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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnaubig bis schnaufen (Bd. 15, Sp. 1204 bis 1206)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnaubig, adj. schnaubend: schnaubig wild Opitz bei Campe. nd. snuvich, snovich von pferden, mit rotz behaftet Schiller-Lübben 4, 281b. hess. schnäubig, wählerisch im essen Vilmar 361; vgl. unter schnauber.
 
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schnaubisch, adj. wie das vorhergehende. dem nd. snövisk, -isch (Richey 277. brem. wb. 4, 907. Schütze 4, 152. Dähnert 439b. Danneil 199), snüwesk (Woeste 247b) würde ein hochd. schnäubisch entsprechen.
 
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schnaubtuch, n. ein leinenes tuch, in das man die nase entleert (s. DWB schnauben 1), taschentuch; nur in älterer sprache und hier oft schnauptuch geschrieben (ebenso ich schnaupte),

[Bd. 15, Sp. 1205]


in neuerer sprache durch schnupftuch (s. dieses) verdrängt: caesitium, rein dünn leinwad, oder schweyszthuch, schnaubtuch Alberus dict. J 2a;

das schnauptuch ist gleich wie die nas.
Fischart 1, 130, 281 Kurz.

mundartlich bei Schmidt 203; hierzu das dim. schnaubtüchlein: hand unnd schnauptüchlein. Garg. 74a; ein schönes schnauptüchlein oder fatzennetlin. Wickram goldfaden G 2b; schnaubtüchleinhändler: hembdkröszler, krauszhöltzleinträher, schnauptüchlinhändler. Fischart groszm. (kloster 8, 611).
 
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schnaubung, f. Stieler 1896.
 
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schnaude, m.(?) zu schnauden, beschwerlich athmen, schnauben, schnaufen gebildet, katarrh, schnupfen: columbrina vertreibt dy huesten und dy snauden. Schmeller 2, 568; thür. schnauten hann, schnupfen haben Jecht 97b; schnude, schwaches m. Hertel thür. sprachsch. 219; vgl. schnuder, schnoder, schnudel, schnodel, rotz und die sonstigen hierher gehörenden bildungen wie schnudeln, schnudern u. s. w.
 
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schnauden, verb. schnauben, schnaufen, schwer athmen, schon bei Notker, hier in dem sinne von 'verächtlich durch die nase schnaufen': sanna ist sonus naris pertinens ad derisionem, dannan ist derivatum subsanno (ih snudo). ps. 34, 16; subsannabit eos, nasesnûdet an sîo. 2, 4; subsannatio, nasesnûda. 78, 4. vgl. Graff 6, 845 (hier auch schon schnuder, flegma). Noreen urgerm. lautl. 164 vergleicht ags. snott, nasenschleim. vgl. ferner altn. snuðra, snoðra, schnüffeln (von hunden), vgl. snyðian in gleicher bedeutung. mhd. snûden, mit beschwerde athmen, schnaufen, schnarchen. mhd. wb. 2, 2, 452a. Lexer mhd. handwb. 2, 1043. nachtr. 367. ob das verb. als stark anzusehen ist, ist zweifelhaft. im älteren nhd. begegnet das wort noch mehrfach, so bei H. Sachs im sinne von keuchen, schnaufen:

jetzt geht er hinter jener stauden
mit blasen, schwitzen und mit schnauden. fastn. sp. 2, 112, 210 neudruck;

so ich nun heim kumb wider spadt
ins hausz mit schnauden und mit schwitzen. 3, 92, 163;

Petrus mit echzen, plassn und schnawdn
muest imer nach drollen der gais. fabein u. schwänke 1, 443, 98;

beim essen:

nach dem isz züchtigklicher masz,
nit schnaude oder sewisch schmatz. ged. 1 (1558), 430a;

vgl. Schmeller 2, 568. Stieler 1906 führt schnauden als gleichbedeutend mit schnoden, schnuden, schnodern, schnuppern an im sinne von fluxu narium laborare, stridulum sonare naribus. in den hoch- und md. mundarten finden sich eine reihe von hierher gehörigen bildungen wie schnoder, schnuder, schnodel, schnudel, nasenschleim, schnodern, schnudern, schnodeln, schnudeln, den rotz aus der nase laufen lassen u. s. w., s. Stalder 2, 344. 527. Tobler 395b. Hunziker 228. Seiler 261a. Lexer 224. Zingerle 52a. cimbr. wb. 234a; vgl. schles. schnôdern, schnûdern Weinhold 87b; schnûdern Kramer Bistritzer dialect 120. Schröer 204a. Frommanns zeitschr. 2, 464. 3, 133 (fränk.-henneb.). 5, 462 (Iglau); nd. sind snodder, snudder u. s. w. schnaudern: schnupffen (schnaudern oder strauchen) ist insgemein eine verstopffung des haupts. Hohberg 3, 1, 230b.
 
