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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneidigkeit bis schneidsäge (Bd. 15, Sp. 1280 bis 1281)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidigkeit, f. zum vorhergehenden gehörig, doch in der bedeutung eingeschränkt.
1) vorwiegend niederd. sneidicheit, snedicheit geschicklichkeit, klugheit, auch in schlechtem sinne list, schlauheit Schiller-Lübben 4, 272b; ebenso dän. snedighet verschmitztheit. vgl. DWB schneidig 1, d;

wente ik wyl al dar na rynghen,
dat ik en sneydecheit wil leren,
dat se mi de wedder vorkeren
de unsen willen hadden dan
unde unser lere sint ave stan. Redentiner ostersp. 1238 Schröder.


2) in anlehnung an schneidig 1, d in moderner sprache, entschlossenheit, mut, thatkraft: trefflich, wenn neben wägender vernunft, verantwortungsgefühl und begeisterungsfähiger menschlichkeit auch schneller entschlusz, körperliche selbstzucht, kühne thatkraft, helläugiger lebensmuth, mannhaftes einstehen einherschreiten, was alles man eigentlich unter schneidigkeit verstehen sollte. gegenwart bd. 35, 389a.
 
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schneidkamm, m. schraubstahl, gewindestahl, eisernes mit zähnen versehenes werkzeug zum einschneiden der gewinde in schrauben Karmarsch-Heeren3 2, 693.
 
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schneidkante, f. in der Wetterau eine grube der zimmerleute zum schneiden des bauholzes mit der schrotsäge, welche ein oben auf dem holze stehender arbeiter und einer oder zwei in der grube ziehen.
 
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schneidklotz, m. klotz zum zerschneiden oder zersägen Dief.-Wülcker 843: darumb musz ein hauszwirth wissen,

[Bd. 15, Sp. 1281]


woran er besser thut, dasz er die geschnittene bretter kauffe, oder ob er schneidklötzer kauffe, und ihm darnach erst bretter darausz schneiden lasse. Coler oeconomia 1, 322b.
 
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schneidkopf, m. messerkopf der holzhobelmaschine Karmarsch-Heeren3 7, 776.
 
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schneidkunst, f. in älterer sprache die chirurgie Schm. 2, 571.
 
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schneidlein, n., dim. zu schneide Steinbach 2, 477.
 
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schneidling, schneideling, m.
1) dünner zweig, junges reis; snydelinc, sarmentum Dief. 513a, snideling, palmes 407b.
2) in der gaunersprache bezeichnung der schere Avé-Lallemant 4, 602.
 
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schneidnadel, f. in der weberei eine bei der herstellung von geschnittenem samt gebrauchte nadel Karmarsch - Heeren3 7, 776. 10, 485 f.
 
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schneidrad, n. scheibenförmige fräse, besonders zur herstellung von nuten verwandt Karmarsch-Heeren 3, 620.
 
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schneidsäge, f. vorrichtung zum bretterschneiden; auch auf das ganze gebäude ausgedehnt: eine solid gebaute schneidsäge, mit zwei sägwaagen und einer kreissäge und groszen räumlichkeiten. Frankf. journ. 1869, nr. 73.