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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schneiderzunft bis schneideweg (Bd. 15, Sp. 1277 bis 1278)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schneiderzunft, f.: welher meister understt, einen knaben ze lernen, der eins meisters in der sniderzunft sun ist, der sol der zunft geben ein pfund wachs. Mone zeitschr. f. d. gesch. des Oberrheins 13, 304; die gesammte schneiderzunft zu Astorga (wurde) in arbeit gesetzt. Musäus märch. 3, 94 Hempel;

was immer zu Paris die edle schneiderzunfft
hat neulich auffgebracht, auch wider die vernunfft,
das liebt dem Teutschen zu.
Rachel sat. 53.

bildlich: er ist in der schneiderzunfft, er ist ein magerer mensch. Franck sprichw. 2, 73a; s. schneidergewerk, -gilde, -innung.
 
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schneidesäule, schneidsäule, f. bei den stellmachern eine starke, aufrecht stehende bohle mit mehreren groszen löchern, in welche man die wagenachse steckt, wenn sie mit dem schneidemesser bearbeitet wird Jacobsson 4, 23b; vgl. schneidesohle.
 
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schneidescheibe, schneidscheibe, f. stählerne scheibe

[Bd. 15, Sp. 1278]


der uhrmacher zum ausschneiden der zähne an den rädern, auch schneidezeug (s. d.) Jacobsson 4, 23b; eine vorrichtung zur herstellung von nuten Karmarsch-Heeren3 3, 620.
 
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schneideschlinge, f. dünner platindraht, der in form einer schlinge um einen körper herumgeführt, vermittelst des galvanischen stromes zum glühen gebracht wird und durch zusammenziehen der schlinge den körper durchtrennt, besonders bei operationen angewandt.
 
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schneideschwein, schneidelschwein, n., niederd. snîdeswîn, schnîdelschwîn, schwein zum schlachten: item dusse lude genen schnidelschwin, wenn mast is. quelle bei Schiller-Lübben 4, 276a; vgl. schneidekuh.
 
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schneidesohle, f. bei den wagenbauern und stellmachern eine starke bohle mit drei löchern, worin die deichseln und andere hölzer bei der bearbeitung befestigt werden Jacobsson 4, 23b; vgl. schneidesäule.
 
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schneidestein, m.
1) eine steinart, die aus glimmer und speckstein besteht und sich schneiden läszt Jacobsson 4, 23b; saxum compositum steatite et mica Nemnich 4, 516.
2) ein geschnittener oder behauener stein zum gebrauch beim bau, besonders sandstein, quaderstein Campe, quadrum Nemnich 3, 1102, auch fliesen-, bau-, werkstücken-stein genannt Jacobsson 4, 23b. bei der thonwarenbereitung ein aus feuchtem thon geformter und beschnittener ziegelstein Karmarsch-Heeren3 9, 350.
3) grenzstein, s. das zweite schneide 1, snaatstein Campe, mnd. snede-, snêt-stên Schiller-Lübben 4, 272a: de markede .. geitt dan auer dat heitbleck offte Boltenhaw, dar ligt ein snetstein. quelle ebenda.
 
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schneidestichel, m. bei den petschaftstechern ein grabstichel, womit die umrisse der gestalt oder zeichnung in das petschaft geschnitten werden Jacobsson 4, 24a.
 
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schneidetag, m. erntetag: ein kurhube sal geben 2 snidetage, 3 arttage, 1 mewetage. weisth. 5, 316.
 
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schneidetritt, m. bei den sammetmachern der zweite tritt, durch welchen diejenige kette, die das rauhe des sammets hervorbringt, in die höhe geht, und nach welchem die eingelegte durch den zwiefach eingeschlagenen einschlagfaden gut verschlungene rute aus dem flor geschnitten wird Jacobsson 4, 24a.
 
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schneideweg, m. grenzweg, s. das zweite schneide 1, niederd. sned-, snâdweg Schambach 199b.