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schnaue, f. (so bei Adelung und Campe), schnau, nld. eine snauw, schwed. dän. snau, engl. snow, franz., span., port. senau, eine schiffsart geringerer grösze, mit besonderer bemastung und segelführung (daher schnaumast, schnausegel), nähere beschreibung bei Bobrik 607b; vgl. ferner Apin. gloss. (1728) 486. Jacobsson 4, 16. 7, 258a; ursprünglich vielleicht ein spitzgebautes fahrzeug, und zu nd. snau, schnabel, schnauze, maul gehörig: von schiffen, die vorn spitz zulaufen, sagt man, sie seien up de snau gebaut. über nd. snau vgl. Richey 272. brem. wb. 4, 884. Schütze 4, 139. Stürenburg 228b. ten Doornkaat Koolman 3, 241a. vielleicht aber ist an eine beziehung zu ags. sneówan, goth. snivan eilen zu denken; vgl. auch oben naue th. 7, sp. 472, lat. navis.
 
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schnauen, verb. schwer, heftig athmen, schnauben, schnaufen, schnarchen; einen anschnauen, einen anfahren (s. th. 1, sp. 447); ausschnauen, ausschnaufen, sich erholen. Schm. 2, 563; schnauern, schnarchen 579; schnauig, geschnauwig, mit worten anfahrend, beiszig, schnau, unwilliges wort Stalder 2, 340; vgl. Seiler 259b. Schmid 473. Frommanns zeitschr. 4, 245, 36 (Oberösterreich). Spiesz 222 (hier die wendung: er schnaut nicht danach, etwas ist einem gleichgültig, er begehrt nicht danach, vgl. schnau, m. gelüste Frommanns zeitschr. 6, 18 Eifel). im nhd. entspricht snâwen (für snouwen), schnauben, schnaufen, keuchen. mhd. wb. 2, 2, 436a. Lexer mhd. handwb. 2, 1026, vgl. auszerdem snöuwen mhd. wb.

[Bd. 15, Sp. 1206]


2, 2, 450b. Lexer a. a. o. 1043. einige belege vom ausgange des mittelalters sind: die fraw wolt im nichtz geben, und schnawet in an. Pauli schimpf u. ernst 203 Österley;

(wer) umb sich schnawet als eyn hunt.
Brant narrensch. 35, 3;

schnauwt mich doch nit so groblich an,
so ich kum her zu beichten gon.
Murner Badenf. 11, 11.

die nhd. schriftsprache kennt das wort nicht, dagegen haben es die nd. mundarten; im sinne von schnappen:

do schot he up unde snauwede na my. Reinke de vos 3388;

vgl. Schiller-Lübben 4, 280a; snauen, belfern; snauisch, beiszig, zänkisch Richey 272; snauen, schnappen, beiszen, keifen; übertragen: de balke snauet een beten to'r rechten, er wendet sich mit dem vorderen ende etwas nach rechts. snauhaftig, snauisk, beiszig, zänkisch; hannöv. snaueln, keifen. brem. wb. 4, 885. Schütze 4, 139. snauern, nach eszwerk herumspüren Dähnert 437b; schnauen, um sich beiszen; schnauachtig, schnausk, abschnauzend, beiszig Stürenburg 228b; vgl. ten Doornkaat Koolman 3, 241b. ebenso nld. snauwen op iemanden, latrare in aliquem, impetere aliquem maledictis Kilian. das wort ist wurzelverwandt mit schnauben, schnauden.
 
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schnauf, m. zu schnaufen gebildet, ausstoszen der luft durch die nase; mit dem nebensinne des prahlerischen, an einen dichter:

mir ist dein schnauffein iauff (vgl. Schm. 1, 1203). waʒ geb ich uff dein keichen. meisterl. in der Germ. 3, 311;

schweiz. schnûf, der athem, athemzug, hörbares ausathmen Tobler 396b. Hunziker 229. Seiler 261b.
 
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schnäufeln, verb., iterativbildung zu schnaufen, wenig, leise schnaufen:

so schnäufelt er und hebt die hüflein.
Freiligrath 1, 87.

ohne umlaut: schnaufeln, schnüffeln Lexer 224.
 
