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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnarren bis schnarrig (Bd. 15, Sp. 1186 bis 1189)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnarren, verb. ein rauhes vibrierendes geräusch hervorbringen. ein lautmalendes wort, zu dem eine sichere etymologie nicht bekannt ist und wol auch kaum gesucht werden darf, vgl. das dazu im ablaut stehende schnurren und die selteneren schnerren, schnirren, schnorren. s. auch Weigand 2, 613. Kluge5 332b. Noreen urgerm. lautl. 208. weiterbildungen dazu sind schnarchen, schnarfen, schnarzen, s. das.mhd. snarren, Lexer handwb. 2, 1025, daneben snern und snerren, schwatzen mhd. wb. 2, 2, 448b f. (s. unten); ein starkes snerren scheint in folgender stelle vorzuliegen:

hie tioste brach der swerte klanc, die pfeile snurren von der bogen snallen. d. j. Titurel 4092, 4.

vergl. Grimm gramm. 2, 61. mnd. snarren Schiller - Lübben 4, 269a, daneben snorren, brummen, murren 280a, vgl. DWB schnurren, und niederl. snorren vel snarren, susurrare, fremere, bombilare Kilian. die formen neuerer mundarten weichen im allgemeinen nicht von der schriftsprache ab, schnarren, auch schnrn Liesenberg 199; schnorren (z. b. Kehrein 1, 363) ist vielleicht besser zu schnurren zu stellen.
1) vom laute gewisser werkzeuge.
a) von dem schnarre genannten lärminstrument, s. daselbst 1; die schnarre schnarrt, auch mit der schnarre oder ratsche schnarren Campe oder schnarren allein in diesem sinne Frischbier 2, 302a: gute nacht. der wächter schnarrt eilf (zeigt mit der schnarre die eilfte stunde an). Hamann 5, 97.
b) eine garnwinde schnarrt Adelung, weshalb sie auch schnarre genannt wird, nd. snarren brem. wb. 4, 882; eine uhr, mit bezug auf das rasseln, das dem schlage vorhergeht: als ich die hölzerne wanduhr mit dem guckuck noch in demselben tone schnarren und schlagen hörte. Thümmel reise 6, 175; vom kratzen der schreibfeder: denn es war mir einigemal begegnet, dasz das schnarren und spritzen der feder mich aus meinem nachtwandlerischen dichten aufweckte. Göthe 48, 15.
c) besonders von den gerätschaften mancher handwerker, namentlich der weber: als wenn man zwischen den unzähligen

[Bd. 15, Sp. 1187]


bewegten spuhlen und weberstühlen einer groszen fabrik hingeht, und vor lauter schnarren und rasseln .. sich den eigenen rock selbst verleidet fühlt, den man auf dem leibe trägt. Göthe 26, 64;

er weynet, seufftzet, knirrt und knarrt,
gleich wie ein weber bogen (weberschiff) schnarrt.
B. Waldis Esop 3, 95, 8;

vom spinnrad:

und das spinnrad schnarrt (in den spätern ausgaben schnurrt und brummt.
H. Heine buch d. lieder 149 Elster (berg-id. 1);

ferner vom wollbogen der wollkämmer zum auflockern der haare: se makeden vele bylage (winkelgelage), unde lepen schoduvel unde danseden in den lakengespannen (wantrahmen) unde snarden myt den wullbogen. d. städtechron. 16, 336, 31; so auch in folgender stelle (?):

(jungfrau zum wagner) schmira, lasz schnarrn!
was sagstu mir von wegen und karrn? fastn. sp. 617, 12.


2) besonders von musikwerkzeugen,
a) so von blasinstrumenten, z. b. den baszposaunen Adelung:

floitieren unt tampûren schal,
pusûnen snarren, daʒ eʒ in der luft erhal. Lohengr. 5045;

es schnarre das regal (kleines orgelwerk),
die bass-viole bromm; die qwart posaune pral.
Scherffer ged. 84;

vgl. das schnarrwerk an einer orgel, s. unten. von einer rohrpfeife, mit dem nebensinn des misztönenden, vgl. schnarrpfeife Voss eclogen (1800) s. 90:

oft quältest du dich, o pfuscher, am kreuzweg,
dein armseliges spiel auf schnarrendem stroh zu verstümpern!
Voss Virg. idyll. 3, 27.

