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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnappwage bis schnarchhaft (Bd. 15, Sp. 1177 bis 1184)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnappwage, f. schnellwage, im gegensatz zu balkenwage: da das gesetz vom 12. febr. 1858 nur von der stempelung der schnapp- und balkenwagen spricht. Frankfurter presse 1871, nr. 138.
 
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schnappweife, f. weife mit einer vorrichtung zum schnappen, die nach einer gewissen zahl umläufe in thätigkeit tritt: schnapweiffe ist eine von holtz verfertigte und ausgespannte machine, worüber das gesponnene, und von der spuhle lauffende garn gespannet und in gebind und strehne geschlagen wird. so oft ein gebinde voll ist, thut der unten daran hängende höltzerne hammer einen klapp. Amaranthes frauenz.-lex. (1715) 1742; die schnapp- oder zehl-weiffe. öcon. lex. 2608.
 
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schnar, s. DWB schnarr und DWB schnarre 2.
 
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schnarch, m. nominalbildung zu schnarchen: leusz imm beltz, flöhe in hosen .. dreck im mawl, den schnarch in der nasen und die speysz im schlung. Lindener Katzip. 371.
 
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schnarchconcert, n. scherzhafte bildung: ihnen wird ein anderes quartier im schlosz angewiesen werden, wo sie durch meine nächtlichen schnarchconcerte nicht ferner molestirt werden können. Heyse kinder der welt 2, 188.
 
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schnarchel, (m.?) sternitus Dief. nov. gl. 348a (das niesen). vgl. preusz. schnorgel, nase, schnauze, als masc. vorlaute person. Frischbier 2, 307b.
 
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schnarcheln, verb., iterativbildung zu schnarchen, vgl. das., mhd. snarcheln Lexer handwb. 2, 1024: sternutare .. hd schnarchlen, schnorchlen Dief. gl. 552a; stertere .. hd. schnarchlen, schnorchlen Dief. gl. 552a; stertere .. hd. schnarchlen, schnarcklen ebenda. nov. gl. 348a; schnarchlen, starck schlaaffen, stertere, rhonchissare, proflare pectore somnum. das schnarchlen, rhonchus Maaler 359b; ich schnarchle oder schlaf hert, rhonchisso, sterto. Calepin (1570) 1389; das schnarchlen oder schnarchen, ronflement Hulsius 286b; schnarchen, schnarchlen, ronfare, ronfeggiare Kramer teutsch-ital. dict. 2, 619c; es findet sich besonders vom 15. bis in den anfang des 17. jahrh., dann wird es durch schnarchen verdrängt: S. Augustin spricht, es ist unzimlich, das ein mensch da ligt zu schnarcheln und die sonn ee uf ist weder der mensch. Keisersberg brösaml. 1, 33a; darnach hat er (Alexander) .. jm (dem pferde) sein halsz und kamm gestreifft und angriffen, und als er das nit weniger freydig befunden, und gehört wie das geschnarchlet .. ist (er) .. dar auff gesprungen. Plut. (1534) 3a; er schnarchlet tag und nacht. Bolz Terenz 80a; seim schwager dem were der atem

[Bd. 15, Sp. 1178]


etliche mal so lang im schnarchlen uszbliben, das er oftermals besorgt, er were erstickt. Zimm. chron.2 4, 284, 8 Barack; der schneider .. sahe von weitem, ob er die riesen jrrgend sehen möchte, doch nach langem suchen, sie under einem baum schlaffen fand, und schnarchleten, dasz die äst an den bäumen sich bogen. wegkürzer 11a; die delphin .. so sie schlaffen, strecken sie dieselbige (die luftröhre) zu dem wasser herausz, werden zu zeiten erhört schnarchlen. Gesner fischbuch 94a; wann ein verwundter .. mit der nasen schnarchelt .. disz alles seind böse zeichen. Würtz wundarzn. 290;

der ein reupschet mit seinem kotz,
der ander schnarchelt in dem rotz.
Wickram Obsopeus F 1a.

jetzt nur noch in einigen mundarten, so schweizerisch Stalder 2, 339. Seiler 259, lusernisch snarcheln Zingerle 52a, bair. schnarkeln und schnurkeln, schnürkeln Frommann 3, 279, 24. Schm. 2, 582; elsässisch schnurcheln schnarchen, röcheln, stark schnauben, beriechen Klein 2, 138; vgl. DWB schnurkeln raisonnieren Hügel 211a (veraltet). ferner hessisch schnercheln 'ein sprechen in überaus hoher tonlage, mit eigenartigem schnarren' Pfister 263, vgl. nd. schnoergeln Schemionek 36, schnorgeln, schnörgeln, schnurgeln Frischbier 2, 307b, snörgeln vom ton einer unreinen pfeife Woeste 246b.
 
