewundenen schärfen und schraubenartiger spitze. Jacobsson 4, 17a; s. schneckenbohrer.
f) die archimedische wasserschraube.
g) in der anatomie die äuszere und innere höhle des ohrs.
h) mundartlich, in der Schweiz ein zum einbringen des heus benutztes leichtes fuhrwerk, das vorne die gestalt eines schlittens und hinten die eines wagens hat Stalder 2, 341; im bairischen ein aus dünnen, schmalen holzstreifen geflochtenes armkörbchen mit deckel und tragbogen, auch das schneckl. Schm. 2, 567. oberdeutsch geringelte haarlocke, bairisch vornehmlich als dim. gebraucht, das schneckl, schneckel, schneckebetzel. ebenda; ihre locken waren auf das zierlichste gerollet, in allerhand figuren, schnecken und rosen gewunden. Wieland 4. suppl.-bd., s. 39; von ihrem nicht mehr dichten haar hatte sie an den schläfen possierliche schnecken gewickelt und in das zöpfchen hinten

[Bd. 15, Sp. 1216]


einen hohen kamm gesteckt. Keller 4, 97; im ost- und westpreuszischen eine windmühle, welche vermittelst einer schneckenschraube das wasser aus niedrigen stellen schöpft. Frischbier 2, 303a; sonst landschaftlich auch das weibliche schamglied. Campe.
 
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schneckeln, verb. oberd., dim. zum verbum schnecken, langsam wie eine schnecke kriechen, dahin schleichen. Schm. 2, 567; mundartlich im bairischen putzen, zierlich ankleiden. ebenda; in der weidmannssprache für knappen beim auerwilde. Behlen 5, 511.
 
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schnecken, verb. langsam wie eine schnecke kriechen; dann überhaupt sich langsam fortbewegen. Schm. 2, 567. reflexiv: in einem solchen zustande schneckte sich die zeit nur langsam fort. Plant acad. liebe 265. unpersönlich: seht doch, was kommt denn dort vom wald herauf gezottelt? schneckt's nicht daher, wie ein lahmer karngaul? Tieck 3, 138;

ob es schnecke, ob es fliege,
endlich ist es doch vorbei.
Rückert (1882) 2, 51.

als hinschnecken: jahre werden hinschnecken und ich immer nicht der deine seyn. V. Weber sagen 4, 21.
 
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schneckenart, f. 1) eine art der schnecken. 2) die art und weise der schnecken; im sprichwort: er ist von schneckenart, er bewegt sich, handelt langsam wie eine schnecke; auch er trägt alles das seinige bei sich, wie eine schnecke ihr haus, omnia secum portat. Eiselein 553.
 
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schneckenartig, adj. und adv.
1) die art und weise der schnecken habend: dieses ungeheure schneckenartige thier (die grosze bisam-sprutte) hat veranlassung zu noch ungeheureren fabeln gegeben. Oken 5, 537.
2) der gestalt eines schneckenhauses entsprechend. bildlich: der zirkel unserer ideen zieht sich schneckenartig, immer in engere kreise, nach einem unmerklichen punkt hin. Sturz 1, 199.
 
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schneckenauge, n.
1) das auge einer schnecke, im vergleich: wer ihn in seinem nachlässigen aufzuge, einen breiträndigen schwarzen hut auf das kahle haupt gestülpt, schlottrigen ganges durch die straszen rennen sah, die augen vom beständigen suchen und spähen wie schneckenaugen rund vorgequollen, als ob sie alles sichtbare zu betasten strebten .. Heyse kinder der welt 2, 76.
2) in übertragener bedeutung, der mittelpunkt einer schneckenlinie, einer nach art einer schneckenlinie gebildeten verzierung, franz. oeil de volute. Jacobsson 4, 17b.
 
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schneckenberg, m. kleiner berg oder hügel, auf dem die eszbaren schnecken aufbewahrt und gemästet werden. Jacobsson 7, 258a; colliculus ad nutriendas cochleas. Frisch 2, 212c.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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