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schnaufen, verb. hörbar den athem einziehen und ausstoszen wie bei erschöpfung oder erregung, keuchend athmen; auch gilt das verbum in derberer ausdrucksweise für athmen überhaupt; spätmhd. snûfen mhd. wb. 2, 2, 453a:

er snûfete als ein bere (bere mit langer stammsilbe). minnes. 3, 301a Hagen;

im mhd. wb. wird das wort als starkes verbum angesetzt, ebenso bei Lexer mhd. handwb. 2, 1044, bei dem mangel an zeugnissen ohne berechtigung. ein nd. snûpen, das regelrecht entsprechen würde, gibt es nicht, ebenso fehlt vergleichbares in anderen germanischen dialecten. in volksthümlichem gebrauch ist schnaufen vor allen in den oberd. mundarten, denen schnauben fremd ist; vgl. Schmeller 2, 573. Schöpf 638. Lexer 223. 224. Hügel 142a. Hunziker 229. Seiler 261b, vergl. auch Frommanns zeitschrift 3, 213, 4. 4, 102, 9; in md. gebieten neben schnauben Hertel sprachsch. 217, vgl. Frommanns zeitschr. 5, 521 II, 1. die ansicht, dasz schnaufen aus dem nd. eingedrungen und eine umbildung von nd. snûven sei, hat unter diesen umständen eine grosze wahrscheinlichkeit. im 16. jahrh wird das verbum schon viel gebraucht und von den lexicographen verzeichnet: schnaufen, respirare, animum recipere Dasypod.; schnauffen oder kychen, den athem tieff oder kaum nemmen, als wenn einer geloffen ist. Maaler 359b. Stieler 1895 betrachtet schnaufen als nur mundartlich von schnauben verschieden, bedeutungsunterschiede bezeichnet er nicht, vgl. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 621a; bei Frisch 2, 212a b ist die für die entwickelte nhd. schriftsprache geltende differenzierung von schnauben und schnaufen vorhanden: schnauben, flare, spirare, ab animositate et nimio ardore; schnaufen, ducere ilia, a lassitude et fatigatione (vgl. besonders verschnaufen). Adelung definiert: 'man schnaufft, wenn man nach einer sehr starken bewegung mit heftigkeit athem hohlet, besonders wenn solches durch die nase geschiehet'. die mundarten sowie die ältere sprache zeigen eine gröszere freiheit.
gebrauch. in der eben angeführten bedeutung erscheint das wort gewöhnlich, fast ausschlieszlich so in der ausgebildeten nhd. schriftsprache: auch waren sie von wegen der groszen flucht noch schnauffend und müde. buch d. liebe 28c; ich bin, unterbrach ich ihn schnaufend, von den gesundesten gliedmaszen — aber ihre steile treppe — lieber mann. Thümmel reise 6 (1794), 282;

die narren wähnen zu ersaufen,
indem sie frei auf festem lande schnaufen.
Göthe 41, 282;

mit vergleichendem zusatze: er schnauffte wie ein bär oder als wann er einen hasen erloffen hätte. Simpl. 2, 142 Kurz;

erholt euch, denn ihr schnauft ja wie die bären.
Tieck 1, 140;

[Bd. 15, Sp. 1207]


laufen und schnaufen, schwitzen und schnaufen u. ähnl.: der laufft unnd schnaufft, und bricht vil schu. Fischart Garg. 50b; armlaufeten, warmschnaufeten (ich schnauff auch schier). 82b; schwitzten, und schnaufeten. 149a;

das tor z Nürnberg fand sie bald
mit laufen und mit schnaufen.
Uhland volksl.2 263 (nr. 136);

maint ir, ich solt erst potschaft lawffen,
müede pain machen, schwiczn und schnawffen.
H. Sachs fastn. sp. 6, 124, 102 neudruck;

ein bote (verräth), dasz er müde sey, wann er sehr schwitzt und schnaufft.
Logau 1, 223, 24;

weiland muste man um ehre wachen, bluten, schwitzen, schnauffen. 3, 114, 77.

frei im sinne von schnaufend laufen, steigen: schnaufen mit mühsal auf den berg. Rosegger waldheim. 1, 300. in verbindung mit kommen: er kam die treppe herauf geschnauft. im todeskampfe, derb:

(die ratte) fiel an den heerd und zuckt' und lag,
und thät erbärmlich schnaufen.
Göthe 12, 106.