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schnarchen, verb. mit der kehle einen schnarrenden ton hervorbringen, mit einem rauhen geräusch atmen. eine iterativbildung zu schnarren mit demselben suffix, das auch in horchen (th. 4, 2, 1802) vorliegt; in dieser form auf das deutsche sprachgebiet beschränkt: mhd. snarchen mhd. wb. 2, 2, 448b. Lexer handwb. nachtr. 367, auf nd. gebiete meist mit o: mnd. snorken, snarken schnarchen, schnaufen Schiller - Lübben 4, 279b, holl. snorken schnarchen, prahlen: snorcken stertere, rhonchissare, proflare pectore somnum: et jactare, crepascire verbis, proflare fastum, minas, ira(m) Kilian. daneben snerken knistern, schnarchen, braten. ist aus dem nd. auch dän. snorke, schwed. snarka entlehnt? das engl. verwendet dafür eine andere ableitung aus demselben stamme: to snort, mittelengl. snorten, snurten (vgl. DWB schnarzen), sowie ohne ableitenden consonanten to snore (snorin), s. Skeat 569a. Kluge5 332b. isländ. snerkja zusammenziehen, runzeln Fritzner2 3, 457b, ags. sneorcan und schott. to snirk in gleichem sinne Bosworth-Toller 891b haben mit schnarchen kaum etwas zu thun. im mhd. findet sich snarchen nur ganz vereinzelt. aus glossarien bringt Weigand 2, 613 die belege: snarchken, snargin, snarkyn 1340, nd. snorken 1417, mitteld. snarcken 1469; vgl.: sternutare hd. snarcken, snarchen vel schnarchen vel rawszen Diefenb. gl. 552a; hd. snarcken, nd. snorcken ebenda, stertere snarken, snorken, ronken ... hd. snarchen, snargin, snarchken, schnarcken, schnarchen ... snorcken in den slayp. ebenda; vgl. nov. gl. 348a. im ältern nhd. kommt noch oft bei mitteldeutschen autoren die nebenform schnarken vor, so stets bei Luther (1, 554a. 5, 151a. 173b. 217b. 315a. 510a. 6, 107a. 252b. 8, 44a. 76b), ferner bei Feyerabend, Hollonius, Kirchhof, Mathesius, s. die belege, vgl. auch bei Alberus: ronchiso ich schnarck; ich schnarck sterto. ganz vereinzelt ist die im nd. regelmäszige form schnorken auch bei hochd. schreibenden autoren zu finden:

das schnorcken, fartzen,
gumpen (springen) und mit dem hindern schnartzen.
B. Waldis 2, 82, 13.

über die im 16. jahrh. häufige weiterbildung schnarcheln s. das. seit dem 17. jahrh. kennt die hd. schriftsprache nur schnarchen. die oberdeutschen mundarten haben zum theil schnarcheln gewahrt, daneben schweiz. schnarche Hunziker 227, bair. schnarchen (und schnarkeln, schnurkeln, schnürkeln) Schm. 2, 582. Schöpf 637, cimbr. snarchen cimbr. wb. 233b, schles. Weinhold 86b, fränkisch-henneb. schnärche, schnerche schnarchen, schnarrend reden Frommann 2, 466, thür. schnarch, schnuarke Hertel sprachsch. 216, nordthüringisch und norddeutsch (preuszisch) auch schnarken Jecht 97b. Liesenberg 199. Frischbier 2, 302a (schnarchen und schwatzen); im heutigen nd. gewöhnlich snorken brem. wb. 4, 899. Dähnert 439b. Mi 83a. Woeste 246b; auch snurken brem. wb. a. a. o. (in Hamburg). ten Doornkaat Koolman 3, 251a. Danneil 274b, selten snarken. Schambach unterscheidet snarken, mehr vom menschen (hei snarket as en bëre) 199a, und snorken, snörken, snurken schnarchen, z. b. von einem schlafenden hunde; schnauben, vom pferde, wenn es unruhig oder ängstlich wird. 200b.
bedeutung.
1) eigentlich, zunächst vom menschen: schnarchen, stertere, ronchissare, ducere ronchos Dasypod.; der da schläffet der schnaubet oder schnarchet. Comenius sprachenthür 352;

