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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneideweg bis schneidezirkel (Bd. 15, Sp. 1278 bis 1279)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneideweg, m. grenzweg, s. das zweite schneide 1, niederd. sned-, snâdweg Schambach 199b.
 
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schneidewerk, schneidwerk, n.
1) eine art walzwerk, das statt der walzen scharfe stahlscheiben an den wellen befestigt hat, die in einander greifen und die dazwischen gelegten walzen zerschneiden Karmarsch - Heeren3 7, 776. Scheuchenstuel 216; s. schneidwalze.
2) schneiderarbeit, mhd. snîdewerk mhd. wb. 3, 589b. Lexer mhd. handwb. 2, 1037: wier setzen auch, daʒ chain sneider vurbaʒ gewant schol sneiden, er tue sich dan e deʒ sneitwerchs ab. stadtr. v. Brünn 389, 183 Röszler; s. schneider 2, a.
 
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schneidewerkzeug, schneidwerkzeug, n. eisernes werkzeug zum schneiden dienend Campe; s. schneidezeug.
 
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schneidewind, m.
1) in der jägersprache seitenwind, halbwind, der dem jäger von der seite kommt Behlen 3, 571.
2) imperativische bildung, wie schneideluft, einen landstreicher bezeichnend, franz. taillevent; in eigennamen durch volksetym. mannigfach entstellt: schnie-, schnee-wind; schneide - wendt, -win Andresen volksetym.4 152.
 
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schneidezahn, schneidzahn, m.
1) benennung der vorderen scharfen zähne bei menschen und thieren: incisores, die schneidezähne, vorderzähne Nemnich 3, 227; da träumte ihm, der schönste schneidezahn aus seinem elfenbeinernen gebisz sei ihm ausgefallen. Musäus märchen 1, 114 Hempel.
2) in ungewöhnlicher übertragung von den fingernägeln gebraucht: (der magister) legte ... die fünf schneidezähne der finger wie ein rostral in die kopfhaut (seines zöglings) und rostrierte damit am hinterkopfe herab. J. Paul Titan 1, 96.
3) in der technik ein sehr kleiner und kurzer schneidstahl, der in den meiszelhalter eingesetzt wird; auch das vordere ende eines schneidstahls oder bohrers Karmarsch-Heeren 7, 776.
 
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schneidezahnkanal, m. canalis palatinus s. incisivus Meckel handb. der anat. 2, 129.
 
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schneidezahnmuskel, m. wie schneidemuskel (s. d.) Campe.
 
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schneidezeiger, m. kleiner steinzeiger oder grabstichel, womit die umrisse einer zeichnung auf einen stein eingeschnitten werden Jacobsson 4, 24a.
 
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schneidezeit, f. erntezeit, besonders zeit der weinernte, mnl. snijdtijd, vindemia Kilian 2, 603b.

[Bd. 15, Sp. 1279]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneidezeug, schneidzeug, n. bei den handwerkern geräte verschiedener art, die zum schneiden dienen; so werkzeug des drechslers und metallarbeiters, womit die schrauben geschnitten werden, auch schneideeisen (s. d.) genannt. Eggers kriegsl. 2, 832; ferner die schneidescheibe (s. d.) des uhrmachers zum schneiden der räder; in papiermühlen die maschinen, mit denen die lumpen zerschnitten werden Jacobsson 4, 24a; grabeisen, schroteisen, schneidzeug Corvinus fons lat. 101b. ein sehr guter, reiner stahl, der bei der herstellung von sensen nur für die eigentliche schneide gebraucht wird Scheuchenstuel 216; gerät des steinschneiders: schöne zencklein .., die der wind poliert und abeckt, das sie jr rechte abtheilung und gleiche seiten .. haben, wie die edlen gesteine, als het sie Bezaleel an seinem schneidzeug, mit schmirgel unnd demant pulver abgezogen. Mathesius Sar. 33a; der töpffer hat seine scheibe, .. wie der steinschneider sein schneidzeug und redlein hat. 196b.
 
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schneidezirkel, schneidzirkel, m. zirkel, dessen einer schenkel mit einer schneide versehen ist, so dasz man damit einschneiden und das abgezirkelte abtrennen kann Campe; namentlich gebraucht, um blech damit auszuschneiden Karmarsch-Heeren3 1, 543.