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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnepfenkoth bis schnepffisch (Bd. 15, Sp. 1315 bis 1316)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnepfenkoth, m., dass. wie schnepfendreck Krünitz 147, 500.
 
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schnepfenmist, m., dasselbe wie schnepfendreck, dafür schneppenmist:

gemach, gemach mein freund! ich schelt und tadle nicht,
dasz sich ein kranker mund nach seinem magen richt;
dasz man, da die natur schon im verderben stecket,
den sterbenden geschmack durch schneppenmist erwecket.
B. Neukirch ged. 109.


 
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schnepfenpastete, f.: für deine pohlnische brühe lasz ich der gnädigen frau ihre genudelten gänse und schnepfenpasteten von herzen gern. Siegfr. v. Lindenb.4 1, 55; so viel dazu gehört, eine schnepfen-pastete anzuschneiden. Fr. Müller 2, 125.
 
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schnepfenpfeife, f. messingene pfeife, womit man den ruf der schnepfenweibchen nachahmt, um die hähne anzulocken Behlen 5, 540. vgl. Döbel 1, 74. 2, 121.
 
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schnepfenschieszen, n.: wer ein liebhaber vom schieszen ist, und sich die gedult nicht nehmen will, zeuge zu machen, und zu stellen, .. für denjenigen ist das schnepffen-schieszen. Döbel 2, 182a. vgl. DWB schnepfenjagd.
 
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schnepfenschnabel, m. 1) schnabel einer schnepfe Campe. 2) name einiger stachelschneckenarten, die auch schnepfenkopf heiszen, murex cornutus und haustellum Nemnich. Krünitz 147, 500.
 
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schnepfenstosz, m. eine art des schnepfenfanges, wobei klebegarne vor die hölzer gestellt werden, damit die schnepfen beim ein- und ausstreichen daran stoszen und sich fangen Krünitz 147, 501, vgl. Heppe wohlr. j. 288. Jacobsson 4, 27b. Behlen 5, 540.
 
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schnepfenstrich, m.
1) das streichen oder ziehen der schnepfen im frühlinge und herbste, auch morgens und abends, vgl. DWB schnepfenzug Behlen 5, 540: von der auerhahn-balz bis zum zweyten schnepfenstrich und von da bis zur rabenhütte war .. alles .. (in dem jagdgedicht) leicht und scherzhaft, oft ironisch dargestellt. Göthe 22, 82; unter den waldschlägen, durchgehauen und mäszig dicht und hoch bewachsenen laub- oder nadelholzsäumen wählt sich der jäger denjenigen theil, wo der schnepfenstrich der beste ist. v. Thüngen weidm. pract. 213.
2) die frühlings- oder herbstzeit, in der die schnepfen streichen Behlen a. a. o.
3) übertragen (vergl. DWB schnepfe 2, d), das umherstreichen der feilen dirnen Weinhold 87a, das umherschweifen junger menschen, um liebschaften anzuknüpfen Spiesz 222, auch die gassen, wo die dirnen umherstreichen Castelli 248; auf den schnepfenstrich gehen, den in der dämmerung herumschwärmenden dirnen nachjagen Schm. 2, 578; schweiz. uf e schnepfestrich go Hunziker 227; aber de schnepfestrich ne (nehmen), sich aus dem staube machen. ebenda.
 
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schnepfenzeit, f. tempo, stagione delle beccaccie Kramer dict. 2, 631b, zeit, wo die schnepfen streichen und gefangen oder geschossen werden.
 
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schnepfenzug, m.
1) das ziehen der schnepfen, sowol ihre ankunft im frühling und abzug im herbste, wie auch ihr

[Bd. 15, Sp. 1316]


streichen aus dem holze zu felde, vgl. schnepfenstrich Adelung. Jacobsson 4, 27b. Krünitz 147, 501. Behlen 5, 540.
2) eine schaar in gesellschaft ziehender schnepfen Adelung. Krünitz a. a. o.: hierauf siehet man nun einen ort aus, wo ein guter schnepffen-zug gehet, indem die schnepffen des abends aus den höltzern nach der grünen saat heraus, theils auch des morgens wieder zurück ins holtz fallen. Döbel 2, 177a.
3) übertragen, wie schnepfenstrich 3 und schnepfenjagd: er geht auf den schnepfenzug. Wander 4, 305.
 
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schnepffisch, m. eine art hechte, esox hepsetus Krünitz 147, 501; Nemnich schreibt schnepfisch, holl. snipvisch; Campe hat schneppfisch, esox bellone, vgl. DWB schnepel.