[Bd. 15, Sp. 1179]


stertere, ita dormire est, ut ronchos ducas, schlaffen dasz man schnarchet. Corvinus fons lat. 632a; er schnarcht, dasz es die nachbaren hören Steinbach 2, 473; schnarchen, stertere, ronchissare, als ein schlaffender mit starkem laut athem hohlen. Frisch 2, 211c; und der man tet auch als ob er slief und snarcht. gest. Roman. 39 Keller; horden se snorken in vullen slape. quelle bei Schiller-Lübben 4, 279b; in der nacht fieng graf Frobin Cristof an laut zu schnarchen. Zimm. chron.2 4, 284, 3 Barack; so kompt er mit ungestüm heim, aller essen keins, den nechsten nider gelegen, schnarchet die ganze nacht (destertit noctem totam). Fischart klag des ehest. (1614) 240; für das schnarchen sagt M. Loys Guyon ... er habe von einem portugesischen apothecker, der ein jud gewesen, folgendes recept bekommen. Hohberg 1, 266a; Reinald war von seinem abenteuer so ermüdet, dasz er bald darauf in tiefen schlaf fiel und mit dem schwager bär um die wette schnarchte. Musäus 3, 17 Hempel; so gehört zu den ungeselligsten unarten des menschen, dasz er schlafend, eben wenn er selbst am tiefsten ruht, den gesellen durch unbändiges schnarchen wach zu halten pflegt. Göthe 30, 99; stille — horch — geräusch wie von schnarchenden! .. immer ist mir, als hört ich ein schnarchen. Schiller räub. 4, 5 schausp.; der deutsche domherr schnarchte in einem sessel. werke 4, 209; des nachts legte man einen ack erknecht in mein zimmer, der sogleich zu schnarchen anfing und mir jeden schlaf unmöglich machte. Grillparzer4 15, 56; ein ältlicher mann .. lag zurückgelehnt in einem groszvaterstuhl und accompagnirte die vorlesung mit seinem friedlichen schnarchen. Heyse kinder der welt 2, 101;

bisz das er schlaffend nidersanck,
und schnarckend fiel unter ein' banck.
Hollonius som. vit. hum. s. 56, 1143 neudr.;

up einen weken pl, ja in der junfern schoet,
wen sick ein armer minsch up fulen stroh moet strecken,
ick dapper snorken kond.
Lauremberg scherzged. 1, 72;

er schlieff in stoltzer ruh,
gantz sicher, sonder angst. wir traten näher zu
und stiessen auf sein haupt. doch blieb er unbeweget
und schnarchte mehr denn vor.
Andr. Gryphius 51 (Leo d. Arm. 3, 232);

er (der kaiser) wacht für uns, dasz Pontus stiller fleust,
dasz Nilus dient, dasz Ister dich verehrt ...
entsteht weil ihn nicht einer schnarchen hört. 45 (3, 48);

ein ieder schläfft und schnarcht.
Günther 1013;

als der riese lag am felsen,
schnarchend, dasz die wälder rauschten.
Uhland ged. (1864) 262;

diese nicht, auf unsres königs eignes schlafgemachsmandat,
weil er ungestört zu sein wünscht, wann er schnarcht und wann er schnauft.
Platen 283a;

der loyale Zuckladoro
merkte kaum des helden schnarchen
auf dem knorpel seines ohres,
als er sprach: 'wir schlummern gleichfalls'.
Immermann 12, 30 Hempel (Tulif. 6);

vater, mutter schnarchen leise
in dem nahen schlafgemach.
H. Heine 1, 153 Elster (berg-id. 2);

der affe legt sich zum monarchen
und beide schlafen ein und schnarchen. 332.

