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schnausegel bis schnauzbärtig (Bd. 15, Sp. 1209 bis 1210)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnausegel, n., s. DWB schnaue.
 
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schnausen, verb.: schnause, fremo, indignatione bullio Steinbach 2, 473: die brauset, sauset und schnauset, sumbt und prumbt, gurrt und murrt, schilt und pilt. Mathesius Sir. 2, 100a; in der bedeutung berührt sich dies wort mit den nahestehenden bildungen schnauben, schnaufen, schnauken. es ist nur mundartlich, in ober- und mitteldeutschen gegenden, in gebrauch, und bedeutet schnauben, schnüffeln, herumstöbern, naschen, stibitzen, aber auch saugen, vgl. Schm. 2, 584. Stalder 2, 340. Tobler 396b. Hunziker 228. Seiler 259b. Pfister 262. ergänzungsh. 2, 34.
 
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schnausicht, adj. frendens Steinbach 2, 473; s. das vorhergehende zu anfang.
 
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schnausig, adj. herumschnüffelnd, genäschig (s. DWB schnausen) Hunziker 228. Stalder 2, 340. Kehrein 360.
 
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schnausze, s. DWB schnauze.
 
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schnauz, m. handlung des schnauzens, anfahrens, zürnens (vgl. unten schnauzen 3); in der Schweiz schnautz, derber verweis Stalder 2, 341; übertragen auf einen schnauzenden menschen; ebenda der schnauzi, barscher, grober mensch, auch hundename Seiler 259b. 260a; älter auch nach schnauzen 2, das maul aufsperren, von einem neugierigen müsziggänger: schnauz, pro spectatore otioso et nimis curioso, ein junger schnauz, juvenis perquam curiosus, effrons et audax. Stieler 1906.
 
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schnauz, m., nebenform zu schnauze; im sinne von daselbst 3, a an einer lampe: den leuchter .. und seine lampen mit seinen schneutzen. 4 Mos. 4, 9; bei den zwo gülden schneutzen des gülden leuchters. Sacharja 4, 12; eine lampe .. mit sieben schnäuzen zu so viel dochten auf jeder seite. Winckelmann 2, 74.
 
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schnauz, m. schnurrbart, kürzung von schnauzbart, zuerst bei Campe erwähnt, mundartlich namentlich oberdeutsch verbreitet, so schweizerisch Stalder 2, 341; der schnauz, plur. schneuz, schnurrbart Seiler 259b; in Vorarlberg schnautz und schnûtz Fromm. 3, 301; im bairischen sprachgebiete: der schnauz, neben schnauzbart Schm.2 2, 590; in Kärnthen der schnautz Lexer 223; von schriftstellern mit mundartlicher färbung gebraucht: spazierende herren lachten ungeniert, und einige mit schnäuzen traten ganz nahe hinzu, stützten sich mit beiden händen, wenn nicht die eine den schnauz drehte, auf ihre stöcke. J. Gotthelf Uli der knecht 276; jetzt sei er oberst und habe einen schnauz, den er unter dem kinn knüpfen könne. bauernspiegel cap. 27; für den träger eines schnurrbartes, mann: Elisi aber war ... in beständigen zweifeln begriffen, ob es mit diesem oder jenem schnauz es nicht noch besser gemacht und ob es nicht hätte warten sollen. Uli der knecht 289. schnauz, mundartlich auch schwarzer strich im gesicht von rusz, kohlen Seiler 259b.
 
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schnauzbär, m. bezeichnung des bären wegen seiner groszen schnauze: der schnauzbär kümmerte sich wenig um diese drohung. Musäus 3, 17.
 
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schnauzbart, m. schnurrbart; ursprünglich als derbe bezeichnung des bartes um die oberlippe gebildet und empfunden: schnautzbart nennt man im spott den bart der oberlippe, superioris labri barba, vulg. mystax. Frisch 2, 212b; später unbefangen gebraucht, besonders von dem starken soldatischen barte: so sasz die wurst auf der nase des guten weibes fest .. und hieng zu beiden seiten hinab wie ein husaren-schnauzbart. Hebel 2, 62; damit der nebenbackenbart mit dem schnauzbart bleibt. F. Müller 3, 229; kleiner, scharfer mund, schwarzer schnauzbart. Bettina briefe 2, 181; du wirst dir den schnautzbart in die höhe streichen. Arnim 1, 46; seine breiten augenbrauen

[Bd. 15, Sp. 1210]


hatte er sich zu einer schmalen linie abrasirt, eben so seinen schnauzbart. 2, 162; ihr hättet gar zu gern einen schnauzbart an eurem mund. Eichendorff 2, 559; ein schwarzer schnauzbart teilte es (das gesicht) in zwei fast gleiche teile. O. Ludwig 2, 47; er .. wichste seinen grauen schnauzbart. 429; da .. seine nase sich lang über den fränkischen schnauzbart gegen das spitze kinn dehnte. Freytag werke 9, 46.
 
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schnauzbärtig, adj. mit einem schnurrbart versehen: den schnauzbärtigen soldaten in seiner uniform erkannte niemand wieder. Freytag neue bilder (1862) 351.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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