ähnlich im bilde: in einem (zeitalter), wo das orchester die instrumente der weltgeschichte erst zu einem künftigen konzerte stimmt, wo mithin noch alles unerhört in einander schnarrt und pfeift. J. Paul Siebenk. 1, 13.
b) von saiteninstrumenten: celli, guitarren, harfen schnarren u. s. w.:

beym spiel
von hundert schnarrenden geigen.
Wieland 5, 12 (Amad. 12, 14);

doch scheint das schnarrende holz (der harfe) von Orfeus geist beseelet,
so bald sich Rezia's gesang mit ihm vermählet. 23, 100 (Oberon 8, 49);

die saite schnarrt, im bilde: lass uns, sagte er, endlich aufhören, auf dieser schnarrenden saite herumzuklimpern, Glycerion! 39, 93. beim zerspringen:

nimmer wird sein ruhm verhallen,
ehe nicht die letzte saite
schnarrend losspringt von der letzten
andalusischen guitarre.
H. Heine 1, 362 Elster.


3) von manchen vögeln, vgl. DWB schnarre 3: der schwarzspecht schnarrt, wenn er mit seinem schnabel so hart an die dürren bäume schlägt, dasz es einen zitternden laut gibt. Adelung. Jacobsson 4, 15b; andere vögel schnarren nur mit ihrer stimme, wie mistler, schnarrenten Adelung; so sagt man schnarren oder schwirren in der waidmannssprache von dem eigenthümlichen laute der schnepfe beim streichen. Behlen 5, 511; vergl.: der wunderlich schnarrende ton eines wachtelkönigs, der sich eben hören liesz. Ludwig 2, 73.
4) meist wird schnarren vom menschen gesagt,
a) von einer rauhen, vibrierenden stimme: im dialog tiefe etwas schnarrende, heftige, rauhe stimme. Göthe 43, 34. besonders von einer groben gutturalen aussprache des r: schnarren, propr. stridorem aliquem acutum edere, in specie autem lit. r per palatum vitiosè et quasi ronchissando pronunciare, unde etiam in multis Germaniae locis schnarchen cum schnarren confunditur. er schnarret mit der zunge, turbidè atque adhaesè loquitur, infacundior atque impromtus linguâ est. Stieler 1887; ähnlich schon Kramer 2, 620c: er schnarret, schnorchelt im reden, egli roncheggia lettera r. ebenso niederd. snarren brem. wb. 4, 883. Dähnert 437b. in dieser spezielleren bedeutung: er hatte eine gantz unangenehme sprache, unnd absonderlich konte er das R nicht auszsprechen, sondern schnarrte, wie eine alte regalpfeiffe, die ein stücke von der zunge verlohren hat. Chr. Weise erzn. s. 117 neudr.; bisz sich Eurylas resolvirte, einen doctor zu agiren, und dem menschen das schnarren zu vertreiben. 118; ich kenne einen magister, der wollte einen berühmten prediger imitiren, und weil der vornehme mann ein geringes vitium linguæ hatte, dasz er das R nicht gar zu wohl pronuncirte, so befliesz sich der gute mensch so sehr drauf, dasz er in anderthalb jahren perfect schnarren lernte. kl. leute 324; die printzessin, der, weilen sie zugleich in etwas

[Bd. 15, Sp. 1188]


schnarrete und lispelte, .. unsere sprache anfänglich etwas schwer fallen wolte. Felsenb. 4, 403; seine sprache war ein wohlklingender tenor, den ein kleines schnarren nicht um das einnehmende brachte. Weisze selbstbiogr. 262; von einer rauhen sprechweise überhaupt: der mann schien bei seinen gehwerken das sprechen gelernt zu haben. aus seinem knarren und schnarren schien hervor zu gehen, dasz auch er den Holders - Fritz in der dämmerung lauernd getroffen. Ludwig 2, 49.
b) schnarrend sprechen: groteske verkleidungen, teufel, schornsteinfeger, ritter, grosze hähne (masken) schnarrten und schrien in allen sprachen. Arnim 2, 234;

und wenn du, alter knabe, wie ein kind
mit deiner Phyllis schnarrst und stammelst.
Wieland Horazens sat. (1794) 2, 105;

du ungeschickter schnarrst ja nur dem pöbel vor.
Overbeck Virg. 45 (3. ecl. 26).