so häufig mit sprichwörtlichen vergleichen: schnarchen wie ein mertzengaul, als ob erbsen kochten, a schnorcht wie a waldesel, hei snoerket äs en bar. Wander 4, 287;

noch wais ich ainen in der lauss (im gefängnis),
mit namen Kopp, den kund ich nie geswaigen,
der snarcht recht als ain hafenreuss (mus),
wann in der starchk tramynner (wein) drang z saigen (sich niederzulegen).
zwar sölhen slaff ich nie gehört.
Osw. v. Wolkenstein 13, 10, 3;

des nachts in meinem bette
schnarcht er wie ein ackergaul. bergr. s. 107, 3 neudr.;

so treg ist er und gantz mistfaul,
unnd schnarcht die gantz nacht wie ein gaul.
H. Sachs fastn. sp. 3, 86, 6 neudr.;

darvon ein iederman .. schläfferig wurde und sonderlich die mägde, die da schnarchten wie die alten ackergeul; welches schniben und schnarchen der gte mann auff der cantzel vernam. Lindener rastbüchlein xii; und schnarchet als ain alter ackergaul. Katzipori 53; schnarchen wie ein mertzengaul. Mathes. Syrach 2, 50a. — schnarchen ohne zu schlafen; sprichwörtlich: se slapen nicht al de snorken unde de ogen tôhebben (non stertens omnis dormit u. s. w.) Tunnicius 917, vgl. Schiller-Lübben 4, 279b. in anderm sinne:

(leute,) die unter horn und quaal
ihr angezwungnes weib aus frommer einfalt küssen,
und, weil sie wachen will, auch schlaff-losz schnarchen müssen.
Günther 451.

[Bd. 15, Sp. 1180]



2) zuweilen ist die bedeutung von schnarchen soweit verblaszt, dasz es blosz den sinn von schlafen hat: schnarchen, ronfare .. dormire in genere, v. schlafen. er schnarchet noch, egli ronfa, cioè dorme ancora. Kramer dict. 2, 620a; er ist ein thor, ein thummer treger, er schnarcht nacht und tag. Terent. 1499 83b; der wächter stiesz zum letzten mal in's horn und weckte die schnarchenden bäckermägde zu ihrem frühen tagewerke. Musäus 1, 30 Hempel;

sie plaudert, wenn sie schnarcht, sie exponirt im schlafe.
Günther 979;

das ehpaar liegt getrennt und schnarcht in gutem frieden,
als wärs in ewigkeit geschieden.
Kl. Schmidt kom. dicht. 81;

sprech ich um einge küsse
zur guten nacht ihn an,
so schreit er über flüsse (gliederreiszen),
wenn er nicht schnarchen kann.
Weisze kom. opern 2, 240;

so auch einschnarchen für einschlafen: die schnarchten im umsehen ein. Gaudy erzähl. 60;

freund Harlekin ruft wohl alsdann
vor langer weile Roms monarchen,
den Marc Aurel, um hülf' und beistand an,
um — desto sanfter einzuschnarchen.
Bürger 104b.


3) in der ältern sprache auch in übertragenem sinne als ausdruck der trägheit oder nachlässigkeit, so mnd.: wo lange wille wy in desser vulheit so snorken unde slapen blyven? quelle bei Schiller - Lübben 4, 279b; dies ist auch die gewöhnliche bedeutung bei Luther: denn wo wir hie schweigen und schlaffen, das die jugent so verseumet, und unser nachkomen tattern oder wilde thier werden, so wird es unsers schweigens und schnarckens schuld sein. 5, 173b; das sind jtzt die faulen und unnützen prediger .. solche ligen, und schnarcken in jrem ampt, thun nichts, das zu jrem ampt gehöret. 151a; so tieff haben alle geistlichen und gelerten geschlaffen und geschnarckt, ja stock star blind sind sie gewest. 217b; das uns der treffliche schatz, den wir haben (das evangelium), wenn es ausser der not und leiden ist, nur schnarckend und sicher machet. 315a; so ist not, das man uns durch gottes wort .. erwecke, treibe und anhalte, das wir nicht schnarcken noch faul und lass werden, sonder jmer wachen. 510a; denn wo sie des gewis weren, das sie nicht sorgen dürffen, ob sie recht oder unrecht geleret sind, so schlaffen und schnarcken sie fein sicher dahin, fragen auch hinfort billich nach keiner lere. 6, 107a; darumb, wolt jr nicht verfüret werden .. so müsst jr wacker sein, und nicht schnarcken. 252b; denn der teufel wird gewislich nicht schlaffen, noch schnarcken, sondern wird dich auch auff allen seiten anfechten, wo du hinkomest. ebenda; betet, leset, studiret, seid vleissig, furwar es ist nicht faulentzens, schnarckens und schlaffens zeit. 8, 44a; dazu sitzen die fürsten und oberkeit, schnarcken und haben das maul offen. 76b; und zaigt an, das es nicht so ein faul und schlefferig dingk ist umb die lieb, wie die sophisten sagen, das im hertzen still und schnarckend lig, wenn es ein lust ein mal ankompt, das sichs dann reget. 12, 465, 25 Weim. ausgabe.
4) von ähnlichen lauten mancher thiere: ich .. guckte stumm auf die im lehnstuhl schnarchende katze. Gaudy erzähl. 89;

