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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneppkarre bis schnerken (Bd. 15, Sp. 1319)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneppkarre, f. bez. -karren, m. zweirädrige karre zum fortschaffen von erde oder schutt, die von einem pferde gezogen wird und nach hinten übergekippt werden kann, auch schutt-, sturz-, zugkarre. Jacobsson 7, 263b.
 
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schnepplein, n. schneppchen, puntarella sottile da cuffia Kramer 2, 631c.
 
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schneppmütze, f. weibermütze mit einer schneppe Campe.
 
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schneppstengel, m. eine art vogelfalle, fallkäfig, eine falle, die mit einem dünnen hölzchen aufgestellt wird und bei dessen berührung zuschnappt, vgl. DWB schneppen 2: es sollen auch die fallen, drahthaar und ander schlingen, so wol die schnepstengel in und vor den höltzern, in feldern, gärten und andern orten gentzlich abgeschafft und nicht gebraucht werden. Weim. policey und landesordn. (1589) H 3a, § 34.
 
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schnerch, f., auch schnörch, schnürch, schwiegertochter, s. DWB schnur. Kehrein 1, 361 f., schnerg Klein 2, 135 (Coblenz), (vgl. nurus .. snorch, -e, snurche, snarche Dief. gloss. 385b).
 
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schnercheln, verb. eine niederhessische spracheigenthümlichkeit, 'ein sprechen in überaus hoher tonlage, mit eigenartigem schnarren, kerksen der r, sowie zugleich auslautendem iotieren womöglich aller vokale'. Pfister 263.
 
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schnerf, m. wachtelkönig, vgl. DWB schnarre 3, c, sp. 1186. Frisch 2, 212a. öcon. lex.2 2631. Heppe wohlred. jäger 268b. Adelung. Krünitz 147, 502. Schm. 2, 583 (schnerpf).
 
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schnerfsack, m. tornister, touristenausdruck (österreichisch): sein instrument führte der (mittelalterliche) sänger mit sich, .. die fiedel .., die .. wie der 'schnerfsack' eines heutigen touristen über den rücken gehängt wurde. Schönbach Walther2 55.
 
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schnerke, f.?: daruf er nach mir mit ein klinckelglasz oder schnercken, wie man solche gleszer zu nennen pflegt, geworffen. Frankf. urk. von 1560 bei Dief.-Wülcker 843.
 
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schnerkel, m. , nebenform zu schnörkel, vgl. das. und schnirkel.
1) schnerkel, von schneck, was schneckenweis in einander gezogen. Frisch 2, 215c, besonders in der baukunst, verzierung in schneckenlinien, voluta Steinbach 2, 475. vgl. Jacobsson 4, 16a. dafür auch schnerksel Albrecht 205a.
2) schnerckel (pro grober schertz, zoten) jocus scurrilis; schnerckel vorbringen, scurrari Steinbach 2, 475. so jetzt in rheinischen mundarten schnerkel scherz (Pfalz). Klein 2, 135; rheinisch schnerkel, unterrheinisch schnergel, spasz, vergnügen Kehrein 1, 362.
 
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schnerken, verb. mundartliches wort, wol zu schnarchen gehörig (als causativ, schnarren, bez. knistern machen?), osnabr. in der pfanne braten Campe, snerken Strodtmann 219, in Aachen (ver)schnerke, haare, kleider anbrennen Müller - Weitz 218. vgl. holl. snerken, knistern, schnarchen, backen, braten.