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schnarrgauker bis schnarrpfeife (Bd. 15, Sp. 1189 bis 1190)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnarrgauker, m. schwätzer?:

und ain iunger schnarr gauker,
der waz gehaissen Krauker.
Beheim buch von den Wienern 18, 16.

vgl. Lexer handwb. 2, 1025. Schm. 2, 579.
 
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schnarrgickel, m. febris catarrhalis sic dicta a stridulo sono quem febricitantes edebant. Scherz - Oberlin 1424: es hat ein flusz-fieber, der schnarr-gickel vulg., viel erstickt. Melzer Schneeb. chron. zum j. 1521 bei Frisch 2, 212a.
 
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schnarrhans, m. schwätzer Frischbier 2, 302: welches dann nicht anders, als durch die edle trigonometria und geometria mag verrichtet werden, so mancher sphaerische schnarrhans nicht einsten von aussen angesehen. Linemann delic. calendariogr. (1654) R 4a s. ebenda.
 
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schnarrheuschrecke, f. heuschrecke, die ein besonders stark schnarrendes geräusch macht, gryllus stridulus. Nemnich, vgl. DWB schmetterheuschrecke sp. 1047.
 
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schnarricht, adj. et adverb. balbus, et balbe, stridens, et adhaese. schnarrichte saiten, fides tremulae, et raucum sonantes. Stieler 1887.
 
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schnarrig, adj. ('hodie schnarch quam vide') stridulus. Steinbach 2, 473; der das r nicht recht ausspricht, qui literam r posteriori linguae parte imperfectius tremulanti gutture pronunciat. Frisch 2, 212a; schweiz. schnarrig brummend Stalder 2, 340, nd. snarrig 1) hurtig, geschwind, 2) 'keck und rasch im maul, anfahrend, beiszig wie ein böses weib' brem. wb. 4, 882; ebenso in Aachen schnarrig, schnorrig Müller-Weitz 217.
 
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schnar(r)macher, m. seiler, vgl. DWB schnarre 2, mhd. snarmacher s. Lexer handwb. 2, 1025, mnd. snarmeker Schiller-Lübben 4, 269a.
 
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schnarrmaulen, verb. stare colla bocca tremola, affamata e secca à veder mangiare e bere lautamente gli altri senza estervi invitato, it. senza osar domandarne parte, e senza haver' il modo di far' il simile. Kramer 2, 620c, antiquum verbum est, notatque comedentes spectare, cum quis esuriat. Stieler 1256: wann man am feyertag das geld verthut unnd wol lebt, so muss man am wercktag schnarmaulen und mangel leiden. Bernh. Heupold Plautus redivivus (Augsb. 1628) 16; so noch in oberd. mundarten, s. Schm. 2, 579. Schöpf 637. Schmid 473. Klein 2, 133 (Elsasz) und schnermaulen, schlecht, gering essen 135 (Baiern); auch fränkisch:

wo als d'frau Soldnere het in's kummeedi gfüert,
un d'ganz fammilli het verkösti't un gastiert.
do wurd jez, halt, gschnarrmuult.
Arnold pfingstmont. 119.


 
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schnarrmauler, m. esuriens spectator edentium Stieler 1256: wer jetzund die armen Lazaros schnarrmaulen läst, der

[Bd. 15, Sp. 1190]


wird dermaleinst mit dem reichen schlemmer ein ewiger schnarr-mauler seyn müssen, wann sie mit Abraham, Isaac und Jacob zu tische sitzen. Kramer 2, 620c.
 
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schnarrpeter, m. der im sprechen schnarrt, das r nicht ordentlich aussprechen kann: doch wir müssen unsern ehrlichen schnarrpeter mit seinen Nürnberger, Erffurter und Regenspurger bratwürsten (als sprechübung) nicht zu lange warten lassen. Chr. Weise erzn. s. 129 neudr.; da hatte ein solcher schnarr-peter diese person (rolle im schauspiel). 136.
 
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schnarrpfeife, f., s. DWB schnarren 2, a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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