ein bunte katz, zween kleine hund,
regten den schwantz, leckten den mund:
und legten sich für seine füsz,
belten, schnarchten, winselten süesz.
Rollenhagen froschm. F 2a;

besonders von rossen: se (die Tartaren) singet alse de wulve hulet, unde drinket alse de perde snorket. Schiller-Lübben 4, 279b; als er nun dem schein unnd glast neher kam, fing sein rosz fast an z schnuffen, schnarhen und zittern. Wickram goldfaden S 4b;

daʒ ors an den zoume
begunde snarren (Köln. handschr. A aus dem 13. jh.: snarchen) und streben. Wigal. 177, 31;

daʒ ros begunde scharren,snarchen eʒ began. Wolfdietr. B 521;

swaʒ er gehîb, swaʒ er gestah
daʒ pfert, iʒ twinginde hin vor,
so snarcht iʒ unde drang ûf hôr.
Nicol. v. Jeroschin 22429;

da fing des jägers röszlein an
zu schnarchen und zu schnauben. wunderhorn 1, 338 Boxberger;

er suechte frömdes land, war als ein muthigs pferdt ...
dasz, wan das ärtz erschallt, und wan die hér-pauck pumppet,
die ohren hurtig spitzt, scharrt, schnarchet, schreit und gumppet.
Rompler v. Löwenhalt 110;

[Bd. 15, Sp. 1181]



dort unten vor der reuterschaar
trabt Vala trotzig her.
sein schnarchend rosz ist ungestüm,
doch nicht so wild als er.
Kretschmann Rhingulfs gesang 4, 81

durch das rankengewirr, da kam es gesetzt,
und es schnarchten die pferde und standen zuletzt.
Strachwitz ged.8 276 Weinhold.


5) seltener von anderen dingen, so in dichterischem bilde:

und die langen felsennasen,
wie sie schnarchen, wie sie blasen!
Göthe 12, 204 (Walpurgisnacht).

ferner thüring. von den gurgelnden tönen der pfeife beim ziehen Hertel sprachsch. 216. als technischer ausdruck im bergwesen von dem reibungsgeräusch einer wasserhebemaschine und weiterhin auch vom gange derselben, wenn sie die zudringenden wasser vollständig hebt; eine maschine zum schnarchen bringen, im schnarchen oder schnarchend halten, sie in den angegebenen gang überführen oder darin erhalten. Veith 424.
6) in freierer verwendung von einer erregten redeweise, schnaufen beim reden, als ausdruck des zorns, trotzes, hochmuts, der drohung, prahlerei; so namentlich in der ältern sprache, seit der classischen zeit nur noch ganz vereinzelt: grosz drwen und schnarchen, iactare minas Henisch 744, 21; schnarchen, ronfare, bronfare, schiamazzare .. v. pochen, aufschneiden, trotzen, schnauben etc., it. pralen etc. Kramer dict. 2, 620a; schnarchen ... metaph. increpare, maledicere, conviciari, minas intonare Stieler 1887; idem ac: einen harte anfahren; ich schnarche, indignor, stomachor Steinbach 2, 473; schnarchen, naribus follicare, ut solent iracundi. ira enim nares inflat, et ignem suum reciproco anhelitu magis excitat. ex eodem fonte ut antecedens. (schnarchen, stertere) hic aestus narium metonymice ponitur pro minis. inde schnarchen minas spirare, schnarcher feroculus, thraso, anschnarchen, alloqui impetuose. Wachter 1448; schnarchen, vulg. mit rasenden laut reden, als ein drohender, erzürnter. Frisch 2, 211c; schnarchen, widersprechen, ol. refragari, reclamari ebenda; vergl. die zusammensetzungen einen anschnarchen (th. 1, 447), ausschnarchen, propr. destertere (th. 1, 958), metaph. leniri, arrogantiam sedare, animum comprimere. dicitur etiam verschnarchen Stieler 1887; einem etwas abschnarchen, minis extorquere Frisch 2, 211c.
a) im einzelnen mannigfach nuanciert, ohne dasz sich eine strenge scheidung durchführen läszt: kompt auch wol, dasz sie (die landsknechte) durch jhr schnarcken, darmit sie den herrn pochen wöllen, solches selbst verursachen. Kirchhof milit. discipl. 213; acht ich doch solcher consarcinatoribus und jres crocitus gar nichts .. und ist denselbigen mer zu leidt, damit sie sehen, das ich von jres schnarchens wegen nichts underlassen wierdt. Thurneisser erklärung d. archidoxa vorr. b 3a; Sennacherib der mit gottlosen hauptleuten hausz helt, die nichts anders denn schnarchen, und gott und seine kirche lestern kondten. Mathesius Sar. 83a; waren sie empfindlich, so gab ich nichts nach, sondern schnarchte auch. Schweinichen 1, 66; sie hätten vermeint, ich würde i. f. g., als dem regierenden fürsten, mit schuldiger antwort begegnet sein, und nicht mit schnarchen, wie von mir angemeldet. 286; ich schnarchte zwar auch etwas wieder. 309; indessen so befehlen i. f. g. mir, ich solle sie in güte und mit schnarchen bereden, wie ich könnte. 2, 305;