da das schnaufen ein zeichen der anstrengung ist, erklären sich wendungen wie folgende: ein arbeitsamer und müysäliger handel, der vil schnauffens braucht. Maaler 359c; es braucht schnaufen, so der zeug (arzneimittel) gut were: ich geschweig, so er falsch ist und verlegen. Paracelsus (1590) 7, 63; es gilt schnaufen und bartputzen, ohne schnaufen und bartwischen. Wander sprichwörterlex. 4, 289; aber wieder heraus (aus der hölle) zu entrinnen wirt viel schnauffens und bartwischens brauchen. Simpl. th. 1, 2, 8 s. 133. thiere schnaufen bei oder nach schnellem lauf oder bei innerer erregung, brünstigem verlangen, gier, angst u. s. w.:

villicht kommt ein wilts thier zu jn
und zerreist sie mit grimm und schnauffen.
Ayrer 44, 18 Keller;

wie er (der hirsch in der brunft) schnaufet, keicht und ächzet.
Brockes 6 (1739), 199;

mit aufgerecktem hals schnauft der beklommne stier (beim nahen eines gewitters).
Hagedorn 2, 124;

rannte vom berg mit schnaufen
ein waldelephanten-haufen.
Rückert (1882) 12, 60;

das schnaufen seiner (des löwen) nase macht feige .. ferner donner ist sein geheul, sturm sein schnaufen. Fr. Müller 1, 21. von pferden, wie schnauben: seine rosse schnauften und stampften und wieherten im gefühl ihres muths. Thümmel reise 7 (1800), 228. dann überhaupt hörbar durch die nase ausathmen; eine kuh im stalle: nur die kuh unten im stalle, die der gesang aus dem schlaf geweckt haben muszte, schnaufte einigemal. Ludwig (1891) 2, 320. übergehend in die bedeutung von wittern, schnüffeln: (der hund) schnauft an der stallthüre, scharrt an der hausthüre. Hebel 2, 167, s. oben beschnaufen theil 1, sp. 1587; erschnaufen, aufspüren, wittern Drechsler W. Scherffer 234. geräuschvoll athmen, besonders durch die nase ausathmen bei menschen, in tadelndem sinne: schnaufe nicht wie ein hamster, lecke nicht schüssel und teller ab wie eine katze. Mathesius Syr. 2, 43a;

wer (beim essen) schnaufet als ein dachs.
Hätzlerin 2, 71, 97.

übertragen auf das geräusch des windes:

es pustete sein kaltes schnaufen
die düne an.
Immermann 13, 99 Boxberger

(gewöhnlicher schnauben, s. dieses 7, c). als zeichen des zornes (s. DWB schnauben 7, b, vgl. auch DWB anschnaufen th. 1, sp. 447): von zorn blaasen und schnauffen. Maaler 359c;

den ich jetzt heimwartz sahe lauffen,
erblichen und vor zoren schnauffen.
H. Sachs fastn. sp. 2, 65, 191 neudruck.

mit dem nebensinne der überhebung, prahlerei:

durch dessen schnauffen
und grose prallerey bin ich noch nicht erschröckt.
Rompler 105.

vgl. Schm. 2, 573. Hügel 142a; von einem satten mönch:

er ist also vollen
als ob er si geswollen,
von hünr und von guoten win
und lat die andern in gebresten sin;
und gat schnufen als ain kuo. teufels netz 5319.

der schriftsprache völlig fremd im sinne von schnauben 1: die nase schnauffen, sich schneuzen Kramer deutsch - italien. dict. (1702) 2, 621a; bei Adelung als oberd. bezeichnet. ebenfalls auf oberd. gebrauch beschränkt ist schnaufen im sinne von athmen: athemen, athem holen, schnauffen, leben. Henisch 135; schnufa, athmen Tobler 396b;

er lieget dort und kan kaum schnawffn.
H. Sachs fastn. sp. 7, 80, 187 neudruck;

[Bd. 15, Sp. 1208]


das ding mag's schnaufen nit leiden. Schmid 622 (hier wird selbst das athmen gefährlich, es ist bedenklich, davon zu sprechen); man darf kaum schnaufen. Eiselein 553. in der schriftsprache mit derbem klange:

(der fischer) traut sich kaum zu schnaufen.
Wieland 18, 226 (winterm. 1);

im schlafe athmen, schnarchen (vgl. DWB schnauben 3):

er dacht da sie (im schlafe) so freundlich schnaufft,
es wer des müllers weib. Ambr. liederb. 220, 161 (s. 296);

mich deucht, der zwerg schlaf, das er schnauff.
Ayrer 1033, 9;

weil er ungestört zu sein wünscht, wann er schnarcht und wann er schnauft.
Platen 283a.

schnufe, schlafen Seiler 261b. besondere wendung: auf ein schelmstück schnaufen, anhelare scelus Stieler 1895 (ähnlich ist nach etwas schnauben); schnaufen gehn, ausgehen um einen streich auszuführen, stehlen gehen Schmidt 202; s. DWB schnaufer.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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