mit nachfolgender rede: darumb, schnarret die alte herwider, dasz ihr mir meinen reichen mann verwandelt und mit einem bettler darfür behengt! Kirchhof wendunm. 2, 519 Österley (3, 238); sie sind auch ein unerträglicher mensch, Demokrit! schnarrten die schönen Abderitinnen, und — ertrugen ihn doch. Wieland 19, 89 (Abd. 1, 8); 'ferner so sage er seinem herrn', schnarrte Bastian auf das natürlichste dem kirchner nach. Thümmel reise 5, 33.
c) oft ist das schnarren zeichen des zorns oder der aufgeregtheit, vgl. DWB schnarchen 6:

sonder wann er zürnet und schnarrt,
so musz man jhn auch halten hart.
Ayrer 865, 31 Keller;

nun schnarrt er aus heiserer kehle
gegen den göttlichen Agamemnon schmählichen vorwurf.
Stolberg 11, 53.

vgl. DWB schnarren murren, brummen, schmälen Campe, brummen Stalder 2, 340, mit tiefzitternden tönen reden, besonders im unwillen Hintner 225; in Aachen schnarre, anschnauzen Müller-Weitz 217, nd. snarren brem. wb. 4, 883; nl. snarren, jurgare, fremere, strepere, murmurare Kilian; dazu einen anschnarren, mit rauhen worten anfahren Schmeller 2, 549. Hintner a. a. o., s. theil 1, 447:

dort kumbt er, ich wil jn ahn schnarren.
H. Sachs fastn. sp. 4, 134, 293 neudruck (dafür v. 313: an schnurren);

weil sie (die herrin des Äsop) gar hessig auf mich sticht,
vil hadern peim herren mir zu richt,
das er mich teglich an thüet schnarrn. 7, 160, 473.


d) namentlich im mhd. bedeutet snarren und snerren oft auch 'schwatzen', z. b.:

swenn er anders nihten mak,
so get er snarren durch den tak
von ienem hin, von disem her. renner 14351;

vgl. Schm. 2, 579 (schwatzen, verleumden); preuszisch laut und viel reden, über eine sache schwatzen die man nicht versteht. Frischbier 2, 302a.
e) vom singen (oder von der guitarrebegleitung?):

auf Dafnis, säume nicht, ergreiffe die kitarren,
schlag' auf und singe drein von Fillis trefligkeit:
wol, sagte Dafnis, ich werd' auch ein liedlein schnarren,
dasz lustig klingen sol, disz will die freuden zeit.
Rist Parnasz 205;

vgl.: gut .. du muszt nur ein wenig mehr schnarren, deine mutter schnarrte allerliebst. Brentano 7, 19; daher auch schnarrende lieder: täglich sasz er hier in der allee auf dem kasten seines instruments, und sang, so lustige, vergnügte, schnarrende lieder, die er mit dem raszlen seiner harfe ... accompagnirte. Klinger theater 3, 116.
5,
a) auch von den tönen u. s. w. selbst wird schnarren gesagt, vgl. 3. 4, a. e, besonders um einen miszton zu bezeichnen: (er) klopft .. an den irdenen töpfen herum, ob nicht an einer stelle ein schnarrender miszton den sprung verräth. Freytag soll u. haben 2, 114.
b) übertragen auf einen schlecht klingenden reim oder vers:

die kindheit überdisz entschuldigt meine pflicht,
die das erfreute fest, so deinen nahmen borget,
nicht eher durch den reim, der dennoch schnarrt, versorget,
weil mir die rechte krafft zur poesie gebricht.
Günther 1058.


c) so auch unpersönlich es schnarret (jetzt gewöhnlich saust) mir in den ohren, egli mi romba, fromba, frombola nelle orecchie. Kramer dict. 2, 620c.
6) wörter ähnlicher form, aber abweichender bedeutung, die also wol kaum mit dem obigen zusammenhängen, finden sich mundartlich:

[Bd. 15, Sp. 1189]



a) schweizerisch-tirolisch nagen, schnuppern, wie beim rindvieh auf der weide Stalder 2, 340, schnaren, ablecken Frommann 6, 407, 18, schnarren, beiszen, essen, schnâre, anbeiszen, dazu das g'schnâr, eszwaaren Schöpf 637, vergl. Hintner 225 und schnarfen.
b) ähnlich westf. snarren, beiszen wollen, um sich schnappen Woeste 245b. märkisch hä snarrede üm sik as ne bieteltiewe (bissige hündin) Frommann 5, 163, 146 (s. 167 erklärt als 'schnell den kopf bewegen um zu beiszen, schnappen').
c) siebenbürgisch àfschnärren, aufspringen (mit geräusch) Frommann 5, 179, 185.
d) daneben ebenda schnären, schnüren, betrügen Haltrich 48a, wol zu mhd. snerhen und mnd. snare (schlinge) gehörend, vgl. oben (die einleitung).
 
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schnarrente, f. eine ente, die stärker schnattert als die gewöhnliche ente, und gebraucht wird, um wilde enten heranzulocken, anas strepera, auch schnatterente, lockente, knäckente. Nemnich, vgl. Adelung. Behlen 5, 512.
 
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schnarrer, m.
1) schnorcheler, roncheggiatore che non può articolare l'r Kramer 2, 620c, adhaesâ et impeditâ linguâ sermocinans, blaesus, balbucinans, balbutiens. Stieler 1887.
2) übertragen (s. DWB schnarren 4, c):

ja, das er (der pfarrer) ist ain solcher schnarrer
ubr eprechr und eprecherin,
das er schier lest kain predig hin;
er hüepelt sie aus rain und sauber,
als ob sie weren dieb und rawber.
H. Sachs fastn. sp. 6, 31, 90 neudruck.


3) die schnarrdrossel (vgl. daselbst), turdus viscivorus Schm. 2, 579, bei Nemnich schnerrer. — schnarrer, s. specht, dann schnerrer. Heppe wohlred. jäger 265b.
 
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schnarrerin, f. foemina stridens Stieler 1887.
 
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schnarrgans, f. der gänsesäger, mergus merganser Behlen 5, 512.
 
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schnarrgauker, m. schwätzer?:

und ain iunger schnarr gauker,
der waz gehaissen Krauker.
Beheim buch von den Wienern 18, 16.

vgl. Lexer handwb. 2, 1025. Schm. 2, 579.
 
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schnarrgickel, m. febris catarrhalis sic dicta a stridulo sono quem febricitantes edebant. Scherz - Oberlin 1424: es hat ein flusz-fieber, der schnarr-gickel vulg., viel erstickt. Melzer Schneeb. chron. zum j. 1521 bei Frisch 2, 212a.
 
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schnarrhans, m. schwätzer Frischbier 2, 302: welches dann nicht anders, als durch die edle trigonometria und geometria mag verrichtet werden, so mancher sphaerische schnarrhans nicht einsten von aussen angesehen. Linemann delic. calendariogr. (1654) R 4a s. ebenda.
 
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schnarrheuschrecke, f. heuschrecke, die ein besonders stark schnarrendes geräusch macht, gryllus stridulus. Nemnich, vgl. DWB schmetterheuschrecke sp. 1047.
 
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schnarricht, adj. et adverb. balbus, et balbe, stridens, et adhaese. schnarrichte saiten, fides tremulae, et raucum sonantes. Stieler 1887.
 
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schnarrig, adj. ('hodie schnarch quam vide') stridulus. Steinbach 2, 473; der das r nicht recht ausspricht, qui literam r posteriori linguae parte imperfectius tremulanti gutture pronunciat. Frisch 2, 212a; schweiz. schnarrig brummend Stalder 2, 340, nd. snarrig 1) hurtig, geschwind, 2) 'keck und rasch im maul, anfahrend, beiszig wie ein böses weib' brem. wb. 4, 882; ebenso in Aachen schnarrig, schnorrig Müller-Weitz 217.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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