das schnarchen läszt mehr sich kein reisman bethören.
Scherffer ged. 136;

obgleich der grimme Saul vor lauter toben brennt, ...
sein schnarchen fällt in staub, sein auge wird geblendt.
Andr. Gryphius 2, 433;

einen anfahren, schelten: wenn der falk miszthäte, so sol er (der falkner) nicht zornig werden und ihn darumb übel anfahren schelten und schnarken. Feyerabendt falknerei 3a; gab der dieb ihm zur antwort: was es dieses schnarchens viel bedörfe, er könne nicht alle monat neue ohren aufbringen. exilium melancholiae (Straszb. 1655) 83; zudem weis ich auch gar nicht, was das 'neueste' mit dem 'grämischen anschnarchen' will; zwey altfränkische wörter, die schwerlich aus einer andern, als des herrn professors (Gottsched) eigener feder können geflossen seyn ... was finden sie darin 'grämisches' und 'angeschnarchtes?' 'grämisch anschnarchen' kann niemand als herr Gottsched selbst; und zwar fällt er in diesen ton gemeiniglich alsdenn, wenn er satyrisch seyn will. z. e. was ist 'geschnarchter' als folgende stelle? Lessing 6, 182; ich sprach staunvoll: — o wie ist deine sünde graunvoll! — doch er versetzte wein- und launvoll: ... was willst du hier wie

[Bd. 15, Sp. 1182]


die sündfluth schnarchen, — wo ich geborgen sitz' in der archen? — hier gilt nicht jammer und griesgram. Rückert (1882) 11, 300 (10. makame).
b) gern wird schnarchen mit synonymen verbunden: solches geschicht nicht ohn grosses unnd vieles schnarchen, gepöch und zanden. Kirchhof mil. disc. 123; doc heiszt auff englisch ein hund, tor auff teutsch ein narr, darausz wirt hundsnarr, bevor, wenn sie in voller weisz schnarcken und balgen wöllen. wendunm. 1, 155 Österley (1, 124); dieser, als er sich z Dreisa wol gefüllet, kam er mit viel schnarcken und fluchen ... an einen andern nüchtern bauren. 275 (1, 224); da der Belial mit schnarcken, schnauben, trotzen, bochen, drowen nichts auszrichten kondte. Mathesius Luther (1580) 86b; indehm nach eroberung, die listige klugheit mehr hilfft als das schnarchen und trotzen. Butschky Pathmos s. 878;

schnorcken, törnen, haten, nyden
schl ghy als den dvel myden. de düdesche schlömer 4539 Bolte;

kan die deutsche sprache schnauben, schnarchen, poltern, donnern, krachen?
kan sie doch auch spielen, schertzen, liebeln, gütteln, kürmeln,
lachen.
Logau 3, 89, 67;

wenn sich das blat verkehrt und andere gewinnen:
dann sitzst und tobest du als ob du sonder sinnen.
du fluchst, du pochst, du schnarchst, du schreyst den himmel an.
Andr. Gryphius 2, 474;

hierauf sprang ehren Loth herbei,
mit brausen und mit schnarchen.
Bürger 48b.

besonders beliebt ist die verbindung schnarchen und pochen: betuget dat N. N. mit velen schnorcken unde pochen. quelle bei Schiller-Lübben 4, 279b; darup he my myt snorkende und puchende droeworden boiegent. Oldenb. urk. v. 1538 s. ebenda; und wie er in ersach, ruckt er sein schwerdt ausz, dräuwete im mit viel schnarcken, pochen und flchen. Kirchhof wendunmuth 1, 93 Österley (1, 74); dies hatt er mit schnarchen und pochen angenommen. Schweinichen 1, 350; wann aber einer komme, poche und schnarche, und saget: wirth hastu etwas guts zu fressen? Schuppius 113; es stehet .. einem .. hausvatter wol an, dasz er freundlich, gütig, sittig und gelind gegen seinem gesind .. sey, ihnen nicht mit fluchen, kollern und pollern, schnarchen und pochen, grimm und zorn befehle. Hohberg 3, 1, 82b; schnarchen und prahlen als ausdruck der hoffahrt: da die magd ihn freundlich wil abweisen, hebt er an zu pralen und zu schnarchen und spricht: du pfaffenhure gib oder ich wil bald bei dir sein. Pape bettel- u. garteteufel P 6a;

ick kan nicht pludern, schnorcken noch pralen,
noch andere över de heckel halen.
Lauremberg scherzged. 4, 75;

kommt, ihr irdischen monarchen ...
die man nur von grösze schnarchen,
und von hoheit pralen, hör't.
Brockes (1739) 1, 103.


c) selten sind verbindungen mit präpositionen; gegen etwas schnarchen: die vom adel geben nicht ein kliplin umb das evangelium, sondern schnarchen dagegen, und halten es für keine sünde, wenn sie es gleich verachten oder auch verfolgen. Luther tischr. 99a; mit einem: und nachdem wir also mit einander geschnarchet hatten, bot er mir die faust, bat, ich wolle sein freund sein. Schweinichen 1, 350; über etwas schnarchen, schelten: der über alles schnarchende Zoilus, deme gar nichts in der weiten welt recht gewest. Hörl v. Wätterstorf Bacchusia A 5a; auf etwas oder einen: ob nun wohl der gemeine mann auf den apotheker sehr schnarchte, und übel zufrieden waren. Schweinichen 3, 319; in anderm sinne in verbindung mit trotzen:

er schnarchet, er trotzet auf fürstlich geflieder (dazu die anm.: das ist postbrief).
Scherffer ged. 416.

von etwas schnarchen, prahlen:

geh nun, o schatten des monarchen,
von deinen groszen thaten schnarchen,
wer hört im reich des nichts dir zu?
Haller schweizer. ged.10 18, var.

eigenthümlich ist die wendung nach etwas schnarchen, gierig verlangen: das also die beicht möcht wol viel gleichnis haben, nemlich aller der, die sich gegen ander erzeigen, aber das sie ein göttlich figur und gebot draus machen, da schnarckt der bauch zu fast nach dem beichtpfennig. Luther 1, 565a.
 
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schnarcher, m. qui stertit, item qui minas jactat. Frisch 2, 211c; mnd. snorker s. Schiller - Lübben 4, 279b, niederländ. snorcker, miles gloriosus, thraso, jactator Kilian.

[Bd. 15, Sp. 1183]



1) die bedeutung ist gewöhnlich die übertragene, schnarchen 6 entsprechend, in verschiedener nuancierung: schnarcher, m. ronfo, ronfio, ronchio, ronco. Kramer dict. 2, 620a, und: bronfatore, soffione .. v. pocher, trotzer, praler, aufschneider. 620b; ronchissans, stertens, it. imperiosus, minitabundus. Stieler 1887; man musz kargen gegen den kargen, — arg thun gegen den argen, — gegen den schnarcher musz man schnarchen. Rückert (1882) 11, 250 (4. makame); lauter tadler: unwissender schnarcher und tadler. quelle bei Birlinger 400a; o! sagt mancher schnarcher mit dem Iscarioth! poterat unguentum istud vendi, et dari pauperibus. Abr. a S. Clara Judas 3, 122;

freund, sterb ich einst, so wird ein bösewicht,
der itzt noch schweigt, mir keinen nachruhm gönnen,
und über mich und meinen werth erkennen.
es mag geschehn! den schnarcher fürcht ich nicht.
Hagedorn 1, 130;

die schnarcher schnauzen zwar das elend an.
Göthe 41, 142 (Faust II, 2).

schnarcher, raufbold, belegt bei Kindleben stud. lexicon (1781) s. Kluge stud. sprache 123a; ähnlich: siehe das ist der gottlose verfluchte mann, der schnarcher, der tyrann, der unbarmhertzige hund, der sein weib und kinder so übel tractiret. Creidius 2, 314; solche meutmacher unnd schnarcker. Kirchhof milit. discipl. 34; doch wolt der schnarker sich gar mit nicht abschrecken lassen, und sagt darz, jener müszt von seinen henden den tag sterben, wolt ihn auch z kleinen stücken hauwen. wendunm. 1, 274 Österley (1, 222);

vorhin schewten die vollen schnärcker
kein wunden, eysen und kärcker,
dasz sie still wern und balgten nit. 2, 311 (3, 42, dafür weiter oben haderkatzen);

als manchem schnarcher widerfehrt,
der seines bruders blut begehrt,
und jn vermant zum uberflus,
das er sich mit jm schlagen mus.
Ringwaldt lauter warh. 119;

nit soltu rühmen für ein starcken,
der sich kan grawsam stellen und schnarcken,
solchs hat die frommen eydgenoszen
und ander reichstätt auch verdroszen;
sie aber kamen als noch starcker
und zahlten redlich diesen schna(r)cker (herzog Karl von Burgund).
Kirchhof wendunm. 3, 53 Österley (4, 45).

schnarcher und pocher: mnd. puchger unde snorcker. Schiller-Lübben 4, 279b; und sein solche bocher und schnarcher gemeiniglich nur kesselreiber, so mit gelbem crippel die mössine becken bey einem balbierer jrgendts geriben und glantz gemacht. Minderer kriegsarznei 51; nur in der ältern sprache auch in dem sinne 'prahler, aufschneider': thraso, miles gloriosus, bochhans, schnarcher, der den grossen dingen redt, und ist nichts darhinder. Golii onomast. (1582) 243; schnarcher, m. fanfaron, magnamine, faux brave. Rondeau 505; ich war kein ehrbarer domine worden .. sondern ein disputirer und schnarcher, der sich einbildete, er verstehe trefflich viel und sey superklug! Simpl. 1, 430, 25 Kurz;

Lenee, Ligyreu, du schnarcher, du groszsprecher,
du mörder aller pein, du wunderstarcker gott.
Opitz 1, 445;

er ist ein mann von ehren,
der, was den krieg betrifft, kan manchen schnarcher lehren
der sich durch schneiden nur hat hoch ans brett gebracht.
Rist Parn. 234.

der protzig auftritt, schnauzt und herrisch redet: kommt aber einer mit trutzen und nimmt die einkehr bey mir gleichsam mit bochen und einer herrischen bottmässigkeit, so .. tractire ich .. die schnarcher aber mit allem, das sie begehren. Simpl. schriften 3, 52, 32 Kurz.sprichwörtlich: ein schnarcker find allzeit seinen meister. Petri 2, Y 3b.
2) snerker oder snarker als bezeichnung eines vogels ist wol nicht als dasselbe wort zu betrachten, vgl. DWB schnarre, DWB schnarrdrossel, schnarchhuhn: mhd. snerker Lexer handwb. 2, 1033; furfarius dorndrail, -dregil, -droschel, snerker, schmerck Dief. gl. 253a; ulula .. snerker nov. gl. 384b (voc. von 1420); snerker droanse Nesselmann preusz. voc. 749; jetzt noch mundartlich, helgolandisch snarker misteldrossel Frommann 3, 32b, schlesisch schnerker wachtelkönig 4, 184, ebenso ungarisch schnörker Schröer 203b.
3) mundartliche besonderheiten:
a) preusz. schnarker leichtfertiger schwätzer Frischbier 2, 302a (zu 1).
b) schweiz. schnarcher, zwerchschnur an den netzen zu hechten und aalen. Stalder 2, 339.
 
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schnarcherei, f.: geschnarche, n. schnarcherey, f. ronfamento, ronfeggiamento, it. met. bravura, braverie, bravate, fanfaronerie ò fanfaronate, sbracciare, sgherrate. Kramer teutschital.

[Bd. 15, Sp. 1184]


dict. 2, 620a; ausz dem cholerischen temperament entstehen eyffer, jäher zorn .. ausz diesen entstehen alle effecta cholerica, als krieg, empörung, tyranney, trotz, widersetzlichkeit, schnarckerey, stoltz, ubermuht. Linemann delic. calendariogr. (1654) Aaa 2b bei Frischbier 2, 302a.
 
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schnarchhaft, s. schnarchicht.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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